Lesermeinung - Gehirn und Geist

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Das hat System

    06.07.2015, Inken
    Die Grundschule ist eine Veranstaltung von Frauen für Mädchen. Da ist Ruhig-Sitzen und Malen gefragt. Wo selbst die Rechenaufgaben in Form eines Blumen-Ausmalbildes enden, sind die Jungen zur Langeweile verdammt. Im Sexualkundeunterricht gab es Material für die Bedürfnisse von Mädchen - kann aber auch von Jungen benutzt werden (Original-Text in NRW). Hier werden die Weichen gestellt, das ist gewollt und es hat ein Konzept.
    Ich zitiere hier mal die Familienministerin 2006 "Ich finde es nicht schlimm, dass Mädchen in Sachen Bildung an den Jungen vorbeiziehen."
    Und dann noch der Girls-Day. Beim Boys Day hingegen versucht man die Jungen offensiv in Berufe zu drängen, die den Mädchen wegen der Chancenlosigkeit nicht mehr zumuten will. Das hätte man mal umgekehrt versuchen sollen.
    Da kann man sich nur bemühen, seine Söhne selbst aktiv durch die Schulzeit zu begleiten, da sie von anderer Seite nichts zu erwarten haben.
  • Erinnerung

    06.07.2015, Michael Neunmüller
    In meiner Schulzeit gab es von der Schulleitung (wohl auf Anordnung) aufgehängte Plakate, die zeigten das Gesicht eines Mädchens, das streckte die Zunge heraus, darüber stand "Mädchen sind klüger".

    Wohin meine Kinder (beiderlei Geschlechts) auch sehen: Es gibt Programme über Programe zur Förderung von Mädchen und Studentinnen. Die Jungs sind "anders", unbequem, passen nicht so recht und sind v.a.: SELBER SCHULD. Wenn sie unter Beweungsmangel in logisch inkohärenten Quasselstunden ohne intellektuelle Herausforderung leiden, ist das kein Problem eines falschen Umgangs mit ihnen, sondern begründet in "falschen Rollenerwartungen".

    Wundert sich da jemand über die Ergebnisse?

    UND: Klar: das Geschlecht der Lehrer/innen hat prinzipiell keine Auswirkungen auf die Benotung in dem Sinne, dass es keine "Verschwörung" der Lehrerinnen gegen Jungs gibt. Aber was es gibt, ist ein Mangel an männlichen "role models". Lehrer, die lesen (und solche Texte, die Jungs begeistern können) und den Jungs vorleben, wie man in weiblich dominierter Umgebung trotzdem sein Ding durchziehen kann und dabei auch noch was lernt...

    ABGESEHEN DAVON, wird Schule natürlich auch zu ernst genommen. Wenn Schulergebnis und Lebenserfolg ncht zusammenpassen, läuft in der Schule irgendetwas schief: sie bewertet - und fördert - offensichtlich das Falsche.

    Komisch ist auch, wenn man die ganze Entwicklung abgleicht mit dem mehrheitlichen Geschlecht der Sieger von "Jugend forscht" (wo sicher darauf geachtet wird, dass Mädchen nicht diskriminiert werden).

    Vielleicht sollte die Forschung mal nicht nur den Jungs ständig "falsche Rollenerwartungen" unterstellen, sondern sich auch mal für deren reale Bedürfnisse und Nöte interessieren - sie als Subjekte anerkennen, deren eigenes Wollen als solches zu akzeptieren ist? Wie es ja - zu Recht - bei den "empowered girls" selbstverständlich ist.

    Warum - Vorsicht, Tabubruch! - kein Verständns für BEIDE Geschlechter?
  • Politische Korrektheit.

    05.07.2015, Wolfgang Scheidt
    Nur seltsam, dass bei anonymisierten Prüfungen die Jungs keineswegs schlechter abschneiden. Im Gegenteil! An der medizinischen Hochschule Wien glaubte man gar, einen "Frauen-Bonus" einführen zu müssen, um die schlechteren Ergebnisse der weiblichen Aspiranten aus Gründen der "Gerechtigkeit" zu kompensieren. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
  • Ungleiche Bildungschancen - Nein!

    05.07.2015, Max
    Mädchen schliessen besser ab, seit ihnen die selben Bildungschancen zugestanden werden. Vorher hatten Mädchen keine Gelegenheit sich zu beweisen.
  • na denn, Männer sind doch sehr gut darin

    05.07.2015, Caro
    sich Vorteile zu verschaffen, also auf auf die Herren, nun erwartet bitte nicht von den Frauen, dass sie hier für Chancengleichheit sorgen. Dann sollen halt wieder mehr Männer Lehrer statt Broker werden. Ich finde da wird ein Trendchen stark überbewertet
  • "...Mädchenklassen in Mathe, Deutschunterricht nur mit Jungen: ...."

