Lesermeinung - Gehirn&Geist

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Erfahrung

    13.04.2017, Michael Weskamp
    In meinem Elternhaus gab es keine Hunde oder Katzen wegen Allergie und Abneigung meiner Mutter.
    Ich war eine Zeitlang zur Miete als Mitbewohner einer alten Dame mit 4 Katzen.
    Ein alleinstehendes Haus und die Katzen hatten freien Auslauf.
    Alle waren unterschiedlich. Einer Katze war ich egal, stoisch ignorierte sie mich, auch Berührungen. Einer flitze gleich raus, wenn ich reinkam. Einer war wenig interessiert. Eine war total in mich verknallt. Wartete auf mich nach der Arbeit. Wühlte sich hinter meinen Rücken in den Sessel. Schlief auf mir ein. Drängte sich eifersüchtig dazwischen, wenn ich die andere Katze streichelte. Während die Besitzerin sagte, dass gerade diese Katze mit sonst keinem Besucher etwas zu tun haben wollte.
    Diese Art Studien scheinen mir etwas steril und geben nur sehr grobe Aussagen.
    Ob das wirklich so viel bringt?
  • Kann ich nur. Bestätigen

    10.04.2017, Cheval
    Ich habe mehrmals versucht mit Impfgegnern (drei Stück parallel bei YouTube) zu diskutieren.

    Meine Erkenntnisse:
    - Ursache und Wirkung wurde gleichgestellt.
    - Daten aus Südafrika wurden genutzt um "Beweise" für Deutschland zu liefern.
    - Sobald kritisch nachgefragt wurde, wurde das Thema gewechselt, meist mit dem Satz "Abgesehen davon muss man auch folgendes wissen"
    - Es wurden nur Informationen akzeptiert, die die These stützten. Es wurden Studien des RKI zitiert, die sich mit dem Risiken Beschäftigten, aber die Studien des RKI zur Wirksamkeit wurden als falsch und mangelhaft bewertet.
    - Es wurden immer wieder die gleichen Stellen aus zwei Impfgegner-Bücher zitiert. Wenn man nachfragte "Was ist denn die Originalquelle?", wurde darauf verwiesen, dass das Buch doch die Quelle ist.

    Und ganz wichtig:
    Alle drei haben sich zwar gegenseitig recht gegeben, dabei aber nicht gemerkt, dass sie sich gegenseitig widersprachen. Auf die Frage bspw, wieso die Krankheiten denn zurückgehen, wenn es nicht durch Impfungen passiert sei, antwortete...
    Der Erste, es läge an der besseren Hygiene.
    Der Zweite, es läge daran, dass die Nahrung gesünder sei.
    Der Dritte, es läge daran, weil wir heute freier im Denken sind und nicht mehr gefesselt in der Religion des Christentums.

    Ich habe es nachher abgebrochen und hier mein Rat um herauszufinden, ob jemand wirklich nur kritisch ist oder verbohrt. Stellt die Gretchenfrage: Auf welche Organisationen können wir uns einigen, um deren Ergebnisse zu diskutieren?

    Das sorgt nämlich für den kleinen Trick, dass die Impfgener Farbe bekennen müssen und nicht die Quellen beurteilen können, wie es ihnen gerade passt.

    Ansonsten bleibt nur übrig, was schon im Artikel steht: die Gegenseite muss beweisen, dass die Studien zu Impfungen und die Erfahrungen alle Betrug sind. So wie die Homöopathen beweisen müssen, dass ihre Kügelchen wirken und die Gläubigen beweisen müssen, dass Gott existiert.

    Aber ich habe da wenig Hoffnung. Meine Erfahrung ist, dass die Menschen erst zugeben, dass sie sich selbst belogen haben, wenn jemand (am besten das eigene Kind) aufgrund ihrer Dummheit stirbt oder behindert wird.
  • mehr unabhängige Studien & Aufklärung, statt Impfzwang

