Lesermeinung - Gehirn und Geist

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  • Zur vielfältigen Sensibilität:

    24.05.2015, krimm
    Die geschilderte Über-Sensibilität wird m.E. in der Esoterik-Szene als Indiz für Parapsychologische Begabung, oder in der feministischen Wicca für multipersonelle Hexen-Fähigkeit gewertet, in der Psychiatrie eher oder üblicherweise negativ für multiple Persönlichkeit (natürl. herrschaftlich als Krankheit ) gehalten, im Religiösen evtl. als Gabe Gottes und Sendung für die oberflächliche Menschheit (vgl. Stimmen der Jungfrau von Orleans), im Psychologischen eher für große Introvertiertheit oder Neurotizismus (je nach Testarten). Bei Schul-Kameraden /Innen und bei auf NEGATIVES lauernden Nachbarn wird ein derartiger Mensch für "Spinner" gehalten, endlich brauchbar für Mobbing usw. oder für boshafte, am liebsten gewalt-sexuell begründete Anzeigen...
    Es sei erwähnt, dass genau so viele Männer ( hoch-) sensibel sind (die nicht per Superlative übertreiben) und deshalb oft unterdrückt sind, da lt. Klischee der Mann ja kein Gefühl habe, haben soll, und es daher versteckt, und somit der Beweis für seine Gefühlslosigkeit sogar von ihm erbracht ist. Es verbliebe eine hohe Sensibilität nur für literarische-darstellende Kunst und wird nur auf diesem Weg relativ (sei betont) angenommen.
  • Handschrift

    23.05.2015, Klaus Werner
    Vor ca. 40 Jahren, mit 16 Jahren durften wir offiziell Kugelschreiber im Unterricht benutzen. Bis dahin waren nur Fuellfederhalter erlaubt. Natuerlich keine Art Computer damals.
    Ich kann immer noch in dem Stil schreiben wie ich ihn gelernt habe, allerdings im Alltag heute sieht meine Schrift nicht besonders aus ... Seit ueber 25 Jahren benutze ich natuerlich auch Computer und das viele Tippen und hantieren mit der Maus hat mir oefters sehr schmerzhafte Handgelenke bescherrt.
    Aus Nostalgie habe ich mir jetzt wieder einen Fuellfederhalter gekauft, ein sehr viel besseres Modell als das was ich in der Schule hatte.
    Bin also nicht besonders begeistert das das manuelle Schreiben jetzt in Frage gestellt wird. Ich kenne Finnland auch ein wenig und verstehe gut das die Finnen immer ganz vorne bei Entwicklungen sein moechten. Es ist ein kleines Volk und besonders die Sprache ist sehr schwierig deswegen kann fast jeder Englisch sprechen.
    Es scheint mir manch mal das alles abgeschafft wird was nicht in digitale Denkmuster passt.
  • Ursache, nicht Wirkung

    22.05.2015, Moritz Wittmer
    Es ist durchaus möglich, dass das Zusammenspiel Pubertierender in geschlechtsheterogenen Klassen aktuell für die ein oder andere Gruppe Nachteile einbringt. Jedoch ist die Ursache davon zu bekämpfen und nicht einfach das Aufkommen der Situation zu vermeiden. Wenn die Gleichberechtigung, oder besser noch, das Irrelevantwerden des Geschlechts einer Person, funktionieren soll, dann reicht es nicht aus, die zu erwerbenden, vom Geschlecht grundsätzlich definitiv unabhängigen Fähigkeiten unbeeinflusst von Geschlechtsstereotypen zu vermitteln, denn in der späteren Praxis ist eine Trennung der Geschlechter werden machbar, sinnvoll noch menschlich. Daher ist es notwendig, geschlechtsspezifische Wahrnehmungen und Vorurteile unter Lehrenden wie Lernenden auszuschalten, anstatt sie nur vorübergehend zu umgehen, wie es durch geschlechtshomogene Klassen geschieht.
    Dabei ist auch wichtig, dass sich die Lernmethoden von Mädchen und Jungen zwar im Durchschnitt unterscheiden mögen, die Unterschiede innerhalb der Geschlechter aber keineswegs kleiner sind. Es ist durchaus sinnvoll, für individuelle Schüler individuelle Lernmethoden zu fordern, jedoch kann dabei zur Unterscheidung nicht das Geschlecht herangezogen werden, da das ebenso pauschalisierend wie schädlich wäre: Es gibt durchaus Mädchen mit "jungenhaften Lernmethoden" wie auch Jungen mit "mädchenhaften Lernmethoden", worin auch immer diese bestehen mögen.
  • Noch absurder geht es nicht, oder?