    05.07.2015, KaRa
    und mit wem zusammen lernen Jungen Mathe und Mädchen Deutsch?
  • Tippen

    04.07.2015, Wendler
    hat mir zumindest geholfen. Ich hatte immer eine grausige Schrift, an der sich jeder Deutschlehrer versucht hat. Ausserdem hatte ich das was man heute eine LRS nennt. Alles Schreiben per Hand hat nicht viel geholfen. Als erstes hat es etwas geholfen als ich Druckbuchstaben schreiben durfte. Da hab ich wenigstens ein paar meiner Fehler erkannt, und meine Schrift war besser lesbar. Aber am besten hat geholfen als ich am PC geschrieben habe. Da konnte ich endlich Fehler erkennen und sie mit gelesenen Wörtern vergleichen. Erst da hatte ich einen Nutzen davon, viel gelesen zu haben. Heute bin ich superschnell jeder kann es lesen und ich mache verhältnismässig wenig Fehler.

    Dinge, wie Grundwissen an der Uni, habe ich immer so gelernt ich habe sie mir aufs Band gesprochen, sie dann angehört gleichzeitig gelesen und getippt. Nur so kann ich mir umfangreiche Faktensammlungen einprägen. Handschriftlich klappt das nicht (schon versucht). Ich muss das gleiche Schriftbild schreiben das ich lese, dann klappt es. Vor allem klappt es schneller. Und wer sagt den das die Mothorik lahmt? Also das Zehn Fingersystem ist motorisch nicht gerade anspruchslos. In Punkto Rechtschreibung ist ein gutes Rechtschreibprogramm auch super, da es die falschen Wörter gleich markiert und eine sofortige Rückmeldung kommt. Effektiver als wenn man einen Text nach Tagen korrigiert zurückbekommt.
    Ich denke viele Wege führen ans Ziel.
    Ich bin glücklich die Handschreiberei auf ein Minimum reduzieren zu können. Und so geht es vielen die Probleme mit der Handschrift haben. Das war in der Schule immer schon eine Qual. Das hat mir das Fach Deutsch komplett bis zur Oberstufe vermiest.
  • Was passiert wirklich?

    04.07.2015, Thomas Bode
    Hier hat man den Eindruck dass nicht, wie so oft, Meinungen mit Studien belegt werden sollen, sondern dass man tatsächlich schauen will was Studien ergeben.
    Oder Vorstellungen, wie die von den männlichen Lehrern, die scheinbar einleuchten und dann immer weiter erzählt werden.
    Studien muss man ja auch hinterfragen und durch weitere Studien zu prüfen sein, aber so ist das der einzige Weg auf dem die Gesellschaft voran kommt. Rationalität ist ein empfindliches Gut.
    Ok, nicht ganz der einzige Weg. Denn Respekt, Wohlwollen und Gleichwertigkeit sind notwendige ethische Aspekte als Basis für alle Zielvorgaben.
    Also nicht irgendwelche Vorstellungen eines globalen Kampfes um Superhirne die uns davor bewahren sollen gegen China oder die USA zu "unterliegen". Was ja bei Bildungsdebatten oft mitschwingt.
  • sozial verträglich

    04.07.2015, Peter von Bla
    Also in meiner Schule haben wir ein Experiment gemacht: Wir haben einen Aufsatz von einem Mädchen genommen und ein Junge hat ihn abgeschrieben. Beide haben ihn abgegeben. Ergebnis: Das Mädchen hat eine 2 bekommen und der Junge hat eine 3 bekommen. Unter den Jungs waren wir uns einig darüber, dass Mädchen die still und schweigsam sind als klüger angesehen werden, als Jungen die rumalbern, obwohl beide nichts zum Unterricht beitragen.
  • Annährung an eine Lösung

    04.07.2015, Koko
    Was man dagegen tun kann wird hier nicht wirklich gesagt, und vor allem nicht wer etwas dagegen tun kann. Jedenfalls hab ich persönlich keine Ambitionen irgendwann eine Familie zu gründen. Bei einem Jungen würde ich mir viel zu viel Sorgen machen in der heutigen Situation in Deutschland ...viel zu viele Gefahren, Fallen und Risiken denen Jungs ausgesetzt sind.
  • Andere Studien liefern andere Ansätze