    10.04.2017, Corinna
    Das Problem besteht meiner Meinung nach darin, dass diese Diskussion inzwischen ideologische Ausmaße annimmt. Beide Seiten glauben an die absolute Wahrheit ihres Standpunktes.
    Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass viele Dinge, die vorher als irrsinnige Verschwörungtheorien abgetan wurden, eben doch stattfinden (Stichwort Abhörskandal & NSA). Die Tatsache, dass es auch bei der Pharmaindustrie um viel Geld geht und dort oft ethnische Entscheidungen gegen finanzielle Möglichkeiten abgewogen werden müssen, bringt die Leute zusätzlich ins Zweifeln.
    Es hilft also nicht, Impfgegner als dumm darzustellen. In keiner einzigen öffentlichen Diskussion ist es zielführend den Gegenüber einfach einmal, als dumm, verblendet, rassistisch, naiv oder sonst irgendetwas zu diffamieren.
    Es hilft auch nicht, Menschen Gesetze aufzuzwingen, welche Behandlung sie über sich selbst und ihre Kinder ergehen lassen müssen oder zu versuchen, mit finanziellen Anreizen zu ködern. Das erhöht lediglich den Zweifel bei den Gegnern und gibt einer Verschwörungstheorie erst richtig Feuerholz.

    Es müssen mehr unabhängige Studien gemacht werden. Ärzte müssen besser über die Nebenwirkungen und Risiken, der von ihnen verabreichten Medikamente informieren, auch wenn es Menschen geben wird, die mit diesem Wisse lieber nicht mehr impfen würden oder andere Behandlungen ablehnen werden. Genauer Untersuchen, wer aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden sollte, müssen stattfinden (Ich erinnere mich an "Massenimpfungen in der Schule, wo vorher gar nicht untersucht wurde). Pharmakonzerne müssen den Willen vermitteln, Impfstoffe weiterzuentwickeln, sodass Risiken minimiert werden können.

    Nur so kann man erreichen, dass mündige Bürger faktenbasierte Entscheidungen treffen können, statt aus Angst lieber gar keine Entscheidung zu treffen (passives Nichtstun - siehe Artikel).
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrte Corinna,

    zu Ihrem Punkt, dass die Pharmaindustrie damit viel Geld macht ein Zitat aus der Wirtschaftswoche:

    "Insgesamt machten Impfstoffe mit gut einer Milliarde Euro im Jahr 2011 nur 3,58 Prozent der gesetzlichen Krankenkassenausgaben für Arzneimittel in Deutschland aus. Es ist ein Nischenmarkt. Auch der Vorwurf, die Mehrfachimpfungen seien die Lizenz zum Gelddrucken, trifft nicht wirklich: Sie sind sogar etwas günstiger als Einzelimpfungen. So kostet etwa der Vierfach-Impfstoff gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken von GlaxoSmithKline (GSK) 100,13 Euro. Verkauft der Hersteller aber die Dreifachimpfung MMR zu 51,11 Euro und die gegen Windpocken für 58,49 Euro, bekäme er in Summe 109,60 Euro. Den Kindern bleibt durch die Vierfachimpfung ein unangenehmer Piekser erspart."

    http://www.wiwo.de/technologie/forschung/masernfaelle-in-deutschland-steigen-ein-milliardengeschaeft-fuer-die-pharmaindustrie/8518574-4.html

    Chronische Krankheiten bringen den Pharmafirmen wesentlich mehr Geld ein als die Impfstoffe.

    Mit freundlichen Grüßen
    Die Red.
  • Ein etwas zu gängiges Erklärungsmuster?

    09.04.2017, Marcus Gröber
    Ich frage mich, ob hier nicht auch ein inzwischen vielleicht etwas zu leichtfertig eingesetztes Erklärungmuster eine Rolle spielt, das die Berichterstattung in diversen wissenschafts-nahen Bereichen dominiert:

    Einerseits die mächtige Lobby von Finanzinteressen, die auf Kosten der allgemeinen Gesundheit ihren Profit maximieren will, andererseits Politik und Zivilgesellschaft, die einen schweren Kampf gegen gekauften Einfluss und manipulative Fehlinformationen ausfechten müssen.

    Auch wenn sicher oft ein Körnchen Wahrheit dahinter steckt, scheint dieses Schema inzwischen für eine Menge Bereiche das Standard-Rahmenwerk für die Einordnung von neuen Ereignissen zu bilden - Treibhausgase, Tabak, Pharma, Atomkraft, Dieselskandal, Landwirtschaft usw.

