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Stereotype sind es immer wert aufgehoben zu werden, um das eigene Wahrnehmen zu öffnen und zu erweitern ... von daher ... einfach offen ins Leben und die eigenen Erfahrungen machen!
Viel Spaß dabei!
Im Interview mit Konrad Beyreuther wird er in einem Nebensatz zitiert: "..., aber es ist schon beunruhigend, dass die Pflege von Alzheimerpatienten das eigene Risiko um das Sechsfache erhöht." Wäre es Ihnen möglich, diese Aussage zu präzisieren bzw. die Quelle/Studie für diese Aussage zu benennen?
Gilt das z.B. für das Pflegepersonal in Pflegeeinrichtungen für Alzheimerpatienten oder nur für pflegende Angehörige, die ggf. genetisch vorbelastet sind oder auch durch den besonderen Stress, als Angehörige ihr Risiko erhöhen?
Antwort der Redaktion:
Antwort unseres Interviewpartners, Prof. Dr. Konrad Beyreuther:
Dass Ehepartner von Menschen mit Demenz ein erhöhtes Risiko haben, selbst an Demenz zu erkranken, ist Ergebnis der "Cache-County-Studie" (J. Am. Geriatr. Soc. 58, S, 895-900, 2010). Gründe dafür dürften sein: Depression, Überforderung, Angst und soziale Isolation (J. Am. Geriatr. Soc. 59, S, 900-908, 2011). Für Pflegepersonal gibt es keine diesbezüglichen Untersuchungen.
Als Veterinäranatomin (oder -Morphologin?) genieße ich Ihre Artikel zum nutzlosen Wissen besonders - und Anmerkung Nr. 7 beschreibt unser vielleicht gößtes didaktisches Problem auf unnachahmliche Weise: Wo fasse ich vergleichend zusammen, wo brauche ich die speziellen Details ...?
Für diesen terminologischen Purzelbaum braucht man aber unbedingt auch einen passenden Terminus technicus, finde ich ... passt cernulare für Purzelbaum schlagen?
In Erwartung einer wichtigen (!) Ergänzung für die anatomische Nomenklatur
Völliger Humbug ist allenfalls das Erwartungsdenken dieser "Wissenschaftlerin". Dass publizierte Forschungsergebnisse nicht immer fehlerfrei sind, ist klar, das weiß eigentlich jeder. Dennoch würde ich wohl eher keiner Wissenschaftlerin glauben, die ein Buch schreibt, das zum Ziel hat, über die "Geschlechterlüge" aufzuklären. Natürlich hängt auch viel vom sozialen Umfeld und der Erziehung ab, das kann man doch wohl schon zum Allgemeinwissen zählen. Dennoch gibt es natürlich auch geschlechtsabhängige Unterschiede.
Generell sollte man auch wissenschaftliche Publikationen kritisch sehen. Erst recht gilt das aber für solche populärwissenschaftliche Bücher.
Es ist eine Binsenweisheit, dass Alkohol nicht schlauer macht. ;-) Bleibt die offene Frage: Wenn ein durch Alkohol getrübtes Bewusstsein konservative Ansichten fördert, würde dann das Gegenteil, nämlich möglichst nüchternes, klares Bewusstheit auch progressive Ansichten fördern? Oder bestimmt die politische Gesinnung die Wahl der Droge?
Ich glaube nicht, dass die Piraten deshalb progressiver sind, weil dort mehr Marihuana konsumiert wird.
Allerdings auffällig, dass Alkohol immer noch erlaubt und "Friedenspfeifen" verboten sind. Politischer Interessen wegen? Wäre ja nur fair, wenn beides illegal wäre.
Besser noch, wenn uns Drogen sch...egal wären. Geht es irgendwann doch immer weniger um Genuss, als um die Art der "Schmerzbewältigung". Neben der positiven Wirkung auf die Volksgesundheit, würde mit zunehmender Nüchternheit die Politikmüdigkeit und Ideenlosigkeit überwunden werden. Statt illusorisch von quantitativem Wachstum zu träumen, analog zum wachsenden Drogenkonsum und zur Verschuldungsspirale, wäre stattdessen mehr qualitatives Wachstum analog zum steigenden, persönlichen Einsatz denkbar.
