Lesermeinung - Gehirn&Geist

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Definition

    23.02.2017, Regentänzer
    Was ist denn eine Verschwörung?

    Eine Verschwörung ist, wenn mindestens zwei Menschen andere Interessen verfolgen, als sie nach außen kommunizieren.
    Zwei Buben wollen einen Dritten nicht beim Spielen dabei haben und gaukeln ihm Hausaufgabenstress vor. Das ist schon eine Verschwörung.

    Je höher die Autoritäten, die sich zusammen schließen, um eigene Interessen zu verfolgen desto größer die Auswirkungen. Unternehmens-Bosse und Politiker, die eigene Interessen verfolgen, anstatt die der Menschen, Mitarbeiter oder des Volkes, das ist gruselig. Ergo sind Verschwörungstheorien sowas wie moderne Gruselgeschichten. Dracula und Frankenstein haben ausgedient, das lockt keinen Hund mehr hinter dem Ofen vor.

    Wieviel Wahrheit darin stecken kann ist unmöglich heraus zu finden, denn es gibt immer nur Indizien, nie Beweise. Als Verschwörungstheoretiker bezeichnet man Menschen, die die ein oder andere Idee jenseits der allgemeinen Meinung für evtl. glaubwürdig halten. Der Begriff dient dazu zu diffamieren und Glaubwürdigkeit zu nehmen, völlig egal ob Otto-Normalbürger oder etablierter Journalist. In Kombination mit dem neuen Schlagwort "Fake-News" lässt sich so fast jeder Mundtot machen, dessen Meinung nicht dem Mainstream entspricht.

    Als Beispiele, wie bescheuert Verschwörungstheorien sind, dienen immer wieder die wirklich bescheuertsten Ideen. Zusätzlich wird uns immer wieder klar gemacht, wie doof wir wären, würden wir sowas glauben. In diesem Artikel sind alle, die das Thema interessiert schlichtweg sozial inkompetent oder eben Aussenseiter.

    Äh...? Ja. Systemgegner waren schon immer Aussenseiter. Che Guevara, Snowden, Assange, Alex Jones, William Wallace (Braveheart), Charlie Sheen, Robin Hood...

    Nur heutzutage wird jeder Kritiker sofort in eine Schublade gesteckt. Es geht gar nicht mehr um Verschwörungstheorien, aber man entwertet einfach mal die Meinung des ein oder anderen Kritikers indem man ihn Verschwörungstheoretiker nennt.

    Also vergesst Chemtrails, Alienbasen und BigFoot. Konzentriert euch darauf, was Poltiker vielleicht wirklich wollen. Was sie tun und warum sie es tun. Was wirklich dahinter stecken könnte, wenn etwas geschieht. Bleibt skeptisch. Bleibt auch skeptisch gegenüber den Skeptikern, denn auch die könnten eigene Interessen verfolgen, z.B. viele Besucher auf irgendeiner Verschwörungsseite und somit höhere Einnahmen.
  • Ausgeschlossenheit verstärkt Verschwörungsmentalität

    23.02.2017, Gerald Pasiciel
    Genau Angela Franke.
    Das wollte ich eigentlich schreiben - danke.

    Da wird die ganze Thematik auf Echsenmenschen und Chemtrails reduziert.
    Hier sollen doch nur arrogante Vorurteile bestaetigt werden.
    (1. Verschwoerungstheorien sind immer und grundsaetzlich falsch - und
    2. mein Gott sind diese Leute bloed... )
    Und das soll dann eine kompetente wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem komplexen Thema sein? - Ist das jetzt ernsthafte
    Wissenschaft? - ich bin entsetzt.
  • Nun, die Ausgeschlossenen

    22.02.2017, Angela Franke
    wurden ja tatsächlich Opfer einer "Verschwörung", nämlich der der Wissenschaftler.
    Diese ganze Verschwörungstheorie-Forscherei tut ja so, als gebe es keine Verschwörungen, geheimen Absprachen und informelle Übereinstimmungen, die durchaus auch mal große Menschenmengen für entbehrlich halten, wenn es politisch opportun scheint.
    Verschwörungstheoretiker ist heutzutage ein Kampfbegriff, der vor allem Kritiker der offiziellen "Wahrheiten" stigmatisieren soll.
  • Toxoplasmose