    Im Ergebnis kann man dieses Schema auch mit ein paar Stichworten ("Big Pharma", "Industrielobby", "millionenschwere Kampagne") abrufen - und sofort ist klar, wer die finanziellen Interessen verfolgt und wer, da nicht finanziell beteiligt, unverdächtig und aufrichtig ist.

    Sobald man einmal auf dieser Schiene ist, wird es plötzlich ganz leicht, Informationen gezielt auszublenden und als lobby-gesteuert abzutun. Dass ausgerechnet im Fall von Impfempfehlungen vielleicht (ausnahmsweise?) die Interessenlage von Industrie und Gesellschaft übereinstimmen, erfordert dann den viel größeren "leap of faith"...
  • Falschinformation

    09.04.2017, Bert Ehgartner
    Vielleicht hätten die Autoren ihre hoch-psychologischen Warnungen vor den Denkfehlern der Impfskeptiker auch bei sich selbst anwenden sollen. Denn bei den eigenen Argumenten setzt die Skepsis vollständig aus.
    Nehmen wir beispielsweise das Argument, Muttermilch enthielte mehr Aluminium als die Impfungen.
    Das ist zum einen falsch. Muttermilch enthält normalerweise einen deutlich geringeren Aluminium-Anteil als z.B. die 6-fach Impfung.
    Und es ist doppelt falsch, weil bei oraler Aufnahme von Giftstoffen ca. 99% über den Verdauungstrakt durch geschleust und gleich wieder ausgeschieden wird.
    Bei in den Muskel injizierten Impfstoffen gelangt hingegen 100% des Aluminiums in den Organismus - und wie hier die spätere Ausscheidung funktioniert, das ist extrem schlecht untersucht.
    Fazit: Ein Artikel, der so hochtrabend und überlegen tut, sollte nicht so schwere Fehler in der Argumentation machen.
  • Kein Verhältnis zu Zahlen...

    09.04.2017, Tuxla
    Hallo Holperbald,

    Sie schreiben: "Wer das in Frage stellen will, muss DIESE Daten angreifen - Die Zahlen der WHO stimmen nicht, weil..."
    Ich ergänze: "... Statistiken lügen sowieso". Ist nicht meine Meinung, das würden aber viele Leute behaupten, die ich kenne. Viele Leute haben überhaupt kein Verhältnis zu Zahlen, viele können nicht einmal einen Dreisatz ausrechnen, und schon gar nicht Statistiken interpretieren. Wobei Statistiken leider oft unvollständig veröffentlicht werden, also mit fehlenden oder zu ungenauen Angaben, was unter welchen Bedingungen gezählt wurde. Aber das spielt für Hard-Core-Zahlenverächter sowieso keine Rolle, die sind felsenfest überzeugt davon, dass Statistiken nur deshalb erfunden wurden, um Lügen zu verbreiten. Dagegen kann man nicht argumentieren, da kommt nichts durch, da könnte höchstens ein Intensivkurs in Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik Abhilfe schaffen, aber die Betreffenden würden sich weigern, einen solchen Kurs zu besuchen. Das ist meine Erfahrung. :-(
  • Wie werden Impfschäden statistisch erhoben?

    09.04.2017, Joachim Wölk
    Mich würde interessieren, wie Impfschäden eigentlich für die Statistik festgestellt werden.
    Die Entscheidung, ob ein Impfschaden vorliegt, ist im Einzelfall schwierig, besonders wenn damit finanzielle Ansprüche verbunden sind. Aber ein Impfschaden kann ja auch vorliegen, wenn kein Zusammenhang zwischen Impfung und Gesundheitsschaden bewiesen werden kann. Es kann ja sein, dass die Impfung oder der Impfstoff nicht schuld ist, aber ein zufälliger zeitlicher Zusammenhang mit einer anderen Erkrankung vorliegt, die durch die Impfung verstärkt wird oder zum Ausbruch kommt. Meiner Meinung nach handelt es sich hier aber auch um einen Impfschaden. Werden z.B. solche Fälle erfasst?
  • Die geschichtliche Differenzierung fehlt

    09.04.2017, Walter Weiss
    Dass Sprache und Denken 'irgendwie' zusammengehören, ist seit langem evident. Man kann es kurz und treffend so ausdrücken; Sprache ist die Abbildung des Denkens auf die/der akustische(n) Ebene.