    04.07.2015, Schönberg
    Eine Untersuchung lieferte z. B. die Erkenntnis, dass in reinen Mädchenklassen die Affinität zu den MINT-Fächern wesentlich größer ist. Von diesen Mädchen wurden in diesen Fächern auch bessere Leistungen erbracht an als in gemischten Klassen. Viele dieser Mädchen antworteten, dass sie später etwas mit Mathe, Informatik o. ä. studieren oder lernen wollten. Eigentlich typische Jungsberufe. In gemischten Klassen geben Mädchen viel seltener an, einen dieser Berufe ergreifen zu wollen. In der Studie werden weiterhin gute Erklärungsansätze für dieses Phänomen aufgezeigt, die ich hier nicht alle wieder geben möchte. Nur soviel: Anders als in Ihrem Artikel behauptet, bestehen doch erhebliche Unterschiede hinsichtlich Lernleistung in gemischten und nichtgemischten Schulklassen.
  • Frauen verdienen weniger?

    04.07.2015, KaRa
    "Es ist nicht gut, dass Frauen bei gleicher Arbeit weniger verdienen als Männer ...."

    Wenn Frauen im Vergleich zu Männern für die gleiche Arbeit grundsätzlich schlechter bezahlt werden, müssten die Arbeitgeber dann nicht (gerade in der heutigen Zeit, in der Kostenersparnis solch eine große Rolle spielt) nur noch Frauen einstellen? Warum sollten sie die teueren Männer einstellen, wenn sie doch die gleiche Leistung von billigeren Frauen haben könnten? Ein Unternehmer der dies erkannt hätte, könnte seine Waren/Dienstleistungen billiger anbieten, hätte mehr Gewinn und der Vorsprung vor der Konkurrenz wäre enorm.Die Unternehmer sind auf dem Gebiet der Gewinnmaximierung entweder plötzlich vollkommen blind, oder die Situation der Lohndiskriminierung besteht nicht.
  • Viele Punkte wurden in dem Interview nur sehr oberflächlich oder falsch widergegeben

    04.07.2015, Joe
    Die Gründe für die Benachteiligung von Jungs sind sehr unterschiedlich, aber zwei zentrale Aspekte stechen hervor:

    1.) Jungs bekommen (aus verschiedenen Gründen) für gleiche Leistungen schlechtere Noten. Je nach Studie schwanken da die Unterschiede zwischen 0,7 und 1,0 Notenstufen (also eine 1,8 eines Mädchens entspricht statistisch einer 2,5-2,8 als Note eines Jungen). Die ungleichen Benotungen gehen übrigens sowohl von männlichen als auch von weiblichen Lehrern aus,
    Bei diesem Problem etwa könnte Monoedukation sehr wohl das Problem zumindest ein wenig mildern, da der Sozialvergleich mit den Mädchen entfällt.

    2.) Zudem sind die derzeitigen Lernumgebungen und Lernformen stark an Mädchen orientiert bzw. entsprechen eher deren Bedürfnissen. Wenn man die Jungs besser erreichen will, muss man das grundlegend anpassen. Das ist nicht nur eine Frage von peers oder männlichen Lehrkräften. Die müssen mit den gleichen Lehrbüchern arbeiten wie ihre weiblichen Kollegen. Die Rahmenpläne etc. sind ja auch vorgegeben, die Bewegungsarmut im derzeitigen Konzept Schule auch.
  • Nachtrag

    03.07.2015, Dr. Martin Schneider
    Es hat seinen Grund, warum bei Kongressen Kinderpsychiater und -psychologen
    fein säuberlich bei der Diskussion solcher eklatanten Bildungsfragen wie "Geschlechtsunterschiede in der Bildung" herausgehalten werden.

    siehe z.B. http://www.genderkongress-paderborn.de/programm/themenblock-i/

    Und die Sozialpädagogen und Soziologen ihr "eigenes Süppchen" kochen.
    Ein wisschenschaftlicher Querschnitt aus allen Fächern wäre sicherlich förderlicher.

    Aber dann müsste man sich kritisch mit der eigenen Wisschenschaft auseinandersetzen (und letztendlich seinen gutbezahlten Posten aufgrund
    von Unwissenschaftlichkeit räumen)

    Die Psychologen/Psychiater nehmen ständig kritisch Stellung zu ihrer eigenen Wissenschaft und zu denen der Soziologen/Pädagogen. Nur andersherum
    ist es komischerweise eine Seltenheit. Das hat dann aber nichts mehr mit wissenschaftlichem Arbeiten zu tun seitens der Soziologen und Pädagogen.