    20.05.2015, Dominique Boursillon
    "(...) Motivation (...) – die beste Voraussetzung für einen guten Lernerfolg." Was hat Motivation mit Lernerfolg zu tun? Motivation bewirkt vielleicht, dass man weniger schnell aufgibt, aber Ausdauer ist kein Garant für Erfolg - ja noch nicht einmal zwingende Voraussetzung dafür! Schmusepädagogik und Motivationscoaching führen dazu, dass unsere Schüler verblöden, weil ihnen keiner beibringt sich auf den Hosenboden zu setzen und auch unliebsame Dinge zu tun - weil sie getan werden müssen! Das ist das eine...

    Das andere: "(...) haben bundesweit rund 30 Prozent der Mädchen und 50 Prozent der Jungen Probleme, eine flüssige und lesbare Handschrift zu entwickeln." Wir erwarten nicht, dass Kinder schreiben können; sie sollen flüssig und leserlich schreiben! So wie es der Lehrer will. Und das verkorkst die Kinder, weil ihnen die Schule eigenständiges Denken austreibt. Auch als Studenten verweigern die allermeisten kreatives Kombinieren. Nicht so sehr weil sie dumm sind (das können per Definition ja nicht mehr als einige Prozent sein), sondern weil sie nicht wissen, was der Dozent genau hören will und daher lieber den Mund halten. Es fängt mit dem Schreiben an, daher mein Tipp: Lasst die Kinder einfach schreiben (korrigiert die Fehler, nicht das Schriftbild). Als Erwachsener muss ich das Gekrakel doch lesen können. Kinder entwickeln im Laufe sehr kurzer Zeit ohnehin ihr eigenes Schriftbild, daher ist die Schönschreiberei unsinning.
  • Einprägen

    20.05.2015, Talan068
    Wirklich einprägen tut man es sich nur, wenn man es mit Hammer und Meisel, in Mamor graviert.
  • Handschrift - aber ohne historischen Ballast!

    19.05.2015, Nozomi07
    Die kognitive Wirkung der Handschrift kennt jeder, der schon mal Chinesisch oder Japanisch gelernt hat: Das "muscle memory" wirkt Wunder!

    Aber warum quält man die Schüler weiter mit historischem Ballast? Auch mein Sohn muss jetzt die Lateinische Ausgangsschrift lernen. Die ist motorisch weder sinnvoll noch ökonomisch, die vielen Richtungswechel bremsen nur. Die hat auch mir schon die Handschrift zerschossen (bis ich später mit Druckschrift ganz neu anfing).

    Die Basisschrift scheint mir der richtige Ansatz: Druckschrift mit Hilfestellung zur flüssigen Verbindung. Genau so schreibt man nämlich auch Chinesisch schnell: Die einzelnen Striche der Zeichen sind gedanklich durch eine Bewegung verbunden, die jeder Schreiber selber umsetzt. Wer das selber erlebt hat, wird zum großen Fan von Bais- bzw. Grundschrift!
  • Richtige Fragen?

    18.05.2015, Wolfram Obermanns
    Was soll eine Pädagogik bringen, die ihren Anfang bei einem Blick in den Schritt statt in die Augen des Kindes nimmt?
    Jeder Lehrer lernt, daß äußerlich attraktivere Kinder automatisch bevorzugt behandelt werden.
    Lernt inzwischen auch jeder Lehrer, daß Kinder, die es einem einfacher machen, noch viel mehr bevorzugt werden?
    Lernen Lehrer auch, daß sie sich diesen beiden Konstanten auf Dauer kaum entziehen können?
    Gibt es irgendwelche supervisorische Angebote, die diesen Automatismen entgegenwirken? (Diese letzte Frage läßt sich belegbar mit "nein" beantworten".)
    Wie sähen die Ergebnisse eines Bildungssystems aus, daß sich mit diesen interaktiven Fragen des Unterrichts beschäftigt und Kinder weniger als zu therapierendes Objekt im Sinne einer Gesellschaftsutopie wahrnimmt?
  • Eine Tatsachenbehauptung wurde nie aufgestellt!