    Man wird sicher davon ausgehen können, dass die ursprünglichen Gruppen der Menschen - familienartige Zusammenschlüsse, nie größer - AUTOMATISCH zusammenarbeiten mußten, weil diese Minigemeinschaften sonst sofort wieder zerfielen. Dafür bedurfte es erkennbar keiner genetischen Fixierung einer wie immer gearteten Moral. Mütter mit Säuglingen und auch Kleinkindern waren niemals in der Lage, allein zu existieren; es bedurfte also immer automatisch der Hilfe anderer erwachsener oder halberwachsener Menschen, auch der berühmten Großmütter.

    Als die Gemeinschaften dann aber größer wurden, genügten diese automatischen Bindungen nicht mehr. Es war keineswegs selbstverständlich, dass sich die Mitglieder größerer Gruppen, auch wenn sie (zeitweise) sesshaft wurden, gegenseitig schonten - da mußten andere Regeln her. Es gab die Möglichkeit harter Alleinherrschaften, es gab aber auch die Erfindung der Religionen. Beides führte indessen, wie die bekannte Geschichte sattsam zeigt, auf die Dauer (also zwangsläufig!) zu Gewalt, Mord, Totschlag, Unterdrückung und Versklavung. Es gab schließlich die grö0te menschliche Erfindung, die Idee der Demokratie mit Menschenrechten und einer unabhängigen Justiz.

    Alle diese Entwicklungen für die Zeit, dass größere menschliche Gruppen geregelt werden mußten, fanden aber in der geschichtlich JUNGEN Vergangenheit statt, also zu einer Zeit, die unserer Zeit viel zu nahe ist, als dass genetisch insofern irgendetwas fixiert worden sein konnte. Und nach der Rezension leidet das besprochene Buch offenbar daran, diese Unmöglichkeit nicht erkannt zu haben.

    Da auch gerade die Demokratie einzig und allein von Menschen Ausgedachtes ist, bedarf es für den demokratischen Gedanken ständigen neuen Einübens und Wiederholens, bei jedem einzelnen Menschen, bei jeder Menschengruppe, bei jedem Staatsgebilde - schon gar bei der Europäischen Union.
  • Im Untertitel gleich mal eine ganze Bevölkerungsgruppe diffamiert

    08.04.2017, Gabi
    Gleich im Untertitel des Textes prangt mich der Satz an: "Was steckt hinter dieser irrationalen Angst?" Super. Echter Qualitätsjournalismus. Damit ist der Tenor des Artikels gleich vorgegeben: Eltern, die Impfungen in Frage stellen, sind "irrational". Von Qualitätsjournalismus erwarte ich Informationen und Hilfe zur Abwägung, und keine Verurteilungen und einseitige Berichterstattungen,, die das ganze Thema und den ganzen Krieg zwischen Impfern und Nichtimpfern noch weiter anheizen. Es nervt. Gewaltig. Unser Kinderarzt hält es so: Er klärt auf über die Vorteile des Impfens wie auch die Nachteile. Und lässt die Eltern die Entscheidung treffen, die sie für ihr Kind am besten halten. Es gibt nämlich Vor-und Nachteile, und niemand kann Eltern die Arbeit abnehmen, sich zu informieren und zu entscheiden. Was wir mehr brauchen, sind Artikel, die beide Seiten ohne Vorverurteilung zu Wort kommen lassen und die Bedenken von nicht impfenden Eltern ernst nehmen, anstatt sie gleich als Spinner hinzustellen.
    Ich könnte die Überschrift ja auch mal umdrehen: Was steckt hinter der Angst vor Kinderkrankheiten und Krankheiten, die in unseren Breitengraden kaum noch vorkommen? Welche irrationalen Motive bringen Eltern dazu, ihren Kindern Krankheitserreger und fragwürdige Zusatzstoffe spritzen zu lassen, noch bevor überhaupt ein Behandlung erforderlicher Zustand eingetreten ist?
    Ich weiss, das ist gemein, doch ich empfinde obige Überschrift als genauso. Wir können über das Thema diskutieren, doch mit Respekt voreinander. Den vermisse ich hier. Alle Eltern wollen das Beste für ihre Kinder, und kritische Fragen stellen und sich eine eigene Meinung bilden muss bei jeder medizinischen Prozedur am gesunden Menschen erlaubt sein.
  • Wahlfreiheit und Aufklärung

    08.04.2017, KesSch
    Keiner meiner Hausärzte hat je meinen Impfstatus geprüft.

