Lesermeinung - Gehirn und Geist

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Paradox

    20.08.2014, Wolfram Obermanns
    Wir lesen einen moralwachenden Text über Moralwächter und deren Moral.
  • De jure und de facto nicht schuldfähig

    19.08.2014, Dr. Josef Wieser
    Bei der Diskussion muss beachtet werden, dass jemand, der sich im emotionalen Zustand vor einem Suizid befindet, de jure und de facto nicht schuldfähig ist.

    Schuldfähig (und somit schuld an den Folgen) kann er nur sein, wenn er sich bei voller Vernunft und nicht in so genannter emotionaler Verwirrtheit dafür entscheidet, sich zu töten und die entsprechenden Folgen mit zu verantworten. Wäre es bei geistiger Klarheit geplant, wäre es (Tat und Folgen) vorwerfbar.
  • Testosteron

    19.08.2014, Christian Benesch
    Als langjähriger Leser Ihres Magazins möchte ich Ihnen ein kurzes Kommentar zu einem Ihrer Artikel zukommen lassen, da, wie ich finde, die Unterschiede zwischen kurzfristigen und langfristigen Änderungen des Hormonspiegels nicht deutlich genug betont wurden.

    In der Ausgabe 9/2014 ihres Magazins erschien auf Seite 62 ein Artikel unter dem Titel "Das verkannte Hormon" zum Thema Testosteron. Darin wurde zuerst auf die bekannten Folgen bzw. Begleiterscheinungen eines relativ höheren Testosteronspiegels auf die Psyche der betroffenen Personen hingewiesen. Zu nennen wären hierbei ganz allgemein ein im Durchschnitt erhöhtes Aggressions- und Gewaltpotenzial sowie eine höhere Risikobereitschaft und die Tendenz zu dominanterem Auftreten im sozialen Kontext. Erscheinungen also, die zum Teil auch durch vergleichende Untersuchungen bei verschiedenen Tierarten bestätigt werden konnten.

    In ihrem Artikel werden nun jedoch auch Studien zitiert, die in Experimenten anscheinend gänzlich andere Wirkungen des Hormons Testosteron auf die Psyche der Probanden nachgewiesen haben. Hierzu möchte ich anmerken, dass diese neueren Ergebnisse in keiner Weise den bisher gemachten Resultaten und Beobachtungen bei Menschen und Tieren zu widersprechen scheinen. Denn in den angeführten Experimenten kam es lediglich zu einer sehr kurzfristigen Einnahme von Hormonpräparaten, welche auch zu einer bloß kurzfristigen Erhöhung des Testosteronspiegels führte. Dies bedeutete für die betroffenen Versuchspersonen eine zeitlich begrenzte Änderung ihrer Befindlichkeit, wie sie unter anderen Vorzeichen und mit der umgekehrten Kausalität auch bei besonderen Erfolgserlebnissen und persönlichen Siegen nachgewiesen wurde.

    Deshalb könnte z.B. die vermehrte Großzügigkeit der Probanden in den zitierten Experimenten auf die kurzfristige Hormonwert- und Befindlichkeitsänderung zurückgeführt werden - vielleicht sogar im Sinne eines simulierten Erfolgserlebnisses, welches die Versuchsteilnehmer weniger vorsichtig und zurückhaltend werden lässt. Ob sich ein dauerhaft erhöhter Testosteronspiegel ähnlich auswirkt, wäre mithin nur durch den Vergleich mit Versuchspersonen zu beweisen, die einen dauerhaft und natürlich erhöhten Testosteronspiegel aufweisen. Selbst eine längere Laufzeit derartiger Experimente könnte nur die mittelfristigen Wirkungen erfassen und nicht die komplette "Durchdringung", wie sie bei einem natürlich und dauerhaft erhöhten Hormonspiegel gegeben ist.