    12.05.2015, Bernd Dietrich
    Wie auch die Rezensentin oben deutlich formuliert, stellt van Lommel lediglich seine Idee der Nichtlokalität des Bewußtseins als eine mögliche These zur Erklärung des Nahtodphänomens zur Diskussion. Daß ihm selber diese "Idee" nach jahrelanger und umfangreicher Recherche in einem ihm zugegebermaßen fremden Fachgebiet - der Quantenphysik - heute als wahrscheinlichste Hypothese erscheint, kann man kritisieren und für sich selber ablehnen.

    Solange aber niemand eine besssere Hypothese aufstellt, die bspw. die subjektiv erfahrenen, erweiterten Bewußtseinszustände bei nachgewiesener Inaktivität der Hirnfunktionen nachvollziehbar erklären kann, ist das Heranziehen von Erkenntnissen der Quantenphysik als durchaus legitim zu bezeichnen. Zumal van Lommel nie für sich in Anspruch nimmt, seiner "Idee" eine strenge, nachgewiesene Wissenschaftlichkait zu attestieren.

    Jeder, der sich - selbst wie ich als Laie! - mit den 'verstehbaren' Aspekten der Quantenphysik befaßt hat, wird zugeben müssen, daß die historischen Ansprüche an 'Wissenschaftlichkeit' gerade durch dieses Fachgebiet enorm strapaziert worden sind - Stichworte 'Nichtlokalität', 'Nichtkausalität', 'Gleichzeitigkeit' usw. Vielleicht bedarf es angesichts der immer fantastischeren Aspekte dieses Forschungsgebiets wirklich eines erweiterten
    Wissenschaftlichkeitsbegriffes und einer erhöhten Bereitschaft der hauptsächlich materialistisch ausgerichteten Forschergemeinde, sich bisher 'undenkbarem' Gedankengut zu öffnen. Leider sind es gerade die Vertreter eines an sich ehrbaren Aufklärungsbestrebens, daß sie, wie die Leute von der GWUP, in ihrem Anliegen 'Spinnerei' und 'Esoterik' zu entlarven, jeglichem Versuch, über den Tellerrand herauszublicken, unterschiedslos eine Absage erteilen. Nach diesem Selbstverständnis würde sich die Sonne heute noch um die Erde drehen...
  • Weibliche oder männliche Lehrkräfte?

    11.05.2015, Fred
    Wurde in den hier zu Rate gezogenen Studien berücksichtigt, ob die SchülerInnen von männlichen oder weiblichen Lehrerkräften unterrichtet wurden?
    Gibt es diesbezüglich Studien, die das Geschlecht der Lehrkraft als maßgeblichen Parameter einbeziehen?
    Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass die Mädchen meiner Klasse in jedem Fach brillierten (die Mädchen aus Akademikerfamilien vornweg). Wir wurden quasi nur von weiblichen Lehrkräften unterrichtet (außer im Sport und selten in Vertretungsstunden). Möglicherweise besteht da ein Zusammenhang.
  • Nerven auch beim Menschen dehnbar

    05.05.2015, Peter Mellen
    Das Prinzip ist dasselbe wie bei den oben genannten Walen und höchstwahrscheinlich auch bei allen anderen Säugern, wenn nicht sogar bei allen Wirbeltieren.
    Beim Mensch wird das wellenförmig angelegte Bindegewebe des Nervs und das Axon des Nervs werden bei einer longitudinalen Spannung entfaltet. Der Nerv kann sich dadurch um 1-3mm dehnen. Alle anderen Dehnungen von Nerven werden eher durch translatorische Bewegungen des Nerven in seiner Umgebungsoberfläche erklärbar. Ist eigentlich kein so neues Wissen mehr.
  • Meine produktivste Zeit ist ca. von 23 bis 7 Uhr morgens

    04.05.2015, bonus_bonus
    Lerchen und Eulen (und alles dazwischen) könnten sich die Infrastruktur die vorhanden ist super teilen. In allen Lebensbereichen und allen Branchen und Industrien. Die Faschisten und Sadisten unter uns Menschen müssen nur aufhören anderen Vorschreiben zu wollen, wie sie zu leben haben. (findet man auch hier in den Kommentaren wieder)

    Ich als Extremeule wurde meine gesamte Schulzeit über diskriminiert, mit entsprechenden Effekten auf Motivation und Leistung. Erst ab dem Studium konnte ich mir meinen Tagesablauf selbst gestalten. Ich hoffe auch auf weitere Individualisierungsmöglichkeiten in der Arbeitswelt, sonst werde ich gezwungen sein mich Selbstständig zu machen, was eigentlich gar nicht nötig wäre und mir viel organisatorischen Aufwand bescheren würde, den ich nicht mag.