    Daraus resultiert für mich die Frage, wieso sich Ärzte so darüber aufregen, dass es Impfgegner gibt, wenn sie bei ihren erwachsenen Patienten wenig Interesse an der Thematik zeigen.

    Bat ich um eine Impfung wurde ich nie über die Vor- und Nachteile der einzelnen möglichen Produkte informiert und bekam nie die Wahl.

    Bei anderen Medis wird man gefragt, ob man Erfahrung hat, je Nebenwirkungen aufgetreten sind und im Zweifelsfall kann man wählen, beim Impfen passiert ein solches Aufklärungsgespräch nicht.

    Mir kommt es so vor, als hätten Impfgegner allgemein eher ein Problem mit dem Impfstoff, während Impfbefürworter mit dem Sinn der Impfung argumentieren.
    Wenn jemand nicht raus will, weil es kalt ist, hilft es nicht, wenn ich auf den Sonnenschein hinweise. Aber eine Jacke anzubieten könnte helfen.

    Impfgegner gehen nicht davon aus, dass jeder MMR-Impfstoff von natur aus Autismus hervorruft, sie gehen davon aus, dass es mindestens einer tat. Impfgegner gehen nicht davon aus, dass der eigentliche Wirkstoff zu Beeinträchtigungen führt, sondern dass bestimmte Beimischungen es tun.

    Ich frage mich wirklich, ob die Anzahl der Impfgegner nicht zurückginge, wenn man ihnen die Wahl zwischen dem Standard und einem Impfstoff mit der Aufschrift "Konservierungsmittelfrei", "Bio", "öko", "Autismusfrei" oder was auch immer gäbe.

    Ich behaupte, dass hinter der "Impfangst" der meisten eine "Impfstoffangst" steckt. Auf Nasenspray, Limonade und Seife steht "ohne Konservierungsmittel" auf dem Obst steht Bio, die Wurst ist Fitnesswurst, das Deo soll aluminiumfrei werden. Ist es da nicht irgendwie verständlich, dass die Menschen sich fragen, wieso sie sich etwas spritzen lassen sollen, dass sie nicht essen dürfen und nicht mal auf die Haut schmieren?

    Ich würde mir einfach eine bessere Aufklärung der Erwachsenen zu impfenden wünschen. Man muss eh alles mögliche ständig nachimpfen, da wäre die Gelegenheit doch günstig bei der Nachimpfung mit dem Argumentieren zu beginnen. Die meisten haben Angst um die Gesundheit ihrer Säuglinge und Kleinkinder, ihrer Schutzbefohlenen. Sicher könnte man die Angst verringern, in dem man erst die Erwachsenen impfte. Dann spüren diese die Harmlosigkeit und sind vielleicht eher geneigt ihre Kinder impfen zu lassen.
  • ... der muss sich den Zahlen stellen?

    08.04.2017, Dr. Helmut Niegemann
    Alles richtig im Beitrag.
    Aber diese Impfgegener stellen sich eben keinen Zahlen, sie greifen keine wissenschaftlich belegten Daten an und sie argumentieren genau so, wie es die Argumentationslogik eigentlich verbietet. Fundamentalisten aller Art verweigern sich der rationalen Argumentation. Solange das nur verquere Meinungen sind, können wir sie lachen, den Kopf schüttel und sie irgendwann dumm sterben lassen. Aber in einigen Bereichen (darunter Impfung) können andere daran sterben; nicht zuletzt Kinder. Was hilft dagegen?
  • Die ganze Wahrheit???