Die Autorin der Rezension beklagt unter anderem, dass man den Inhalt des Buches "auf einem Bruchteil des Papiers" hätte unterbringen können. Das stimmt - aber offensichtlich kommt diese Methode an, zumal im angloamerikanischen Raum. Und wird, wie auch in diesem Fall, gerne von deutschen Verlagen aufgegriffen. Themen "rund ums Gehirn" oder alles, was mit "Neuro" beginnt, verkaufen sich schon seit Jahren ganz gut, sind sozusagen en vogue - wenn es denn in der beschriebenen Form, also populärwissenschaftlich präsentiert wird. Und was sich gut verkauft, wird gedruckt, solange der "Run" anhält. Zum Glück gibt es im deutschen Sprachraum einige Autoren / Wissenschaftler, die zwar ein ähnliches "Strickmuster" präferieren, allerdings nicht in dieser epischen Breite (z.B. Manfred Spitzer, Gerald Hüther oder Joachim Bauer) oder erst recht nicht mit dem Hang zur Banalisierung (wie z.B. Gerhard Roth und Wolf Singer). Allen ist allerdings gemein: Ohne anschauliche Beispiele geht es nicht. Und so ist für jeden interessierten Leser etwas dabei - und mit Hilfe derartiger Rezensionen dürfte die eigene Auswahl auch gelingen. Kompliment der Rezensentin.
Es gibt m. E. nach einen Unterschied zwischen Unter- und Unbewussten, den die Rezensentin evtl. übersehen hat, und was meist und jahrzehntelang hobbypsychologisch vermengt wird ... Mit unbewussten Vorgängen meint man die physiologischen, hirnorganisch automatisierten, lebenssichernden Abläufe. Unterbewusstes ist ein psychoanalytischer, später psychologischer Begriff betr. Konfliktbearbeitung, Problemverschiebungen und Ausweichmanövern usw.
Den gleichnamigen Artikel von Professor Stephan Schleim habe ich mit großem Interesse gelesen, deckt er doch darin anhand von klaren Beispielen, wie etwa im Fall des "Hirnjogging" einiges an pseudowissenschaftlichem Unfug auf.
In einem Punkten irrt jedoch Professor Schleim nach meiner Meinung. In seinem "Neuromythos" Nr. 6 ("Neuroforscher haben bewiesen, dass der freie Wille eine Illusion ist") schreibt er zum Thema Determinismus und freier Wille, Zitat:
"Gemäß neuerer philosophischer Entwicklungen im 20. Jahrhundert folgen wieder mehr Fachleute einer so genannten kompatibilistischen Sicht: Nicht ob wir determiniert sind oder nicht, sondern was uns determiniert, ist essenziell (...) Die unlösbare Frage, ob jeder Zustand des Universums eindeutig durch den vorherigen Zustand und die Naturgesetze festgelegt ist, verliert an Bedeutung."
Seit der Formulierung der Unbestimmtheitsrelation durch Werner Heisenberg in den 1920er und 1930er Jahren gibt es in der Tat wachsende Zweifel an der absoluten Determiniertheit der Welt, und die Wissenschaft wird kaum in absehbarer Zukunft diese Frage endgültig klären können. In dem Maße wie der Determinismus als Argument an Bedeutung verliert, wird aber die Kausalität als Ursache von Handlungen durch neue Erkenntnisse in der Genetik und der Psychologie des sozialen Zusammenspiels hingegen noch erhärtet. Heute erkennen wir, dass alle unsere Handlungen durch Vererbung, Umwelteinflüsse und Erfahrungen geprägt werden, die unsere Ziele, unsere Meinungen, ja selbst unser Weltbild bestimmen. Die Frage ist doch, kann der Mensch bei gegebenen Zielen, Kenntnissen und Erfahrungen in irgendeiner Weise anders entscheiden, als er dies ohnehin täte? Subjektiv meinen wir eine Wahl zu haben, doch ist das nicht am Ende nur Illusion?
Das Problem, einen Urbeweger für unsere Entscheidungen zu finden, bleibt: Wir möchten, dass unser freier Wille eine Wahl ohne Regeln ist, eine Wahl, die nicht eingeengt wird durch irgendwelche Gesetzmäßigkeiten. Doch wenn wir unsere Regeln aufgeben, wodurch sollen wir diese dann ersetzen? Vielleicht durch den Zufall von Quantenfluktuationen - wäre das besser oder gar wünschenswerter?
