Lesermeinung - Gehirn&Geist

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  • Fazit und Erklärung: "Negative Etiketten tendieren dazu, sich zu bewahrheiten"!?

    25.07.2017, Werner
    Als Fazit und Erklärung für diese Stereotype wird angeführt, dass negative Etiketten dazu tendieren, sich zu bewahrheiten. Dass Stereotype oftmals aber nicht Ursache sind, sondern sich durch Beobachtung und Erfahrung vieler begründen, ist dem Autor wohl gänzlich entfallen!

    Ein Stereotyp eines Afroamerikaners ist groß. Ein ähnliches aber eher negativ konnotiertes Vorurteil für Asiaten wäre vermutlich klein. Wenn man sich die Durchschnittsgrößen dieser verschiedenen Bevölkerungsgruppen anguckt, ist dies ein Fakt - also quasi ein wahres Vorurteil. Sind die Asiaten nun nur geschrumpft weil das Vorurteil sie seien klein existiert!?
  • Im Westen nichts Neues

    25.07.2017, WolfgangL.
    Ich habe in meiner Schulzeit "sexualisierte Gewalt" erlebt und auch ausgeübt. Das nannte man damals noch fummeln oder befummelt werden und ging nicht selten auch von Mädchen aus.
    Und in meiner Kindheit/Jugend war das Ziel nicht andere zu unterdrücken und Macht auszuüben, sondern die eigene Neugierde auf Sexualität zu befriedigen.

    Verbale Sexualität hatte auch nicht das Ziel jemanden zu demütigen sondern auf extrem unbeholfene Art jemandem zu vermitteln, dass man sich für diesen interessiert. Aber wie immer kommt das bei der einen Person nur als lästig an und bei der nächsten als Bedrohung.

    (So wie auch in einer Disco zwischen Erwachsenen der identische Balzversuch des einen als Belästigung empfunden werden kann und von dem Nächsten als betörend.)

    Und meiner Erfahrung nach ist dies nichts was mit Pornografie zu tun hat, sondern mit der (aus meiner Sicht gesunden) Neugierde von Kindern und Jugendlichen. Denn ich und meine Klassenkameraden und -kameradinnen kannten Pornografie noch nicht (bis auf ganz wenige Ausnahmen).
    Diese Neugierde kann übers zivilisierte Ziel hinausschießen und kann auch in Extreme ausarten. Aber Jugendliche sollen in der Schule auch Zivilisation lernen und nicht schon ab der zweiten Klasse in Perfektion beherrschen. So lange keine Vergewaltigung statt findet halte ich das meiste was hier als "sexueller Missbrauch" bewertet wird für harmlos.
  • Sexuelle Gewalt in den Schulen

    23.07.2017, Asuki
    Ist doch nichts neues. Alles hier geschilderte gab es bei uns an den Schulen in den fünfzigern und sechzigern Jahren auch. Allerdings ohne Gewalt. Und wir hatten weder Computer/Internet noch TV wo uns 24 Stunden an 7 Tagen der Woche vorgeführt wurde was "Geil" ist.
  • Sexistisch? Rassistisch?

    22.07.2017, Wolfram Obermanns
    - "Letztlich lässt sich die Grenze, was sexualisierte Gewalt ist, nur aus der Perspektive der betroffenen Person heraus definieren", erläutert Ludwig Stecher.
    Annäherungsversuche von Migranten und sozial niedriger verorteten werden eher als übergriffig empfunden und angezeigt. Will Stecher Sozialchauvinismus und Rassismus als Norm etablieren, doch wohl kaum.

    - "Bei mehr als einem Drittel der Jungen wurde das Familienklima als dysfunktional eingestuft"
    Wie kann es sein, daß gleiches nicht für Mädchen gilt? Werden die Probleme der Mädchen vernachlässigt und ausgeblendet?

    In den Studien scheint jeweils ein übler Bias zu stecken, der letztlich nur dazu führt segregierende, repressive gesellschaftliche Strukturen zu verfestigen. Diese Ansätze können nur ein Anfang sein, sich mit den Herausforderungen einer staatlich organisierten Komplettbetreuung auseinander zu setzen.
  • Von Mücken und Elefanten

    22.07.2017, tdhaller
    "Manche Grenzverletzungen passieren, weil die Jugendlichen sexuell unwissend sind, weil sie die Grenzen anderer nicht einschätzen können oder weil Signale falsch gedeutet werden"

    Und genau deshalb ist es Nonsens, das als "sexualisierte Gewalt" oder "Missbrauch" zu deklarieren. Im Übrigen schließe ich mich der Vorrednerin Lisa an.
  • Sexualisierte Gewalt als Hierarchie und Machtverhältnis

