Lesermeinung - Gehirn&Geist

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  • Interessant -

    14.01.2017, Wolfgang
    gibt es da vielleicht eine Parallele zur japanischen Badekultur, wo man fallweise stundenlang bei weit über 40° C Wassertemparatur zusammensitzt? Japaner bekommen beinah schon Entzugserscheinungen, wenn sie 'ihr' Bad längere Zeit nicht aufsuchen können...
  • Reliabilität zweifelhaft

    13.01.2017, Elisa
    Mir persönlich ist die Eruierung des Items zu schwammig.
    Mit dem Ergebnis dieses Studiendesigns würde ich eher auf eine höhte Selbsteinschätzung der Probanden, anstatt auf einen bewussten Prozess zur Lüge tippen.
  • Korrelation oder Ursache-Wirkung?

    12.01.2017, Martin Schlatter
    Der Artikel bzw. die Studie suggeriert, die Unehrlichkeit wäre eine Folge der Auslandsaufenthalte. Ich kann hier aber nur eine Korrelation erkennen.
    Denn das ganze war keine keine Studie, bei der 1100 ausgewürfelte Probanden in Auslandssemester geschickt wurden und die anderen 1100 zu Hause bleiben mussten.
    Es kann genauso gut sein, dass Studenten aus reichen global orientierten Familien im Laufe ihrer Studentenzeit unehrlicher werden.
  • ein Hauptproblem ist die extreme Fixierung auf ENTWEDER weiblich oder männlich

    12.01.2017, Martin Schlatter
    ein Hauptproblem in der westlichen Welt ist die extreme Fixierung auf ENTWEDER weiblich oder männlich. Das zwingt die Kinder schon in eine eindimensionale Denkweise. Wer kein Junge ist, der kann dann nur ein Mädchen sein.
    In Thailand z.B. ist das überhaupt nicht so. Da gibt es Lesben, die eher Jungs sind (Tom) oder Lesben, die eher Frauen sind (Dee), Schwule die auf Toms stehen und Schwule die auf Männer stehen, Frauen die auf Ladyboys stehen und und und. Da gibt es viel mehr Spielarten und niemand ist gezwungen, entweder ganz Junge oder ganz Mädchen zu sein.
  • Erfahrung der Flüchtigkeit von Handlungen

    11.01.2017, Marie
    Möglicherweise lässt sich die Verschiebung moralischer Grenzen auch auf die Erfahrung zurück führen, dass Vergangenheit bzw. vergangene Handlungen keine absolute Präsenz "in der Welt" besitzen.
    Diese Theorie würde ich auch auf Basis der sozialen Grundlage von moralischen Wertvorstellungen und moralischem Handeln sehen, die ja unter anderem der Orientierung in sozialen Gemeinschaften dienen.
    Die Erfahrung, dass sich Fehlverhalten in neuem Kontext als prinzipiell nicht existent heraus stellen kann, könnte doch mit Sicherheit beeinflussen, wie viel Relevanz und Gewicht entsprechendem Verhalten zugeschrieben wird.
  • Non-binär

    11.01.2017, Thore
    Ein interessanter Artikel, gerade auch hinsichtlich der Hirn-Ausprägung. Besonders gut gefiel mir die Verdeutlich, dass das gefühlte Geschlecht nicht mit der sexuellen Orientierung gleichzusetzen ist.

    Es sollte jedoch auch erwähnt sein, dass es nicht nur "entweder" / "oder", "männlich" / "weiblich" (binär) gibt, sondern auch sehr viel verschiedene Empfindungen in Richtung "non-binär". Also zwischen weder das eine, noch das andere, oder auch beides zu gleich viele Ausprägungen gibt.
  • Normalität

    10.01.2017, Freddy Kraus
    Es ist immer wieder für verwunderlich, wie "normal" die Menschen in Asien (Philippinen, Thailand, Indonesien, Vietnam) mit transsexuellen jungen Menschen und die Betroffenen auch selbst, miteinander umgehen als wäre es die normalste Sache der Welt.
  • Des Spektrums der Wissenschaft unwürdiger, cissexistisch und cisnorminativer Artikel

    10.01.2017, Zoe Klingenfels
    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Enbies,

    dieser Artikel trieft förmlich nur von der gefühlten Überlegenheit cissexueller Menschen. Der cissexuelle Körper wird zur Norm erklärt, der transsexuelle Körper zur Abweichung, die es um jeden Fall zu vermeiden gilt.

    Cissexuelle Betrachtungen von Geschlecht, die aufgrund mangelnder Erfahrung in stark vereinfachenden und reduzierenden Modellen stecken bleiben, werden wie selbstverständlich als essentialistische Wahrheit präsentiert. Die Arbeit transsexueller Menschen wie Julia Serano, die diese Modelle längst erweitert haben, wird ignoriert.