    Jedenfalls halte ich es für nicht schlüssig, von kurzfristigen Hormon- und damit Befindlichkeitsänderungen auf die langfristigen Auswirkungen eines dauerhaft relativ höheren Testosteronspiegels zu schließen. Mitzudenken wären für alle Vergleiche natürlich auch noch die individuell unterschiedliche Verarbeitung und Rezeption von Testosteron - etwa in DHT und dessen genetisch determinierten Auswirkungen.

    Viel Erfolg und weiterhin gute Artikel wünscht Ihnen
    Christian Benesch aus Wien
  • Ganz so einfach ist die Sache nicht

    18.08.2014, Bernhard Keim
    Wenn Angehörige oder nahestehende Personen Schwierigkeiten mit dem Selbstmord haben, sind sie also selbst daran schuld? Ein Selbstmord kann und ist oftmals ein Akt der Verzweiflung, aber bisweilen beschleicht mich das Gefühl, dass die Sicht sich dahingehend wandelt, als müsse man diesem Akt des Aus-dem-Leben-Scheidens nun auch noch Respekt entgegenbringen. Dieser Akt richtet sich nicht nur gegen sich selbst, sondern immer auch gegen andere. Im Extremfall ist dies sogar böswillige Absicht. Selbstmordattentäter legen davon beredtes Zeugnis ab. Ich halte daran fest, dass wir zum Leben und nicht zum Töten geboren wurden. Der Sinn des Lebens ist das Leben, nicht der Tod.
  • Das macht die Erfahrung auch nicht angenehmer

    17.08.2014, S.P. Zeidler
    Mal abgesehen davon, dass auch bei Naturvölkern die Distanz zwischen Geburten eher bei 2-3 Jahren liegt.
  • Vielen Dank für diese Erklärung!

    17.08.2014, Sabrina Martens
    Wie oft musste man (Frau) sich anhören, dass es auf die negative Einstellung zum eigenen Körper, zum Geschlecht und seinen natürlichen Abläufen, auf hormonelle Ungleichgewichte, Stress etc. zurückzuführen sei. "Geh in dich" war angesagt und löse das Problem ggf. mit medikamentöser Unterstützung.
    Ich hatte da auch meine "Problemchen". Inzwischen bin ich aus dem Alter raus :), aber ich weiß noch sehr gut, wie sehr ich bisweilen gelitten habe.
    Die Interpretation des Autors kann ich bestätigen, wenn man sich ein Kind wünscht, sind diese Tage doch sehr niederschmetternd. Nachdem wir mit der Anzahl unseres Nachwuchses zufrieden waren, hatte ich hinsichtlich PMS nichts mehr auszustehen.
  • Einschränkung

    16.08.2014, Karl Sauruck
    Gerne möchte ich Steve Ayan vollinhaltlich zustimmen. Allerdings muss ich eine Einschränkung machen. Wenn durch den "Selbstmord" andere Menschen körperlich (z.B. jemand springt von einem hohen Turm und tötet dabei einen Menschen, der gerade zufällig vorbei geht) oder psychisch (Zugführer erleidet einen Schock, ist traumatisiert und arbeitsunfähig) geschädigt werden, habe ich Probleme. Einerseits kann ich einen Menschen, der so verzweifelt ist, dass ihm der "Kollateralschaden" egal ist, nicht verurteilen, andererseits tut mir der Zugführer leid, der sein ganzen Leben lang unter diesem schrecklichen Ereignis leiden wird.

    Was hier richtig oder falsch ist, wage ich nicht zu entscheiden. Vielleicht sollte man doch dem Ausspruch "Wer von euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein" etwas ernster nehmen. Seltsamer Weise kommen aber die Moralapostel gerade aus dieser Ecke ...
  • Unbedarftes Schreiben