    22.07.2017, Beate Winzer
    Sexuelle Gewalt bei Jugendlichen ist meist der Spiegel dessen, was sie im Umwelt und Elternhaus erleben. Sexualisierte Gewalt unter Jugendlichen ist ein Machtkampf, zu testen, wie weit die Grenzen sind, wer wen bedrängen kann und wann zurückgeschlagen wird. Natürlich hat das auch damit zu tun, dass Jugendliche noch keine Vorstellung davon haben, was Gewalt, auch sexualisierte Gewalt für ihre Opfer bedeutet. Das schlimmste aber ist, diese Gewalt nicht ernst zu nehmen, sie abzutun als "Erfahrung sammeln". Gewalt ist Gewalt, ebenso wie sexualisierte Gewalt die furchtbarste Form von Gewalt ist und einen Menschen zerstören kann. Lehrende allein können Jugendliche kein Sozialverhalten beibringen, das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und in den Schulen muss das ebenso thematisert werden in den Jugendclubs und eben im Elternhaus. Es sind Machtgefüge und die Verachtung des anderen, die hier austariert werden, die Möglichkeit, mit sexualisierter Gewalt soziale Ordnungen und eigene Wünsche durchzusetzen. Also wie auch in Familien, wie auch in der Gesamtgesellschaft, nur dass Jugendliche noch keine Hemmungen gegenüber Öffentlichkeit haben.
  • Überraschung?

    22.07.2017, Thomasca
    Überrascht das jemand ? Das kann man doch täglich im Fernsehen sehen und Jugendliche sind nicht zuletzt durch Werbe Fernsehen so aufgestyled, das männliche jeden Alters von diesen Mädchen angezogen werden und Hemmungen gibt es ja keine mehr. Jeder tut das wozu er Lust hat.
  • Nicht sicher wie ernst das Problem ist

    21.07.2017, Lisa
    Der Artikel scheint zwischen den Zeilen stehen zu haben, dass es auch ein Problem der heutigen Generation mit ihren Helikoptereltern sein kann.
    Gegrabsche, bedrängen? Kennt man doch von früher. Nur früher wurde das mehr abgetan, man hat halt erste Gehversuche mit ungewohnter Sexualität gemacht, wurde bedrängt oder hat bedrängt, es wird gegrabscht. Lehrer schreiten schon mal ein, es wird jemand streng belehrt dass sich das nicht gehört, manchmal muss wer getröstet werden. Ja vielleicht ist der erste Griff an den Penis ein unfreiwilliger. Oder der an die Brüste. Früher war eine häufige Reaktion dann möglichst zurückzugrabschen und den Erfolg als Lacher zu verbuchen, den man bald büßt wenn man selber Ziel des Rache-Lachers wird.

    Ich denke Worte wie Missbrauch sollte man dort verwenden wo es wirklich hart ist. Ich will nicht ausschließen, dass es hier auf Fälle zutrifft, im Gegenteil. Es ist nur unschön diese mit den "harmlosen" Fällen zu vermischen, denn es verharmlost sie und sorgt dafür, dass es nicht mehr ernst genommen wird. Ach ja 2 von 3 wurden ja mal begrabscht, hab dich mal nicht so.
  • Sexuelle Gewalt an Schulen … Ursache: Ohnmacht

    21.07.2017, Ulrich Scholz
    Vor der Pubertät (5., 6. Und 7. Klasse) wollen sie mit der besten Freundin zusammensitzen und kuscheln. Jungs holen sich Nähe, indem sie mit dem Anderen im Raufen Körperkontakt suchen. Das ist normal. Lehrer sollten dafür Verständnis haben. In der Pubertät (8. und 9. Klasse) kann es problematisch werden. Die Wahrnehmung der eigenen Geschlechtlichkeit und die der anderen und entsprechende Verhaltensweisen können für Lehrer anstrengend sein, sind aber nicht das Problem.

    Eines der Hauptprobleme ist m.E. nach eine latente Ohnmacht, der Kinder und Jugendliche in der Schule ausgesetzt sind. Viele kommen damit zurecht und passen sich an. Einige (häufig Jungs) kommen damit nicht zurecht. Dann besteht die Gefahr, dass der Hormon-Cocktail der Triebe zu einem Machtinstrument wird. Die eigene Ohnmacht kann dann nämlich in sexuelle Gewalt umschlagen. Der Artikel beschreibt die unfassbaren Ausprägungen.

    M.E. könnten Lehrer zur Problemlösung beitragen, indem sie Kindern und Jugendlichen im Unterrichtsalltag das Gefühl vermitteln, dass Schule kein Ort der Ohnmacht ist, sondern ein Ort des liebevollen Umgangs miteinander. Das Problem für Lehrer und ein Lösungsvorschlag sind hier zusammengefasst: http://www.kamus-quantum.de/category/erziehung-und-bildung

  • @WolfgangL.

    21.07.2017, Angela Franke
    Männer werden durchgängig als Verbrecher klassifiziert?
    Wie kommen Sie denn darauf?
  • Naja, die Art der Verbrechen hat dann letztlich auch eine Farbe.