    08.04.2017, Klaus
    Zur Wahrheit gehört aber auch, dass einer der 10 Autoren der Wakefield-Studie, der sich zunächst distanzierte, später vor Gericht zog und das Gericht nach Anhörung von Experten bestätigte, dass die Studie wissenschaftlich einwandfrei ist!
    Ansonsten stellt der Artikel mal wieder Impfkritiker als psychisch kranke Spinner dar, die zu blöd sind, Fakten zu lesen und zu verstehen. Der ganze Artikel ist unterste Schublade, erwähnt er doch mit keinem Wort die schlimmen Imfpfolgen z.B. das Golfkriegs-Syndrom, dass viele Soldenten wegen der Inhaltstoffe der Impfung entwickelten, obwohl sie nie vor Ort zum Einsatz kamen (so dass die oft behauptete Ursache, die Schäden kämen durch Schadstoffe vor Ort, nicht stimmen konnte). Haben die Autoren des letzte Jahrzehnt verschlafen oder müssen sie so etwas schreiben?
    Wenn Spektrum weiter derart einseitige Artikel veröffentlicht, deren "Wahrheitsgehalt" jeder in 10 Minuten bei Google ad absurdum führen kann, verliert das Magazin völlig an Glaubwürdigkeit (und traut sich natürlich wieder nicht, diese Meinung zu veröffentlichen...).
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Klaus,

    welcher der 10 Autoren soll denn dies gewesen sein? Falls Sie Wakefields Vorgesetzten Prof. Walker-Smith meinen: Er wurde schiedsgerichtlich entlastet, weil ihm keine Teilnahme an einer bewussten Irreführung, ja nicht einmal die Teilnahme an einer Studie nachgewiesen werden konnte.

    https://www.theguardian.com/society/2012/mar/07/mmr-row-doctor-appeal

    Was das Golfkriegs-Syndrom anbelangt: Die Soldaten wurden gegen Milzbrand geimpft - also etwas, das unter den gegebenen Umständen der Zivilbevölkerung noch nie verabreicht wurde und was überhaupt nicht mit einem Impfstoff gegen Masern-Mumps-Röteln etc. vergleichbar ist. Zudem konnte noch keine Studie einen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff (oder Squalen als Adjuvanz) und den angeblichen langfristigen Impfschäden herstellen:

    http://www.va.gov/gulfwaradvisorycommittee/docs/GWIandHealthofGWVeterans_RAC-GWVIReport_2008.pdf

    Mit freundlichen Publikationsgrüßen
    Die Red.
  • Aluminium in Muttermilch...

    08.04.2017, Daniel
    Sie schreiben: "Das als Wirkverstärker eingesetzte Aluminium zum Beispiel liegt in einer minimalen Konzentration vor – viel höher ist die Aluminiummenge, die ein Säugling täglich über die Muttermilch zu sich nimmt."
    Ohne konkrete Quellen, Zahlen und Rechnungen diese Behauptung aufzustellen, zeugt nicht gerade von wissenschaftlicher Qualität, oder? Es geht mir nicht darum, Impfungen in Zweifel zu ziehen, allerdings graben Sie sich mit solchen Parolen selbst das Wasser ab und machen sich unglaubwürdig.
    Hier zumindest die Gegenrechnung:
    Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat einen Grenzwert von 1mg Aluminium pro kg Körpergewicht für Säuglingsnahrung pro Woche festgelegt. Ein Baby mit 8 Wochen wiegt im Mittel 4 - 6 Kilogramm. Der Grenzwert für die tägliche Aufnahme von Aluminium für ein 8 Wochen altes und 4 Kilogramm schweres Baby wäre 0,57 mg.
    Die erste Impfung gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung, Pertussis, Hepatitis B, Hib und Pneumokokken wird mit spätestens 8 Wochen empfohlen. Wird gemäß STIKO Infanrix Hexa + Prevenar 13 verimpft, bekommt ein Baby 0,945 mg Aluminium als Impfverstärker in den Oberschenkel gespritzt.
    (Infanrix Hexa (II) adsorbiert an Aluminiumhydroxid : 0,5 mg, Infanrix Hexa adsorbiert an Aluminiumphosphat : 0,32 mg, Prevenar 13 (III) adsorbiert an Aluminiumphosphat: 0,125 mg)
    Muttermilch enthält lt. BfR 9,2 µg/l Aluminium.
    Bei einer Nahrungsaufnahme von 850ml eines acht Wochen alten Säuglings entspricht das bei 5600g Körpergewicht weniger als 0,0082mg/l in 24 Stunden. Demgegenüber stehen 0,945 mg/l Aluminium innerhalb von wenigen Sekunden.