Das Problem mit der geistigen Freiheit ist, dass wir immer so wählen, wie es uns unsere Ziele und Begehren vorschreiben. Harry Frankfurt, Philosophieprofessor in Princeton sagt, dass dazu Gedanken zweiter Ordnung wichtig sind. Solche Gedanken hat man dann, wenn man will, dass ein Begehren zum Wunsch wird. Die Umsetzung dieses Wunsches sei die Handlung die unseren freien Willen belegt. Jedoch wird dadurch das Problem der freien Entscheidung lediglich ins Unterbewusste verschoben, dorthin wo wir keinen Einfluss mehr auf die Wahl haben.
Warum ist es für uns wichtig, einen freien Willen zu haben? Wenn wir durch unsere Gefühle und Ansichten zu Entscheidungen getrieben werden, entspricht das nicht genau unserem Wunsch? Nehmen wir an, wir wüssten sehr genau über unsere Werte und Ansichten Bescheid. Dann wäre es doch in unserem eigenen Interesse, wenn unsere Entscheidungen stets durch unsere Bedürfnisse bestimmt wären. Müssen wir nicht sogar hoffen, dass es so ist, weil unsere Entscheidungen sonst bloße Akte der Willkür wären?
Die Kausalität unseres Denkens ist also ebenso schwer anzuzweifeln, wie sie zu beweisen ist. Die Tatsache bleibt: Wir legen uns so fest wie wir entscheiden, und nicht anders. Das Problem des freien Willens ist doch, obwohl wir uns gegenseitig so behandeln, als wären wir in unseren Entscheidungen frei, haben wir in Wirklichkeit keine echte Alternative zur Vorstellung, dass unser Verhalten durch ein verinnerlichtes Regelwerk von Psychologie und Genetik gesteuert wird. Was bleibt davon noch übrig als die bloße Illusion eines freien Willens?
Nein, an der Rezension gibt es nichts zu bemängeln. Eher fehlt mir etwas. Und zwar der Hinweis auf ein Buchformat, das sich nicht entscheiden kann, ob es ein Hardcover sein möchte oder doch eher ein Taschenbuch. Das könnte man ja noch hinnehmen. Aber schon der erste Blick ins Buch lässt einen grausen - zumindest diejenigen, deren Sehkraft altersbedingt schon ein wenig schwächelt. Eine Schrift im "Lupen erforderlich machenden" Format. Die Abbildungen entsprechend. Was will uns der Verlag damit sagen? Vielleicht: Kauft euch gleich die elektronische Version! Wie auch immer. Es ist mehr als ärgerlich. Zumal wenn man das Buch "Das Gehirn" von Rita Carter kennt: im Format groß, auch im Inhalt (sehr gute, verständliche Abbildungen; ein Lese- und Augengenuss zugleich).
Dem immer wieder mit Recht empfohlenen Gehirnjogging/Gedächtnistraining/Hirnleistungstraining widme ich mich mit meinen Anekdotenbüchern auf heitere Art. Näheres unter google: Manfred Stock Anekdoten
Der Artikel ist selbstverständlich an den "gesunden" Mitmenschen gerichtet. Aber dass der nicht so gesund ist, wie es den Anschein hat, sieht man ganz deutlich, da diese bewusst die Realität ausblenden, um in ihrer eingebildeten, paradisischen Traumwelt weiterzuleben.
BIIDs passen da nicht ins Bild und werden wie alles ungesunde aus der Gesellschaft ausgestoßen. Das ist nur die Spitze des Eisberges, es gibt andere Minderheiten, die wohl seelisch noch wesentlich stärker in dieser Gesellschaft leiden. Leiden, das sogar gesellschaftlich erwünscht ist!
Diese verlogene, schizophrene Mobbinggesellschaft, in der sich jeder selbst der nächste ist, prangere ich an!