    Gender Mainstream ist eine der wenigen "unkritischen" Wissenschaften, die keiner Hinterfragung, Objektivierung oder Kritik bedürfen. Einmalig in
    der Geschichte der Wissenschaft.


  • Ideologie vs. Wissenschaft

    03.07.2015, Dr. Martin Schneider
    Es ist mir absolut unverständlich warum man einen Soziologen (!) zu einem Thema der evolutionären Psychologie interviewt. Warum werden nicht Kinderpsychiater/psychologen interviewt, die sich mit der Studienlage auskennen? Mehr Wissenschaft und weniger Ideologie würde der Bildungsdiskussion sicherlich guttun.
    Dann brauchen wir nicht Jahrzehnte im Dunkeln tappen. Gut für beide Geschlechter. Die "schlauen" Mädchen "müssen" irgendwann auch mal die bildungsferneren Jungen heiraten.

    Ich hoffe inständig, daß der tatsächliche Einfluß des Herrn Sievert auf die Poltitk gering ausfällt. Und ebenso gespannt auf welche Studienlage er sich beruft.

    "[Jungen]... sind nicht weniger intelligent als Mädchen, aber sie passen im Unterricht oft weniger auf, machen seltener die Hausaufgaben, lesen nicht so viel in ihrer Freizeit. All das sind Dinge, die sie aus ihrem Umfeld nach wie vor ein wenig als typisch männliche Verhaltensweisen vorgelebt bekommen: im Unterricht stören, Autoritäten in Frage stellen, Fußball statt Bücher. "

    Wer lebt denn "weniger Hausaufgaben oder mehr im Unterricht zu stören"
    den Jungen vor? Das gleiche Elternhaus, aus dem die Mädchen besser abschneiden? Das ist gelinde gesagt Mumpitz. Der Unterricht ist besser auf Mädchen zugeschnitten und wenig jungengerecht, deswegen die niedrigere Konzentration bei Jungen. Die einzige Erklärung wäre, daß bildungsfernere Schichten mehr Jungen gebären würden. Das kann die Wissenschaft glaubhaft verneinen.


    "Bei den Mädchen sieht es mit den MINT-Fächern ähnlich aus. Mathematik gilt als Jungenfach, als Knobeltüftelfach mit Zahlen. Das drückt auf das Selbstvertrauen der Mädchen und sorgt schließlich wie eine Art selbsterfüllende Prophezeiung dafür, dass sie auch tatsächlich schlechter abschneiden"

    Wieso gilt Mathematik als "Knobeltüftelfach"? Von wem wird es als "Knobeltüftelfach" proklamiert? Wie drückt "irgendwer" auf das Selbstbewusstsein von Mädchen? Und warum? Wo ist die Korrelation zwischen "Knobeltüftel" und "Geschlecht"? Herr Sievert bleibt uns die Antworten schuldig und die biologische Grundlage dahinter. Die Faktoren zu "selbsterfüllenden Prophezeiungen" wirken sich auf beide Geschlechter gleichermaßen aus. Hier werden von Herrn Sievert wild Korrelationen gezogen, wo keine existieren. Das nennt man Ideologie.

    Die Jungen haben in MINT-Fächern einen Vorteil wegen der Art der Verknüpfung der Leitungsbahnen im Gehirn und weil bei den "harten", objektivierbareren Fächern die (ideologische) Mädchenbevorzugung weniger zum Tragen kommt.

    Man hat in England Studien durchgeführt, in denen man Jungen jungengerechten Unterricht in "Mädchenfächern" zu Teil werden ließ und sie schnitten besser ab als Mädchen. Und das trotz der späteren Reife männlicher Gehirne.

    "Die entscheidende Wende kam mit den Geburtsjahrgängen der frühen 1970er Jahre, die Anfang der 1990er Jahre fertig wurden. Hier machten erstmals Mädchen im Durchschnitt bessere Abschlüsse als Jungen. Seitdem haben sie den Abstand zu ihren Mitschülern stetig vergrößert. Erst in den vergangenen Jahren stagnierte diese Entwicklung wieder ein wenig. "

    Mein Vorredner hat schon recht. Selbst als Soziologe müsste man zumindest hinterfragen, warum es zu dieser "entscheidenen Wende" kam?
    Hat sich etwas in der Evolution geändert oder gibt es beeinflussbare Stellschrauben? Warum besteht kein Interesse, diese Stellschrauben auf ein faires 50:50 zu stellen? Das wäre doch mal zur Abwechslung wirkliche Gleichberechtigung. Leider ist das in den Ministerien selbst bei Kindern nicht erwünscht.


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