    21.02.2017, Heinrich Sauer
    IMHO sollte bei jeder Studie über Katzen(tier)halter ebenfalls der Durchseuchungsgrad der jeweiligen Bevölkerungsgruppe mit 'stiller' Toxoplamose erhoben werden (bezogen auf Erwachsene, die scheinbar symptomfrei sind).
    Obwohl über Toxoplasmose schon hier berichtet wurde, fehlt im Linkverzeichnis ein Verweis darauf.
  • Inklusion

    21.02.2017, Peter
    Der Inhalt dieses Artikels deckt sich mit meiner Lebenserfahrung, ich habe mal bei YouTube mit Verschwörungstheoretikern diskutiert.

    Die Verschwörungstheoretiker haben bei YouTube lautstark vor Chemtrails gewarnt, ihre Ausführungen immer mit vielen Ausrufezeichen versehen, was darauf hindeutet dass sie einfach nur gehört werden wollten, was wiederum bedeutet dass sie sich ausgeschlossen bzw nicht gesehen/gehört fühlen.

    Ich habe Ihnen schlussendlich den Tipp gegeben, sich einfach mal Freunde zu suchen und zwar Freunde in anderen sozialen Gemeinschaften (z.B Sport).
    Im gemeinsamen Austausch relativieren sich schnell irrige Überzeugungen und Theorien, gerade wenn die Verbindung auch einen emotionalen Bezug hat.
  • Wenn Journalisten auch Fachleute wären,

    18.02.2017, P. Schulz
    oder zumindest soweit allgemeingebildet, dass sie die Quintessenz des von ihnen referierten Fachartikels herauslesen könnten, dann könnten sie dies auch dem geneigten Leser in noch verständlicherer Form darbieten.
    Womöglich würde dann @Theo Valentin auch den letzten Abschnitt des Artikels verstehen, und selber merken, dass seine Replik
    "Die naheliegende Erklärung völlig auszublenden wirft ein hübsches Schlaglicht auf den Zustand der Sozialwissenschaften. Fakten werden stets so zu interpretiert, dass sie ideologisch motivierte Paradigmen stützen." ziemlich weit daneben ist.
    Das dann auch noch u.a. auf marxistische Geschichtswissenschaft zu schieben, zeigt wes Geistes Kind sein Beitrag ist.
  • Purer Zufall

    18.02.2017, Detlef Kroll
    Das Ergebnis deutet darauf hin, das beide Studien Unsinn oder rein zufällig sind.
  • Re: "vor allem sozial bedingt"

    17.02.2017, Wizzy
    Ich tendierte unwillkürlich zu Zustimmung, doch ein zweiter Blick belehrte mich eines Besseren. Das Ergebnis aller verfügbaren großen Adoptionsstudien lautet genau umgekehrt zu dem was Sie behaupten: Es wird zwar eine leichte Korrelation zu den biologischen Eltern gefunden (Korrelationskoeffizient um 0,25), die Intelligenz von Kindern hängt aber stärker von der ihrer Adoptiveltern (0,4) und sonstigen insbesondere sozialen Umgebungsbedingungen (0,3 für soziale Bedingungen allein) ab.
    Ich stimme Ihnen natürlich zu dass Intelligenz einen erblichen Anteil haben muss, das ergibt sich zwingend aus der Biologie. Menschen scheinen aber bezüglich Veranlagung zur Intelligenz genetisch sehr ähnlich zu sein (insgesamt sind wir uns genetisch ja auch untereinander viel ähnlicher als die allermeisten Tierarten, was auf einen genetischen Flaschenhals bzw. ein Fast-Aussterben in unserer Artgeschichte zurückgeführt wird), sonst würden soziale Faktoren in Zwillings- und Adoptionsstudien nicht derart ungewöhnlich hoch korrelieren.
  • "in der Szene kritisch gesehen" - 50 Shades ist Missbrauch, nicht BDSM!

