Lesermeinung - Gehirn&Geist

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  • „Der Stoff aus dem Erinnerungen sind“ von Martin Korte, Gehirn und Geist Nr. 12/2017

    16.11.2017, Frank Vollbrecht
    Immer wieder wird die Frage nach dem Zusammenspiel von Geist und Materie aufgeworfen, so auch in diesem Essay. Doch wenn man davon ausgeht, dass Geist und Materie keine getrennten Entitäten sind, dann ergeben sich neue Lösungen dieser alten Frage. Die Lösungen sind allerdings von einer Art, die dem menschlichen Verstand und auch dem Gefühl nicht gefallen und daher zumeist abgelehnt werden.

    Interpretationen der Ergebnisse der Quantenphysik führen zu einer dieser Antworten. Es handelt sich um eine ganz einfache Lösung:

    Alles ist Bewusstsein! EIN Bewusstsein!

    Konsequenzen einer derartigen Lösung sagen beispielsweise aus, dass es nur EINEN Beobachter gibt oder auch dass jegliche Materie selbst nur eine Form von Bewusstsein darstellt. Gegen eine derartige Lösung wehrt sich das dem Menschen eigene Gefühl, ein individuelles Ich zu sein oder auch das über die Sinne im Geist Empfundene und Interpretierte. Daher werden Lösungen dieser Art einfach ausgeblendet. Stattdessen beharrt das herkömmliche naturwissenschaftliche Denken immer noch auf einer Vorstellung, die der klassischen Physik des 19. Jahrhunderts entspricht und die heute einfach als fehlerhaft bzw. unzureichend angesehen wird. Die dem Intellekt nur bedingt zugängliche Welt der Quantenphysik wird daher einfach ignoriert, obwohl es bisher keine bessere naturwissenschaftliche Erklärung zur Realität der Welt gibt. Die Sicht aus einer Vogelperspektive, bei dem der Beobachter, das Beobachtete und die Beobachtung zusammenfallen, findet selbst mehrere Jahrzehnte nach ihrer Entdeckung keine Beachtung. Dabei wurde eine ganz ähnliche Lösung bereits vor weit über 1000 Jahren von den buddhistischen Yogacarins in ihrer Philosophie des Cittamatra beschrieben.

    Aber der menschliche Geist will alles dies nicht wahrhaben und beharrt mit seinem Denken und Fühlen darauf, dass sein Ich-Gefühl unumstößlich ist und verwirft daher derartige Lösungen, die auch zu neuen Antworten bei den vielen offenen Fragestellungen zum Gehirn und Geist führen können.

    Anmerkung: Einfach verständliche Beschreibung der Ergebnisse der Quantenphysik findet man in Form schön erzählter Kurzgeschichten in dem Buch „Alice zwischen den Welten“ von William Shanley und anderen Quantenphysikern und -innen.
  • Re: Jugendschutz

    15.11.2017, David M.
    @Zsolt Kah:

    Strengere Gesetze gegen legale Drogen sind aber auch ein Teil der Politik in Finnland: „Sogar Gesetze wurden geändert: Tabak durfte fortan nur noch an Personen über 18 Jahre, Alkohol nur noch an über 20-Jährige ausgegeben werden, die Werbung für beides wurde verboten.“
  • Gerechtigkeit

    13.11.2017, Voker
    Voker: „Gerechtigkeit will Konsequenz, wenn sie nicht nur von einer Gruppe, sondern von allen als gerecht empfunden werden soll. Ich schlage deshalb vor, statt des weiblichen Artikels "die", der bei Mehrzahlbildungen bislang ausschließlich verwendet wird (es heißt sogar "die" Männer), die Form "der/die/das" einzuführen.“