    Dennoch sehe ich eine positive Entwicklung, innerhalb der letzten Jahre.
  • @Morgenmuffel

    04.05.2015, Calvino
    Wie wäre es mit "den Artikel lesen"? :)
  • Was bin ich? Die Turboeule?

    04.05.2015, Highmudleader
    Ein vorweg: Wen man das ganze sich so durchliest könnte man meinen das es normal sei einmal am Tag am Stück zu schlafen. Ich hatte das Privileg auf Reisen Völker zu treffen die abseits von der zivilisierten Gesellschaft leben und habe viele Menschen kennengelernt die einfach immer dann eingeschlafen sind als Sie müde waren, das passierte 3 oder gar 4x am Tag. Ich habe auch nicht erkannt das es immer gleichzeitig alle betrifft oder jemand am nächsten Tag zur gleichen Uhrzeit geschah oder das Sie insgesamt mehr schlafen als ich, eher weniger.

    Ich habe hingegen ein ganz anderes Problem. Sobald es draußen hell wird werde ich erst müde also zu Uhrzeiten wo andere Menschen eigentlich aufstehen. Sehr schön konnte ich es während meiner Arbeitslosigkeit erkennen, ich dachte zuerst das ich immer später einschlafe und dadurch auch mal wieder einen normalen Rythmus habe, aber mein Körper behaarte darauf stets um 6 oder um 9 (Je nach Jahreszeit) Uhr morgens einzuschlafen. Ich habe in diesem knapp 25 kg verloren, mein Neurodermitis ging zurück und hatte keine Stimmungsschwankungen mehr. Das ist schon einige Jahre wieder her aber dachte nicht das es so extrem sein könnte, das Früher zu Bett gehen funktioniert einfach nicht. Man kann nicht schlafen teilweise reagiert auch das Herz unzyklisch und man bekommt einen Schrecken, es geht einfach nicht und das mit 30 wo ich doch eigentlich aus dem Alter raus sein müsste. Jedes mal wen ich Urlaub habe kann ich, Single sei dank, wieder so schlafen wie ich will und wieder bin ich ganz automatisch bei den alten Schlafrhythmus. Das ist für einen Betroffenen extrem schwierig zu handeln und zu Zeiten wo man sich seinen Beruf nicht auswählen kann ist es auch sowieso schwierig eine Nachtarbeit zu finden die dem Bildungsgrad entspricht.
  • Nicht die Uhrzeit ist entscheidend

    03.05.2015, Markus
    Die Uhrzeit ist doch total irrelevant, wenn wir uns um das Thema das Lernens unterhalten. Viel Entscheidender ist das "wie". Da gibt folgendes Buch einen Masterplan vor, wie man auch endlich erfolgreich lernt: http://www.amazon.de/gp/product/394119366X/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=394119366X&linkCode=as2&tag=m726wai-21
  • Unterrichtsbeginn (Schulzeit) anpassen!

    03.05.2015, Befürworter
    Eine Änderung des Schulbeginns ist m.E. fortschrittlich, ich habe die Erfahrung gemacht das ich in der ersten Unterrichtsstunde Morgens kaum Konzentration und Motivation habe und viele meiner ehemaligen Mitschüler_innen hatten nicht nur dasselbe Problem sondern mitunter infolgedessen gleich den ganzen Unterrichtstag geschwänzt. Die meisten Schüler_innen fehlten am Freitag(-morgen) weil sie durch das früher aufstehen in der Woche (und zwar nicht um sieben- sondern um sechs oder 6.30 Morgens) ausgelaugt waren. Außerdem habe ich wie auch andere Schüler das Frühstück Morgens ausgelassen, ich habe es aus dem Grund gemacht da ich Morgens sehr unter Zeitdruck war pünktlich zum Unterricht zu erscheinen und ich erst eine Stunde nach dem Aufstehen frühstücke(n möchte).
    Den Tipp früher schlafen zu gehen halte ich für überholt, denn mit zehn Unterrichtsstunden an manchen Tagen ist man erst meistens zwischen 17.15-18.00 Uhr zu Hause (kommt auf die Entfernung zur Schule an, ich wohnte fünfzehn Geh-minuten entfernt und war um 17.20 zurück) und möchte Essen und Freizeit haben und muss wahrscheinlich auch noch Hausaufgaben erledigen und lernen. Und gerade (pubertierende) Jugendliche wollen sich noch mit anderen Dingen beschäftigen als nur mit der Schule, doch der Tag hat nunmal nicht mehr als 24 Stunden...
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