    16.02.2017, Anders
    Viele aus "der Szene", mit denen ich über dieses Machwerk und seinen erstaunlichen Erfolg gesprochen habe, stimmen mir in ihrer Ablehnung desselben zu. Nicht, weil das im Buch beschriebene Verhalten gegen den Kodex "safe, sane, consensual" verstößt, sondern weil es schlicht und ergreifend ein _Missbrauchsverhältnis_ beschreibt. Ein psychisch kranker Mensch manipuliert einen anderen psychisch kranken Menschen und missbraucht ihn. Und weil A stinkreich ist, finden viele das erotisch. Großartig!

    Tatsächlich mögen die beschriebenen Praktiken BDSM darstellen _sollen_ - damit zu tun haben sie jedoch rein garnichts. Das mal wieder aufgewärmte Klischee, BDSM hätte irgendwas mit psychischen Problemen zu tun, ist vor diesem Hintergrund eigentlich nur noch eine lästige Lappalie.
  • "vor allem sozial bedingt"

    15.02.2017, Theo Valentin
    Die naheliegende Erklärung völlig auszublenden wirft ein hübsches Schlaglicht auf den Zustand der Sozialwissenschaften. Fakten werden stets so zu interpretiert, dass sie ideologisch motivierte Paradigmen stützen.

    Zwillings- und Adpotionsstudien haben die Frage der Vererbung von Intelligenz weitgehend geklärt. Objektiv lautet die mit Abstand plausibelste Theorie: das intellektuelle Potenzial wird weitestgehend vererbt - die Umwelt, vor allem das Elternhaus, können anschließend verhindern, dass dieses Potenzial ausgeschöpft wird.

    Ausgehend von dieser Annahme erklären sich zwanglos die Ergebnisse der Studie. "Spätgebärend" war früher ein Indiz für "kinderreich". Heute hingegen ist es ein erstklassiger Indikator für: Akademikerin mit Ehrgeiz (lange Ausbildung, danach erst mal Fuß fassen im Beruf). Der IQ solcher Frauen dürfte über dem Durchschnitt liegen; außerdem wählen sie Partner, die ihnen mindestens ebenbürtig sind.

    Wir haben also überdurchschnittlich intelligente und gebildete Eltern. Deren Kinder sind überdurchschnittlich intelligent? Echt jetzt?

    Was der Teufel für den Kreationisten, das ist der Evolutionsbiologe für das Gros der Sozialwissenschaftler. Gender Studies, Matriarchatsforschung, marxistische Geschichtswissenschaft... sie alle sind nur die auffälligsten Blüten dieser Pflanze. "Postfaktisch" mag eine Erfindung der Rechten sein, "aktifaktisch" ist verlässlich eine der Linken.

  • Danke

    13.02.2017, Anna-Lena Münch
    Vielen Dank für diesen Artikel. Auch ich habe eine Odyssee hinter mir, bis ich endlich die richtige Diagnose erhalten habe. Der Artikel hat mir geholfen, mich selbst und meinen Zustand noch ein bisschen besser zu verstehen. Vor allem aber werde ich ihn meiner Familie und meinen Freunden zu lesen geben, da er viele ihrer Fragen beantwortet.
  • ".. die Wahrheit höchstpersönlich.." (Juli Zeh)

    11.02.2017, Gabriele Wegge
    Sehr geehrter Herr von Hirschhausen,

    Ihre Worte und Gedankenanstöße tun richtig gut in diesem "postfaktischen" Zeitalter. Ein Zitat der Autorin Juli Zeh fällt mir dazu ein: "Nicht einmal die Wahrheit höchstpersönlich ist so überzeugend wie ein gut zementiertes Vorurteil." Dank ihrer Ausführungen ahne ich, warum das so ist. - "Was ist Wahrheit?" - in dem Sinne: Gibt es überhaupt so etwas wie eine Wahrheit? - fragte einst auch der Politiker Pontius Pilatus. Die Antwort auf seine Frage interessierte ihn aber nicht sonderlich. Denn er sprach's, dann drehte er sich um und verurteilte einen außergewöhnlichen Menschen und großartigen Lehrer zu Tode. So kann es gehen...