An dieser Rezension ist grundsätzlich nichts auszusetzen - bis auf eine Kleinigkeit, aber eine wesentliche. Sozusagen im Nachklang der positiven Beschreibung des Buches "Der König aller Krankheiten" erwähnt der Rezensent, dass der Autor die Leistungen von Wissenschaftlern außerhalb der USA nur am Rande erwähnt habe. Woran mag das liegen? Am Umfang der Informationen, am eigenen Forschungsschwerpunkt, vielleicht sogar an nationaler Überheblichkeit. Letzteres scheidet höchstwahrscheinlich aus, denn Mukherjee ist Inder. Und er ist offensichtlich Wissenschaftler genug, diesem Aspekt keine Bedeutung zuzumessen. Bleiben die beiden anderen Gründe: Informationsflut und Schwerpunkt der eigenen Forschung. Wenn man nicht gerade Wissenschaftshistoriker ist, steht naturgemäß jede Veröffentlichung im Fokus der eigenen Forschung. Denn aus diesem Wissensfundus heraus lässt sich am ehesten (zumindest) stichhaltig argumentieren. Geschult durch Studium und Praxis bilden sich automatisch "Vorlieben" heraus, die sich in jeglicher Arbeit niederschlägt (kurz: man brennt für eine Sache). Das ist der Funktionsweise des Gehirns geschuldet. Und es tut jedem Buch gut, wenn man nicht zwanghaft versucht, in möglicherweise fremdes Terrain abzurutschen. In der Begrenzung/ Beschränkung (im Sinne eines wissenschaftlichen Artikels/ Buches) liegt (heute) die Kunst des Autors/ Wissenschaftlers. Und wenn Mukherjee sich diesem Erfordernis beugt, so könnte man schlussfolgern, ist dies eher ein Zeichen dafür, dass in der übrigen Forschungslandschaft eben nicht die entscheidenden Schritte gemacht wurden oder werden - oder jedenfalls nicht eine wesentliche Bedeutung für die eigene Arbeit erlangt haben.
Sowohl Ewald wie auch Engmann gehen von einem systematischen Fehler aus, indem sie Nahtod-Erfahrungen nur einseitig als mögliches Sterbeerlebnis betrachten. Der Begriff "Nahtod-Erfahrung" (NTEs) wurde von dem US-Arzt Dr. Moody mit dem Buch "Leben nach dem Tod" einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Allerdings gibt es bis heute keinerlei wissenschaftliche Definition dafür. Moody suggeriert(!!!), dass es sich dabei um mögliche Sterbeerlebnisse handeln könne - aber behauptet hat er dergleichen NIE. Er weist zudem (Kapitel 6: Eindrücke) ausdrücklich darauf hin, dass seine Studie keine(!) wissenschaftliche Arbeit sei - und er betont ausdrücklich, dass er NICHT in dem Wahn befangen sei, er hätte ein Leben nach dem Tod bewiesen. Und das ist ein wissenschaftliches Problem: Die Idee "Nahtod-Erlebnis" als Sterbeerfahrung oder Reaktion aus Angst vor dem Tod zu untersuchen, baut auf keiner einzigen begründeten Grundannahme, Theorie, Hypothese auf.
Die Annahme, dass es sich dabei um Stebeerlebnisse handeln könne, wird von Moody bereits im Buch selbst widerlegt, z.B. im Kapitel "Die Rückkehr": Ein LKW-Fahrer hatte bei einem Unfall eine NTE, aber dieser Unfall lief so schnell ab (gefühlt: Bruchteil einer Sekunde, steht im Buch), dass sich kein Sauerstoffmangel entwickeln konnte - außerdem blieb er völlig unverletzt, wie ausdrücklich betont wird; d.h. er war lebendig und bei bester Gesundheit.
Es gibt im Buch auch Beispiele wo betont wird, dass man zeitgleich zur NTE die Umgebung deutlich wahrnehmen (z.B. sehen) konnte - d.h. die Sinne arbeiteten, der Mensch war bei Bewusstsein und wahrnehmungsfähig.
Und dies ist der systematische Fehler der gesamten Nahtod-"Forschung" seit 1975: Es wurde dabei immer nur einseitig nach Sterbereaktionen, Stressreaktionen oder Hirnschäden gesucht - die Annahme, dass die Menschen bei einem solchen Erlebnis geistig völlig normal reagierten und geistig gesund waren, wurde nie untersucht! Wissenschaftler sollten erst ALLE möglichen Erklärungsmodelle analysieren, bevor sie sich auf eines fest legen.
Ein bisschen schwanger gibt es nicht - genau so ist es mit dem Sterben: Ein gesunder/kranker Mensch ist lebendig, nach dem Tod ist man eine Leiche. Andere Definitionen sind fragwürdig. Denn wenn man das Absterben von Gehirnzellen als Sterbeprozess betrachtet - wie tot ist dann ein Komapatient oder ein Mensch, dem Teile des Gehirns entfernt wurden?
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Stereotype
20.05.2012, C. N.Viel Spaß dabei!
Pflege von Alzheimerpatienten
18.05.2012, Otger WeigelGilt das z.B. für das Pflegepersonal in Pflegeeinrichtungen für Alzheimerpatienten oder nur für pflegende Angehörige, die ggf. genetisch vorbelastet sind oder auch durch den besonderen Stress, als Angehörige ihr Risiko erhöhen?