    15.08.2014, Jürg Burkhart
    Steve Ayan schreibt gegen Moralwächter im Zusammenhang mit dem Freitod von Robin Williams. Was er in seinem Text sagen will, dem stimme ich gerne zu.
    Im Artikel verwendet er das Wort "Selbstmörder" (allerdings ohne Anführungszeichen) - im Zusammenhang könnte man das erste Auftreten dieses Wortes gutmeinend noch als Zitat auslegen. Allerdings liest man am Schluss seiner Bemerkungen das Wort wieder ohne Anführungszeichen: "... in denen Selbstmörder verfemt wurden ..." Vorher schon schreibt Ayan "sich selbst zu richten". Ich meine, dass sich der Titel des Aperçu solche Wörter verbieten würde. Sollte die Wortwahl der Verhinderung von Wortwiederholungen geschuldet sein, zeugt das nicht gerade von einem überbordenden Wortschatz.
  • Wer ist hier der Egoist?

    15.08.2014, Stefan Aicher
    Man kann die Frage auch genauso gut umdrehen. Muss der geplagte Mensch leiden, damit mein Gewissen beruhigt ist und/oder ich nicht trauern muss? Die Vorwürfe der Hinterbliebenen sind vielfältig. Aber meistens geht es um die eigenen Interessen, wenn ein Selbstmörder angeklagt wird. Die heutigen Möglichkeiten der Therapie spielen dabei keine unwesentliche Rolle. Hinterbliebenen bleibt oft der Makel: "Es gibt ja genug Möglichkeiten - warum habt ihr nicht mehr versucht?" Oder: "Hat denn keine/r was gemerkt?"
    Die Vorwürfe der Gesellschaft werden dabei mit Argumenten bestärkt, die auf den ersten Blick ja vernünftig erscheinen. Ich kenne hauptsächlich Fälle von impulshaften Selbstmorden mit vorangegeangener negativer Lebensbilanz, die auf Grund akuter Überforderung die "Notbremse" ziehen, und geplante Selbstmorde mit negativer Lebensbilanz oder schwerer Erkrankung und Hoffnungslosikeit in Hinsicht auf die Zukunft. Gerade letztere nehmen den Notausgang um ihren Angehörigen keine Last zu sein.
    Dazu darf sich jeder die Frage stellen, in wie weit möchte ich mir mein (Ab)Leben diktieren lassen.
  • Kreativität

    14.08.2014, Sebastian Sage
    Es ist doch immer wieder interessant, die Fachzeitschrift meiner Frau zu lesen. Also Kreativität. Kreativität besteht aus dem Wechsel von Produktion von Varietät und Reduktion von Varietät, auf Deutsch Ideen sprudeln lassen und dann 99% davon in den Papierkorb schmeißen. Beides ist gleich wichtig, um kreativ zu sein. Nur sprudeln ohne kritische Reflektion bringt viel Müll hervor. Erst der Filter, der die Spreu vom Weizen trennt, ermöglicht Ideen, Entwürfe, Bilder, Musik, Erfindungen usw. Darüber haben die Kreativen selbst schon in den 1960er und '70er Jahren viel publiziert. Lesen Sie zum Beispiel Horst Rittel. Insofern versteht es sich von selbst, dass ein Brainstorm, in dem Kritik verboten ist, weniger verwertbare Ergebnisse erzielt als andere Formen der Ideensammlung.
    Meine Frau, die Psychologin, liest auch gerne mal meine Bauwelt. Sollten Sie auch mal machen.
  • "Kreativ denken" für Ingenieure

    14.08.2014, Prof. Dr. Karsten Löhr
    Eine etwas andere Blickrichtung auf das Thema "Kreativ denken" erfolgt im Ingenieurwesen.
    In den letzten Jahren ist dort die Bedeutung für das Schaffen von Innovationen ständig gewachsen.

    Dabei gibt es zunächst einmal die Kreativität innerhalb eines vorausgesetzten Rahmens:
    - Lösungen von Problemen anhand von "Checklisten", wie Qualitätstechniken (QFD, FMEA) oder Osborn-Liste, TRIZ-Prinzipe sowie Morphologischer Kasten.
    - Forschung an Themenfeldern durch "Bezweifeln" der vorhandenen Lösungen, z.B. anhand von Skeptischen Tropen, Paradoxien, Eristischen Kunstgriffen (Schopenhauer) oder echnischen Parametern (aus TRIZ).
    - Prognosen von künftigen "Situationen", wie Delphi-Studien, Trends, Szenarien oder Roadmaps.