    Vermutlich kann ich weder recherchieren, noch rechnen, noch meinen Verstand einschalten. Und ja, meine drei Kinder sind geimpft.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Daniel,

    ich verweise hier auf die sehr ausführliche Dokumentation des Paul-Ehrlich-Instituts:

    http://www.pei.de/DE/infos/fachkreise/impfungen-impfstoffe/faq-antworten-impfkritische-fragen/impfung-aluminium/impfung-aluminium-node.html

    (Systemische Toxizität)

    Hier wird dargelegt, dass die (wenigen) Impfgaben kurz- wie langfristig kaum die Aluminiumwerte im Körper erhöhen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Die Red.
  • Wenn schon Poppe,dann aber auch vollständig

    08.04.2017, L.Schaber
    1.
    Ich bin kein genereller Impfgegner, muss hier aber trotzdem eine Retourkutsche fahren. Und zwar wegen folgender Textpassage:

    "...Denn sobald unser Geist neue Fakten registriert, gleicht er sie mit einem Referenzrahmen ab, dessen Kohärenz wir unbedingt wahren wollen. Wenn sich eine Information als unrichtig herausstellt, reißt das eine schwer zu ertragende Lücke. Ein falsches, aber vollständiges Denkmodell ziehen wir einem unvollständigen vor, das nicht zu unserem bestehenden Wissen passt.." (Zitatende)

    Das ist eben genau der Grund,warum es ach in der Wissenschaft zur Orthodoxiebildung kommen kann und warum wissenschaftliche Außenseiter so oft zuerst nicht zum Zuge gekommen sind ,obwohl sich später ihre Thesen als " wahr" bzw. zutreffend erwiesen haben. Und dass Paradigmenwechsel verhindert wurden, bis die Vertreter der selbsternannten Orthodoxie an Macht und Einfluss verloren haben. Das hat vor langer Zeitd der Wissenschaftstheoretiker Thomas Kuhn (auch in der Auseinandersetzung mit Popper ) schon ausführlich dargelegt.

    2. Zur Textstelle:
    "...... Der einzig wahre Schutz vor der Unzulänglichkeit unseres Verstands besteht darin, dass jeder, der eine Behauptung aufstellt, dafür Beweise liefern muss. Nur so können wir richtige Entscheidungen von kollektiver Relevanz treffen...."
    (Zitatende)
    Wenn man sich schon auf Popper bezieht(wie am Ende des Artikels) dann sollte man zuallemindest so ehrlich sein und dem Leser auch weiter erläutern, dass Popper im Hinblick auf effektiven Erkenntnisgewinn von einer Beschränkung auf reines "Beweisen" von Hypothesen überhaupt nichts hielt sondern nur bewusst und gezielt gesuchte Widerlegungsversuche für effektiv hielt. (Falsifikationsprinzip)
    Es gab für ihn niemals endgültige ,sondern allenfalls vorläufige "Wahrheiten". Und zwar weil man nie sicher sein könne, dass morgen alternative Fakten entdeckt werden die die bisherige Theorie/Hypothese widerlegen.("Schwarzer Schwan")

    Ich bin mir nicht sicher, ob mit der (teilweisen) Pathologisierung von (tatsächlich oder vermeintlich )irrationalistischen "Impfgegnern viel gewonnen ist.
    Wenn die Gesellschaft ist der Meinung, dass eine generelle Durchimpfung (wissenschaftich) sinnvoll ist, dann soll sie eine Impfpflicht durchsetzen. Da die Politik das offensichtlich nicht will, scheint es doch noch Zweifel zu geben, vielleicht auch aus Angst voreventuellen Regressansprüchen der Bürger.

  • ein paar Anmerkungen

    07.04.2017, Marks.
    Mit mehreren Aspekten im Artikel habe ich Probleme:
    1)
    Die Web-Links verweisen zu 100% zu spektrum.de (ich habe 11 von 11 gezählt). Wie kann man also die Überschrift "Jeder, der eine Behauptung aufstellt, muss dafür auch Beweise liefern" rechtfertigen, wenn ein Artikel ohne relevante Referenz geschrieben wird?
    2)
    Das Wort "Verzerrung" oder "mentale Verzerrung" finde ich höchst beunruhigend...
    Wer benutzt dieses Wort? (aber bitte mit Referenz).
    Antwort der Redaktion:
    Die Artikel verweisen auf Artikel zu einzelnen Studien.

    Mit freundlichen Grüßen
    Die Redaktion
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