Terminologischer Purzelbaum
18.05.2012, Ruth HirschbergFür diesen terminologischen Purzelbaum braucht man aber unbedingt auch einen passenden Terminus technicus, finde ich ... passt cernulare für Purzelbaum schlagen?
In Erwartung einer wichtigen (!) Ergänzung für die anatomische Nomenklatur
verbleibe ich mit Begeisterung und besten Grüßen
Völliger Humbug?
16.05.2012, OliverGenerell sollte man auch wissenschaftliche Publikationen kritisch sehen. Erst recht gilt das aber für solche populärwissenschaftliche Bücher.
Cheers
14.05.2012, Ingo D.Ich glaube nicht, dass die Piraten deshalb progressiver sind, weil dort mehr Marihuana konsumiert wird.
Allerdings auffällig, dass Alkohol immer noch erlaubt und "Friedenspfeifen" verboten sind. Politischer Interessen wegen? Wäre ja nur fair, wenn beides illegal wäre.
Besser noch, wenn uns Drogen sch...egal wären. Geht es irgendwann doch immer weniger um Genuss, als um die Art der "Schmerzbewältigung". Neben der positiven Wirkung auf die Volksgesundheit, würde mit zunehmender Nüchternheit die Politikmüdigkeit und Ideenlosigkeit überwunden werden. Statt illusorisch von quantitativem Wachstum zu träumen, analog zum wachsenden Drogenkonsum und zur Verschuldungsspirale, wäre stattdessen mehr qualitatives Wachstum analog zum steigenden, persönlichen Einsatz denkbar.
Nicht erst seit gestern bekannt
14.05.2012, Hubertus FeldmannUnterschied zwischen Un- und Unterbewussten
13.05.2012, BayerDanke Ihnen
10.05.2012, ZinebDer Freie Wille doch eine Illusion?
06.05.2012, Michael H. GreveIn einem Punkten irrt jedoch Professor Schleim nach meiner Meinung. In seinem "Neuromythos" Nr. 6 ("Neuroforscher haben bewiesen, dass der freie Wille eine Illusion ist") schreibt er zum Thema Determinismus und freier Wille, Zitat:
"Gemäß neuerer philosophischer Entwicklungen im 20. Jahrhundert folgen wieder mehr Fachleute einer so genannten kompatibilistischen Sicht: Nicht ob wir determiniert sind oder nicht, sondern was uns determiniert, ist essenziell (...) Die unlösbare Frage, ob jeder Zustand des Universums eindeutig durch den vorherigen Zustand und die Naturgesetze festgelegt ist, verliert an Bedeutung."
Seit der Formulierung der Unbestimmtheitsrelation durch Werner Heisenberg in den 1920er und 1930er Jahren gibt es in der Tat wachsende Zweifel an der absoluten Determiniertheit der Welt, und die Wissenschaft wird kaum in absehbarer Zukunft diese Frage endgültig klären können. In dem Maße wie der Determinismus als Argument an Bedeutung verliert, wird aber die Kausalität als Ursache von Handlungen durch neue Erkenntnisse in der Genetik und der Psychologie des sozialen Zusammenspiels hingegen noch erhärtet. Heute erkennen wir, dass alle unsere Handlungen durch Vererbung, Umwelteinflüsse und Erfahrungen geprägt werden, die unsere Ziele, unsere Meinungen, ja selbst unser Weltbild bestimmen. Die Frage ist doch, kann der Mensch bei gegebenen Zielen, Kenntnissen und Erfahrungen in irgendeiner Weise anders entscheiden, als er dies ohnehin täte? Subjektiv meinen wir eine Wahl zu haben, doch ist das nicht am Ende nur Illusion?
Das Problem, einen Urbeweger für unsere Entscheidungen zu finden, bleibt: Wir möchten, dass unser freier Wille eine Wahl ohne Regeln ist, eine Wahl, die nicht eingeengt wird durch irgendwelche Gesetzmäßigkeiten. Doch wenn wir unsere Regeln aufgeben, wodurch sollen wir diese dann ersetzen? Vielleicht durch den Zufall von Quantenfluktuationen - wäre das besser oder gar wünschenswerter?