    Franz Kaern-Biederstedt: „Liebe(r) Voker, ich höre dieses Argument öfter. Aber es ist Ihnen doch sicher klar, dass es sich hierbei um Homonyme handelt, also um zwei Wörter, die gleich lauten, aber etwas Verschiedenes meinen, so wie z.B. der Regen (das Wasser, das vom Himmel fällt) oder das Regen (die Bewegung, das sich-bemerkbar-Machen...). Das geschlechtsneutrale Plural-sie ist nicht einfach das weibliche Singular-sie vor einen Mehrzahlbegriff gestellt, sondern ein ganz eigenes Pronomen, das rein zufällig dieselbe Lautung hat.“

    Voker: Schön erkannt! Und so handelt es sich bei der Bezeichnung „Die Erzieher“ beim „die“ keineswegs um einen weiblichen Artikel, sondern um den Mehrzahl-Artikel – und bei „Erzieher“ keineswegs um eine männliche Form, sondern um die Mehrzahl-Form, ein ganz eigenes Wort, das nur zufällig dieselbe Lautung hat. Oder nicht ganz zufällig, sondern um ein Gleichgewicht in der Sprache herzustellen. Dieses Gleichgewicht, das sich über Jahrhunderte oder gar Jahrtausende im Konsens entwickelt hat, soll nun allerdings gewaltsam verändert werden – und wurde es schon. Eine Gesellschaft, in der solchen Bestrebungen nachgegeben wird, ist allerdings am Ende. Neusprech (falls sich die vielen Feldherr*/Innenx denn einmal auf eine gemeinsame Form einigen sollten) ist kein neuer, gar gerechterer Anfang, sondern bildet eine tiefgehende Zerrüttung der Gesellschaft ab.
  • Totale Kontrolle

    11.11.2017, Michael Kühnapfel
    Die Behauptung, Menschen mit starkem Kontollwillen hätten Schwierigkeiten mit E-Büchern, ist nicht schlüssig. Nirgendwo sonst hat man soviel Kontrolle über das Buch. Ob es nun die Bearbeitung von CSS-Files, das Austauschen von Titelbildern, die Textkorrektur geht, ob man in den Metadaten taggt, ob man den Satzspiegel, die Typografie oder was auch immer ändert, die Möglichkeiten, Kontrolle auszuüben, sind Legion. Auch die Verwaltung der Literatur eröffnet zahlreich Möglichkeiten. Ein typischer Vertreter jener Wissenschaftsrichtung, die Vermutungen und Meinungen für wisschenschaftlich halten.
  • Woher kommt Krankheit ?

    10.11.2017, Carsten
    Die Frage ist halt immer, will man den Körper heilen, oder die Seele, den Geist. Der Geist ist halt auch ein Stück von der Materie weg und vielleicht sowieso heil.
    Die Seele ist halt das Zwischending .. manchmal sind Menschen krank und trotzdem Glücklich.
    Die Frage ist auch immer wie die Seele mit dem Körper und der Materie verbunden ist. Kann man der Schöpfung Mensch auch eine geistige Führung unterstellen , die halt getrennt vom eigenen / individuellen Geist ist? Und wie vermittelt man da. Wenn die Seele nicht materiell ist .. kann man da ja nicht vermitteln. Aber die Materie ist halt auch gleichzeitig das was vermittelt. Deshalb die Potenzen, um durch die Materie die halbstoffliche Seele anzusprechen... So habe ich zumindest die Homöopathie verstanden. Aber heißt Pathie nicht Krankheit? Die Krankheit des Menschseins ?? Und deswegen heilt man Gleiches mit Gleichem. Das was Krankmacht wird vergeistigt und dem Geist des daran Erkrankten zugefügt, dass der dann dort die Möglichkeit hat, auf geistiger bzw. halbstofflicher Seelenebene dort mit klarzukommen.
  • Jugendschutz