    Darüber hinaus gibt es dann die "reine" Kreativität ohne einen festen Rahmen.

    Diese lassen sich m.E. sinnvoll gliedern in:
    - Intuition (Eingebung) infolge meditativer Übungen, wie Yoga, Qi Gong, Tai Chi, Autogenes Training oder entsprechende religiös-spirituelle Praktiken.
    - Inspiration (Begeisterung) durch spontane Übertragungen, wie Reisen, Mind Mapping, Brain Writing, Brain Storming oder Synectics.
    - Improvistation (Stehgreif) als impulsiven Behelf, wie Reizwort-Analyse, Random Input, Picture Frustration oder Provocative Operation.
    - Abstraktion (Verfremdung) mittels interpretierender Übertragung, wie Projektion, Thematic Apperception, Rollenspiele oder Konzeptfächer.
  • Beeinflussung der Jugend

    06.08.2014, Forner Dag Dipl Ing
    Sehr, sehr gut! Da bleibt nur das winzige Bisschen, dass man nicht weiß, in welchen Alter die Beeinflussung der Jugend beginnt, beginnen soll und tatsächlich anfängt! Wie war das noch: "Es erfüllte mich mit großer Freude, wenn ich in einen Kindergarten kam und die Kleinen meinen Hosenstall ö ...!" Sie wissen, dass ein bekannter Politiker aus Frankreich der Ursprung ist. Es würde mich interessieren, wie Sie privat und ganz im Staub der Dinge darüber denken.
    Grüße Dagobert R. Forner
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    Ein Buch für einen der bereit ist zu lesen. ISBN: 0-473-10453-9 "Hitler was a British Agent" by Greeg Halle
    Churchill (1936) Hitler wird seinen Krieg bekommen; ob es will oder nicht.
    (1939)→ Tieme Lieve erklärt Hitler zum Mann des Jahres.
  • 40

    03.08.2014, Spatzenfreund
    Hallo MrWonderful,

    also Dein Unverständnis für das erlebte und Deinen Schmerz über den Verlust glaube ich aus Deinem Text lesen zu können.

    Wir können als Partner genau so wenig zu einem erträglichen Maß geschweige den Heilung bei der betroffenen Person etwas bewirken wie ein Therapeut (wenn er dann in Anspruch genommen wird) ...leider und das ist das uns Teils unverständliche.

    Der Betroffene selber kann nur dazu beitragen ...

    So langsam glaube ich das Maß an Liebe das man zur Idealisierung,s Phase zu dem Partner entwickelt hat ist nur sehr schwer zu zerstören da man selber "Probleme" etwas in sich trägt was es überhaupt erst ermöglicht diesen Eiertanz...

    ich erlebe es in meinem Bekanntenkreis immer wieder das es mit den Worten abgetan wird "das könnte mir nicht passieren"

    Uns ist es aber passiert, wir haben diese so schwer zu lebende Variante gewählt und hängen daran.

    Wie möchten etwas lieben ...mit unserem Verstand empfundenes durchsetzen aber das geht wohl nicht.

    Da ist ein geliebter Mensch der unsagbar anders empfindet und auch so anders leidet.

    Dein Gedicht es würde wenn es gelesen würde oder wurde ...gar nicht verstanden ....

    Ich habe in Augen gesehen die mich ansahen wie Kinderaugen und hörte die Worte gesprochen...
    ICH LIEBE DICH weist Du das.

    Ich konnte es immer nur mit JA beantworten,

    Ich liebe Dich nicht wenigen weist Du das sagte ich meinem Spatz dann
    ...und auch Sie sagte das weis ich.

    Es kam die Phase schwarz und alles gewesene ist vergessen ...