    Cissexuelle Menschen werden im Laufe ihres Lebens nie dazu gezwungen, sich mit den sozialen, psychologischen, neurologischen und körperlichen Dimensionen von Geschlecht auseinanderzusetzen. Sie unterliegen daher häufig der Fehlannahme, ihr Geschlecht sei durch die Form ihrer Genitalien determiniert. Weiter glauben sie, dass der Rückschluss von Genitalien auf Chromosomen auch ohne Karyogramm immer möglich sei. Es ist nicht immer einfach, Modelle, die als essentialistische Wahrheit empfunden werden, an neue Datenlagen anzupassen. Will man eine möglichst genaue Beschreibung der Realität erreichen, führt jedoch nichts umhin, sich von diesen vereinfachenden Modellen zu verabschieden.

    Anstatt anzuregen, die diskutierte Unfruchtbarkeit durch Entnahme von Keimzellen konsequent zu umgehen, wird versucht das Erzwingen einer falschen Pubertät als alternative Lösung darzustellen. Anstatt den Sorgen und Wünschen eines Kindes zu entsprechen und Zugang zu Kleidung, die mit dem eigenen Geschlecht übereinstimmt, zu ermöglichen, werden die Gefühle des Umfelds als wesentlicher dargestellt. Die psychologische Behandlung, die von Betroffenen üblicherweise als Folter, die es zu umgehen und zu überleben gilt, erfahren wird, wird als wohlwollende, liebevolle Hilfe dargestellt. Obwohl der Artikel selbst eine Infobox zu neurologischen Ursachen enthält, wird so versucht Geschlecht wieder als ein anerzogenes, durch Psychologie beeinflussbares Phänomenen zu betrachten.

    Die Idee, dass es sich bei einem transsexuellen Mädchen schlicht um ein Mädchen handelt, versucht der Artikel zu unterminieren, in dem er (in der Infobox “WIE SICH EINE STÖRUNG DER GESCHLECHTSIDENTITÄT BEMERKBAR MACHT”) konsequent Mädchen und Jungen verwechselt. Mädchen sind es, die männliche Kleidung ablehnen und ihren Penis als falsch bezeichnen, während Jungen sich vor einer Entwicklung von Brüsten fürchten und sich weigern Kleider anzuziehen.
    Der Artikel geht weiter davon aus, dass es sich bei transsexuellen Frauen nicht um Frauen handelt (deren Körper, Gehirne und sonstigen Eigenschaften somit automatisch weiblich sind), wenn er beschreibt, dass die Gehirne transsexueller Menschen mit denen ihrer cissexuellen Geschlechtsgenossen weitesgehend übereinstimmen. Die Idee, dass transsexuelle Frauen in einem männlichen Körper gefangen sind ist nicht falsch, weil ihr Gehirn Unterschiede zu einem cissexuellen Gehirn aufweist, sondern weil der Körper einer Frau üblicherweise weiblich genannt wird, somit der Körper einer transsexueller Frau immer weiblich ist. Die Diskrepanz zwischen Geschlecht und Gehirn vergrößert sich durch Hormongabe also nicht. Im Gegenteil, die Unterschiede zwischen cissexuellen und transsexuellen Gehirnen von Personen des gleichen Geschlechts werden kleiner.
    Eine Betrachtung von Transsexualität, die die Sprache der Betroffenen ablehnt ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Wenn versucht wird, cissexuelle Körper als überlegen darzustellen und cissexuelle Erfahrungen als authentischer, wird automatisch jede Kooperation mit transsexueller Menschen verhindert. Man wiederholt so nur die verachtenswerten Fehler, die mit wissenschaftlichen Rassismus, wissenschaftlichen Sexismus und wissenschaftlicher Homophobie für Jahrzehnte begangen wurden, um bestehende Herrschaftsverhältnisse zu legitimieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Zoe Klingenfels
  • Überlegenheitsgefühl?

    09.01.2017, Konrad Lehmann
    Ohne den Originalartikel gelesen zu haben, bietet sich mir aufgrund der Zusammenfassung eine andere Erklärung für die Beobachtung an: Wer gerade erst von einem Auslandsaufenthalt zurückkommt (wie anscheinend in der ersten Studie), oder sich an Reisen erinnert, der ruft damit ein Gefühl der Überlegenheit in sich wach: Zum Einen hat Reisen einen hohen Sozialstatus, zum Anderen hat man sich bei längeren Auslandsaufenthalten ja tatsächlich in seinen Fähigkeiten bewährt.
    Und wer sich gerade daran erinnert, wie toll er doch ist, wird sich eher ungern eingestehen, dass er eine Aufgabe nicht knacken konnte.