    Es grüßt Sie herzlich
    Gabriele Wegge

  • Danke & Anmerkungen

    10.02.2017, Rhoda
    Vielen Dank für diesen informativen Artikel, besonders auch für die Erwähnung, dass Sadomasochismus zwar (noch) im ICD-10 aufgeführt ist, jedoch nur bei Leuten diagnostiziert werden soll, die wirklich Probleme deswegen haben. Außerdem freut mich, bei der Erwähnung von 50 Shades of Grey die Bemerkung, dass Buch und Film in der BDSM-Szene mindestens sehr kritisch gesehen werden, da beide eben gerade nicht "safe, save and consensual" sind.

    Einige kleine Anmerkungen habe ich allerdings.
    Zum Thema Sicherheit:
    "Peitschenhiebe und Schnitte können bleibende Narben hinterlassen, schlecht durchgeführte Fesselungen bergen das Risiko von Quetschungen oder Nervenschädigungen. Spiele mit Atemkontrolle können im schlimmsten Fall sogar tödlich enden."
    Leider können alle diese Dinge tödlich enden, selbst vermeintlich harmlose Hiebe mit der Peitsche oder den wesentlich häufiger benutzten Gerten (wesentlich treffsicherer und "sanfter"), wenn man die Nierengegend ungünstig trifft. Deshalb sollte man in jedem Fall vorher recherchieren, wie man was am sichersten durchführt.
    Atemkontrolle, egal in welcher Form, egal wie sie angewendet wird, ist nie nie nie sicher und kann immer tödlich verlaufen! Das wird die wenigsten davon abhalten damit zu spielen, aber man sollte sich dessen bewusst sein. Ein älterer, aber noch immer aktueller Artikel dazu findet sich hier: http://www.evilmonk.org/a/breath.cfm
    Es gibt neben SSC (save, sane, consensual) auch RACK (risk aware consensual kink = "sicherheitsbewusstes einvernehmliches BDSM"), das mehr davon ausgeht, dass, wenn man schon ein gewisses Risiko nicht ausschließen will, zumindest alle Beteiligten über die potentielle Gefahr informiert sein sollten und sie, falls gewünscht, reduzieren können.

    Zum Thema Safeword:
    Das Safeword ist nicht nur für den Sub, sondern auch für Doms oder welche Rollen sonst noch beteiligt sind.
    "Ich spiele allerdings nur mit Leuten, bei denen ich keine Safeword benutzen muss." - Dem stimme ich zu, denn das Safeword ist in der Regel für Notfälle und nicht der normale Ausgang einer Spielsituation. Trotzdem sollte man eines haben, damit alle im Notfall schnell richtig reagieren können. Und Notfälle können alles sein von "das tut jetzt aber doch zu doll weh" über "ich komme nicht damit klar, dass du anfängst zu weinen, weil ich dich fessele" zu "das Haus brennt!" und noch vielem mehr, womit niemand rechnet.
    Alternativ zum individuell vereinbarten Safeword gibt es auch das eigentlich überall (in BDSM-Kreisen) bekannte und verwendete Safeword "Mayday".

    Thema Kerzenwachs:
    Beim Tröpfeln von Kerzenwachs auf die Haut, sollte man auch noch auf etwas anderes achten: keine Bienenwachskerzen zu verwenden (deren Wachs erhitzt sich stärker) und aus größerer Höhe anfangen, damit das Wachs im Fallen stärker abkühlen kann, und die Kerze langsam absenken bis eine "angenehme" Höhe gefunden ist. ;)
  • Bilder

    09.02.2017, Alex Schuster
    Hmm. Interessant finde ich die Studie von 2013, und dass das überhaupt funktioniert. Ansonsten habe ich beim ähnlichen Thema "sublime Werbung" immer nur gehört, es würde gerade nicht funktionieren.
    Dass die Angstgefühle schlimmer sind, wenn man den Reiz bewusst wahrnimmt, scheint mir jetzt nicht so überraschend zu sein.

    Nun ist so ein Artikel ja gerade für Arachnophobiker interessant - muss denn dann unbedingt immer auch ein Bild von einer Spinne im Artikel sein?
  • Das Blatt Namens-Spektrum !

    08.02.2017, Prehn, Klaus
    Ich bin als Prof. vor einem Jahr auf Spektrum gestossen und habe sehr viel mehr und fundierteres Wissen über Wissen-Geist/Hirn erfahren dürfen.Danke
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