    Ich wollte mich nie von diese Beziehung trennen und kann heute nur sagen ....

    Las das was Du am meisten liebst los, kommt es zurück ist ein gemeinsamer Weg möglich

    Ich Denke wir alle haben als Partner einer solchen Beziehung mit den Jahren gezeigt,
    wir möchten diesen Menschen nur lieben so wie er ist.

    Ich lieb meine Spatz heute noch immer,

    mein Therapeut fragt was muss man mit Ihnen machen das sie aufhören diesen Menschen zu lieben.

    Mein Herz hat zu diese Liebe ja gesagt,

    der Partner muss es nur ohne Angst annehmen können.

    Viel anders dürfte es bei all denen die sich heute mit dem Thema auseinander setzen nicht sein
    WIR WOLLTEN DOCH ALLE NUR LIEBEN ........
  • Immer noch traurig

    01.08.2014, Ian McMulloch
    Wer der Meinung ist, Frau Birkenbihl habe alten Wein in neuen Schläuchen verkauft, scheint bis zum Ende den Stellenwert der Didaktik, den sie nach innen und außen erkannt hatte, nicht verstanden zu haben.

    Ihre Leistung war - und bleibt es in Schrift, Bild und Ton - es, zu kompliziert formulierte Themen, Hypothesen, Sachverhalte so aufzubereiten, dass sie nicht nur der Theorie, sondern auch der Praxis nach hirngerecht Eingang fanden in das Bewusstsein vieler Menschen.

    Die eine Kunst ist es, klug über Themen der Kommunikation, des Geistes, usw. nachzudenken - und hier liegt das Verdienst derer, auf denen sie aufbaute, sie selbst hat dies zu keinem Zeitpunkt abgestritten, ganz im Gegenteil als eine der wenigen Trainerinnen immer auf der korrekten Quellenangabe beharrt - aber ihr unweigerliches Verdienst ist das der Aufbereitung und der Versuch, dies in praktische, d.i. soziale, gesellschaftliche Relevanz zu übersetzen.

    Diese Aufgabe darf im Übrigen mit ihrem Tode nicht abgeschlossen sein, sondern muss ganz in ihrem Sinne fortgeführt werden.

    Nur so kann es nämlich gelingen, einem der hohen Ziele vieler Zivilisationen, der ganzheitlichen Bildung des Menschen, gerecht zu werden.
  • Kurzfassung ist gefährlich

    28.07.2014, Hartmut
    Der Artikel in dieser Fassung kann missverstanden und zur Werbung von der Frühimplantation von CI missbraucht werden. CI Mediziner und Pädagogen benutzen das Vertaubstummungsargument, um den Eltern tauber Babies keine andere Wahl zu lassen, als sie zu implantieren. Teil dieses Arguments spricht von "Absterben" der Hörnerven und Hör- und Sprachzentrum im Gehirn, wenn sie nicht früh aural stimuliert würden, was faktisch nicht stimmt. Was damit von ihnen gesagt wird, ist das taube Kind wird erst taubstumm gemacht, wenn es kein CI erhält.

    Ich kenne die Forschung. Sie wird in Zusammenarbeit mit Dr Laura Petito von Gallaudet Univsersität, auch in Washington D.C., betrieben. Das sprachliche Teil der Gebärdensprache wird tatsächlich in den sprachlichen Arealen, also in der weissen Masse in der linken Gehirnhälfte verarbeitet. Die graue Masse in der rechten Gehirnhälfte betrifft nur die Motorik der Arme und Haende und vielleicht auch des Gesichts.

    Dr Petito betont, dass man eine Sprache, die sicher und unschwer erworben werden kann, zuerst einem Kind anbieten müsse, was zweifellos die Gebärdensprache für ein taubes Kind sei. Die Lautsprache kann danach erworben werden, mit oder ohne CI. Sie kritisiert das Vertaubstummungsargument als eine Werbungsmasche, um Eltern Gewissensbisse einzuflössen.
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