    20.07.2017, Angela Franke
    "Wer Menschen zu Versagern oder Verbrechern machen möchte, braucht sie nur immer wieder als solche abzustempeln."
    Und natürlich man muss die sozialen Bedingungen dafür erhalten und schaffen.
    Tja, und dann gibt es eben die "weiße Kragen"-Kriminalität, die ja oft auch gerne weißhäutig ist, die u.U. viel verheerendere Auswirkungen hat oder schlicht als Wirtschaftstätigkeit angesehen wird, die aber wie z.B. bei dem verheerenden Pestizid/Glyphosateinsatz vor allem in Lateinamerika zu Missbildungen und Krebserkrankungen führt, ganz zu schweigen von massiven Umweltzerstörungen durch Weltkonzerne, die ebenso Krankheit und Tod mitbringen. Allerdings geschieht das eben weniger vor der eigenen Haustür und besonders bei denen, deren Hautfarbe sie als eher minderwertig gelten lässt in Herrenmenschenaugen.
  • Interessante Denkrichtung

    20.07.2017, WolfgangL.
    "Wer Menschen zu Versagern oder Verbrechern machen möchte, braucht sie nur immer wieder als solche abzustempeln."

    Halte ich durchaus für wahrscheinlich. Übertragen auf eine andere Bevölkerungsgruppe zeichnet dies aber noch ein ganz anderes Bild der Diskriminierung.
    Kann es sein, dass unsere Gefängnisse deshalb 20 mal mehr Männer als Frauen beherbergen, weil unsere kulturelle Rollenzuschreibung Männer durchgängig als Verbrecher klassifiziert?
    Sind Männer (Rassen unabhängig) dann am Ende die am meisten diskriminierte und benachteiligte Bevölkerungsgruppe?

    Würde mich interessieren ob es hierzu Studien gibt.
  • öhm... wirklich?

    18.07.2017, Torsten Irion
    also mal für mich als Bauernsohn zusammengefasst:

    fühlt sich ein Normalo krank, ist er auch krank. Geht er zum Arzt, ist er ernsthaft krank.

    Der Neurotiker, der zum Arzt geht, hat meistens nichts ernsthaftes außer einer Befindlichkeitsstörung, aber er fühlt sich genauso krank, wie der Normalo, der beim Arzt mit einer ernsthaften Erkrankung ist.

    Logisch, dass die Sterblickeitsziffern auseinanderklaffen, oder?

    Meine Erfahrung ist eher umgekehrt: wer wegen jeder Kleinigkeit beim Arzt ist, sich jedes Zipperlein im Knie punktieren lässt und bei jedem Banalinfekt so viel Theater macht, dass er mit Antibiotika versorgt wird, hat eine niedrigere Lebenserwartung als die, die nur bei ernsthaften Problemen beim Arzt sind.

    DAS mal statistisch zu verifizieren fände ich nützlich. Es gibt Studien, die bei Rückenschmerzen sehr eindeutig zeigen, dass Operierte und Nichtoperierte nach einem Jahr komplett identische Krankheitsmuster aufweisen, die ganzen OPs (die meisten!) bei Bandscheibenvorfällen wirken genauso gut oder schlecht wie Physiotherapie etc. Na klar sind OPs in Einzelfällen nützlich, aber die Kollateralschäden scheinen das mindestens auszugleichen...

  • Violinist

    18.07.2017, David M.
    Ich denke, zwischen einem durchschnittlichen Musiker und einem der Spitzenklasse gibt es keine so großen Unterschiede, dass es einem Laien im vorübergehen auffallen würde. Trotzdem sind so groß genug, dass sie bei einem anspruchsvollen Publikum wichtig sind. Außerdem versucht man für Konzerte und so natürlich immer die besten zu finden, auch wenn es nur marginale Unterschiede gibt. Deswegen kann die Person trotzdem großen Ruhm haben. Aus dem Experiment kann man deswegen so etwas wie hier nicht folgern.
  • Diese Differenzierung hätte schon früher stattfinden sollen

    17.07.2017, Max
    Leider ist es in der Debatte völlig untergegangen, dass es da zwei Argumentationsebenen gibt: das Kindswohl und die soziale Förderung von Familien im Staatswesen.

    Ich glaube die wenigsten würden bestreiten, dass es Kindern in non-hetero-Haushalten ähnlich gut geht wie Kindern aus in hetero-Haushalten. z.B. freue ich mich, dass jetzt an dieser Stelle Gleiochberechtigung herrscht. Die andere Ebene war und ist die staatliche Förderung von Ehe, die bei Ihrer Formulierung in den 1940er Jahren(!) mit einiger Sicherheit nomenklatorisch synonym verstanden war als einzige soziale Institution mit dem Potential, Nachwuchs (für die Gesellschaft) zu erzeugen. Was sie biologisch streng genommen noch heute ist. Aber das ist nicht mehr sinnvoll aufrechtzuerhalten heutzutage, weshalb eine Abschaffung von Eheförderung (egal ob schwul oder nicht) hin zu Familienförderung (egal ob schwul oder nicht) stattfinden sollte.

    Ich bin der Überzeugung, dass sich gegen diese zweite Schieflage der eigentliche Unmut der "konservativen Kreise" eigentlich richtet und nicht gegen die Gleichstellung nicht-heterosexueller Lebensgemeinschaften.
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