    Denn die von den Autoren vorgebrachte Erklärung - dass die Reisenden unterschiedliche Wertesysteme kennengelernt haben -, ist doch zumindest so lange Unfug, wie die Probanden sich nur innerhalb der angelsächsischen Länder bewegt haben.
  • Unfassbarer Artikel

    09.01.2017, Branka
    "Schon als Vierjähriger hasste er es, Kleider zu tragen, und schnitt sie in Stücke. Später verstand er nicht, warum er nicht mit den anderen Jungen Fußball spielen durfte"

    ja...stimmt. wer so fühlt, braucht ganz dringend einen penis. sonst kann man das ja nicht ausleben

    sollten solche zuschreibungen nicht eigentlich der vergangenheit angehören? vielleicht hätte man dem kind mal beibringen sollen, dass es sich verhalten darf, wie es möchte, anziehen darf, was es möchte, lieben darf, wenn es möchte

    dann bestünde die notwendigkeit, das biologische geschlecht dem sozialen anzupassen nämlich nicht.

    wichtig scheint hier nur zu sein, dass man der norm entspricht und besonders der geschlechternorm...sehr fortschrittlich...NICHT
  • Einfache Konfrontationstherapie

    09.01.2017, Anne
    Die virtuelle Therapie mag ja erfolgreich sein, aber wo findet man in Deutschland einen richtigen Anbieter? Ich habe vor einem Jahr ein Seminar mitgemacht (aus Angst vor einer Asienreise), das mir sehr geholfen hat. Es war aber eine "normale" Konfrontationstherapie, da ich keine virtuelle Therapie gefunden habe (das hätte ich allein aus Neugier gerne gemacht). An alle Betroffene: ich kann das nur empfehlen! Mich hat es einen Tag gekostet und seitdem gehe ich viel viel entspannter in den Keller :) Es gibt in Deutschland, glaube ich, 3 Anbieter. Hier die Links:

    In München: http://www.hellabrunn.de/besuch-planen/individuelle-fuehrungen-und-veranstaltungen/seminare/angst-seminar/

    In Berlin: http://bs-phobietherapie.de/

    In Hamburg: http://www.spinnen-angst.de/

    Traut euch! :)
  • Auswahl der Themen

    06.01.2017, Sin Dolor
    Eben zog ich die neue Ausgabe des Heftes aus dem Briefkasten und mir schossen allein beim Lesen der Überschrift eines Artikels die Tränen in die Augen aus lauter Überrraschung und Freude, dass diesmal darin noch ein weiteres exakt der Themen behandelt werden, die mich schon als Kind umtrieben und mit denen ich in meiner Umgebung erfolglos auf die Nerven ging. Diesmal die Frage, ob alle Menschen Farben gleich wahrnehmen oder ob wir uns bloß auf eine gemeinsame Bezichnung individuell unterschiedlich wahrgenommener Phänomene geeinigt haben.
    Dankeschön :-)
  • wie unterschiedlich sehen die eigenen Augen Farben?

    06.01.2017, Walter Weiss
    Während das Farbempfinden verschiedener Menschen sehr schwierig wirklich verglichen werden kann, ist ein Unterschied im Farbfernsehen der eigenen Augen sofort festzustellen. Und insofern ist mir seit einiger Zeit aufgefallen, dass ich Farben mit dem einen Auge anders sehe als mit dem anderen. Bei dem einen Auge erscheinen die Faren - und zwar sämtliche Farben - einen merklichen Ton intensiver als beim anderen, das sie also leicht abgeschwächt in der Intensität (nicht der Helligkeit) sieht. Dieser Unterschied hat sich auch als völlig unverändert gezeigt, nachdem das eine Auge eine Katarakt-Operation erhalten hat.

    Es würde mich interessieren, ob solche Unterschiede (vielleicht ja sogar auch krassere) bei anderen Menschen existieren.
  • Gute Tipps

    04.01.2017, Christina
    Vielen Dank für die tollen Tipps. Ich habe in meinem Leben bereits viele Erfahrungen mit Ängsten aller Art gemacht und schreibe auf meinem Blog www.positivepsychologieblog.com auch regelmäßig über meine Strategien über den Umgang mit der Angst. Viele von den genannten Tipps habe ich auch schon selbst ausprobiert und kann sagen, dass sie wirklich funktionieren.
  • Studie gilt nur für Polen

    01.01.2017, Sozialwissenschaftler
    Wie aus dem verlinkten Aufsatz hervorgeht wurden nur Personen aus Polen befragt. Es ist davon auszugehen, dass man in anderen Ländern, wie z.Bsp. in Deutschland, zu anderen Ergebnissen kommen würde. Die in Ihrem Artikel implizierte, vorgebliche universale Gültigkeit der Studienergebnisse für alle Menschen, unabhängig vom kulturellen Hintergrund, ist nicht zutreffend.
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