Das Problem mit der geistigen Freiheit ist, dass wir immer so wählen, wie es uns unsere Ziele und Begehren vorschreiben. Harry Frankfurt, Philosophieprofessor in Princeton sagt, dass dazu Gedanken zweiter Ordnung wichtig sind. Solche Gedanken hat man dann, wenn man will, dass ein Begehren zum Wunsch wird. Die Umsetzung dieses Wunsches sei die Handlung die unseren freien Willen belegt. Jedoch wird dadurch das Problem der freien Entscheidung lediglich ins Unterbewusste verschoben, dorthin wo wir keinen Einfluss mehr auf die Wahl haben.
Warum ist es für uns wichtig, einen freien Willen zu haben? Wenn wir durch unsere Gefühle und Ansichten zu Entscheidungen getrieben werden, entspricht das nicht genau unserem Wunsch? Nehmen wir an, wir wüssten sehr genau über unsere Werte und Ansichten Bescheid. Dann wäre es doch in unserem eigenen Interesse, wenn unsere Entscheidungen stets durch unsere Bedürfnisse bestimmt wären. Müssen wir nicht sogar hoffen, dass es so ist, weil unsere Entscheidungen sonst bloße Akte der Willkür wären?
Die Kausalität unseres Denkens ist also ebenso schwer anzuzweifeln, wie sie zu beweisen ist. Die Tatsache bleibt: Wir legen uns so fest wie wir entscheiden, und nicht anders. Das Problem des freien Willens ist doch, obwohl wir uns gegenseitig so behandeln, als wären wir in unseren Entscheidungen frei, haben wir in Wirklichkeit keine echte Alternative zur Vorstellung, dass unser Verhalten durch ein verinnerlichtes Regelwerk von Psychologie und Genetik gesteuert wird. Was bleibt davon noch übrig als die bloße Illusion eines freien Willens?
Warum so winzig?
06.05.2012, Hubertus FeldmannLSD als Möglichkeit?… Genau!
04.05.2012, MilchbartGehirnjogging / Gedächtnistraining auf heitere Art
04.05.2012, Manfred StockGesund ist nicht gleich Gesund - Doppelmoral und Unehrlichkeit ist das Gesellschaftsproblem Nr. 1
29.04.2012, Andreas B.BIIDs passen da nicht ins Bild und werden wie alles ungesunde aus der Gesellschaft ausgestoßen. Das ist nur die Spitze des Eisberges, es gibt andere Minderheiten, die wohl seelisch noch wesentlich stärker in dieser Gesellschaft leiden. Leiden, das sogar gesellschaftlich erwünscht ist!
Diese verlogene, schizophrene Mobbinggesellschaft, in der sich jeder selbst der nächste ist, prangere ich an!
Was kann man von einem Autor erwarten?
29.04.2012, Hubertus FeldmannSystematischer Fehler
22.04.2012, Kinseher RichardDie Annahme, dass es sich dabei um Stebeerlebnisse handeln könne, wird von Moody bereits im Buch selbst widerlegt, z.B. im Kapitel "Die Rückkehr": Ein LKW-Fahrer hatte bei einem Unfall eine NTE, aber dieser Unfall lief so schnell ab (gefühlt: Bruchteil einer Sekunde, steht im Buch), dass sich kein Sauerstoffmangel entwickeln konnte - außerdem blieb er völlig unverletzt, wie ausdrücklich betont wird; d.h. er war lebendig und bei bester Gesundheit.
Es gibt im Buch auch Beispiele wo betont wird, dass man zeitgleich zur NTE die Umgebung deutlich wahrnehmen (z.B. sehen) konnte - d.h. die Sinne arbeiteten, der Mensch war bei Bewusstsein und wahrnehmungsfähig.
Und dies ist der systematische Fehler der gesamten Nahtod-"Forschung" seit 1975: Es wurde dabei immer nur einseitig nach Sterbereaktionen, Stressreaktionen oder Hirnschäden gesucht - die Annahme, dass die Menschen bei einem solchen Erlebnis geistig völlig normal reagierten und geistig gesund waren, wurde nie untersucht! Wissenschaftler sollten erst ALLE möglichen Erklärungsmodelle analysieren, bevor sie sich auf eines fest legen.
Ein bisschen schwanger gibt es nicht - genau so ist es mit dem Sterben: Ein gesunder/kranker Mensch ist lebendig, nach dem Tod ist man eine Leiche. Andere Definitionen sind fragwürdig. Denn wenn man das Absterben von Gehirnzellen als Sterbeprozess betrachtet - wie tot ist dann ein Komapatient oder ein Mensch, dem Teile des Gehirns entfernt wurden?