    09.11.2017, Zsolt Kah
    Wieder einmal ist erkenntlich, dass das StGB als Jugendschutz, was illegale Drogen betrifft, nicht zielführend noch sinnvoll ist. Vielmehr sollte man sich komplett von dieser unsäglichen Prohibitionspolitik abwenden und, wie es erfolgreich in Island geschieht, voll und ganz auf Suchtprävention in Form von Sinnstiftung konzentrieren. Nicht nur enstehen dadurch gesunde, junge Menschen, die besser auf das Leben vorbereitet sind, sondern wirtschaftlich muss weniger für Suchtfolgen oder Repression (Polizei, Staatsanwälte, Richter, JVA) aufgewendet werden. Eine Win-Win-Situation!
    @ Ulrich Scholz: Grundsätzlich stimme ich Ihnen in Ihrer Aufführung zu. Allerdings ist es mir ein Rätsel, warum Nur auf den Islamismus (und das auch noch ohne generelle Verbindung zum Artikel...) hingewiesen wird. Als gut gebildeter Naturwissenschaftler finde ich jegliche Zuwendung zu einer organisierten Religion in einem de facto säkulären Staat wie DE besorgniserregend.
  • Das Leiden am sinnlosen Leben

    08.11.2017, Ulrich Scholz
    Funktionieren um zu konsumieren und in der Zeit dazwischen unterhalten zu werden reichen nicht aus, um seinem Leben einen Sinn zu geben. Irgendwann ist diese „Realität“ nicht mehr auszuhalten. Man erschafft sich eine eigene, um Glücklichsein zu empfinden, meistens mit Alkohol oder Drogen. Aber eine solche „Realität“ ist der Anfang vom Ende, wie wir wissen. Die leidenden Jugendlichen werden immer noch weiter in das Gefühl von Sinnlosigkeit hineingetrieben. Sucht ist das weitverbreitetste Symptom dafür. Wer weiß?! - Vielleicht sind Amokläufe an Schulen und Hinwendung zum Islamismus ebenfalls Symptome von Sinnlosigkeit.

    Ein erster und wichtiger Schritt zu einer nachhaltigen Lösung sind Sinn stiftendende Rahmenbedingungen, wie das Beispiel Island zeigt.

    Vor dem Hintergrund der o.a. Symptome dürfen Sinn stiftende Maßnahmen nicht Statistik getrieben sein. Jeder einzelne, der am sinnlosen Leben leidet, ist einer zu viel. Hilfreiche Rahmenbedingungen können aber nur dann nachhaltig wirken, wenn die Betroffenen sie annehmen. Dazu ist wichtig, dass bei ihnen und bei allen anderen das Bewusstsein da ist, dass Glücklichsein ohne Sinn nicht geht und, was genauso wichtig ist, dass jeder für seine eigene Sinngebung zuständig ist. Wie man an seinen Sinn herankommen kann, wird hier erklärt.
    http://www.kamus-quantum.de/category/erziehung-und-bildung
  • Weltfremdes Klischee, dass Männer und Frauen gleich sind

    08.11.2017, Ludwig Briehl
    Ich habe zwei Enkelkinder, die am letzten Weihnachtsfest neun Monate und 13 Monate alt waren. Das jüngere Enkelkind ist ein Junge, dass ältere Enkelkind ein Mädchen.
    Als wir an Weihnachten zu meiner Mutter fuhren, schaute sich der kleine Benny kurz um, legte sie auf den Bauch und robbte vor zu meiner Mutter, die im Rollstuhl sitzt. Dort angekommen begann er an den Rädern des Rollstuhls zu drehen und freute sich wirklich mindestens 10 Minuten, wie er, der kleine Wicht die Räder rund um die Achse drehen konnte. Das zweijährige Mädchen steuerte sofort auf eine Puppe zu, die unter dem Weihnachtsbaum neben einem kleinen Lkw aus Plastik lag, obwohl niemand gesagt hatte, dass die Puppe ein Geschenk für sie sei. Sie schnappte die Puppe und ließ sie bis zum Ende unseres Besuches nach fast 2 Stunden kaum noch los. Der kleine Benny robbte nach einer Weile zurück zu dem kleinen Lkw und drehte auch dort an den Rädern rum. Nach ca. 10 Minuten robbte er wieder zurück zum Rollstuhl meiner Mutter. Im Verlauf unseres Besuches geschah dies 3-4 mal, dass Benny zwischen Lkw und Rollstuhl pendelte.
    Weder Benny noch Linda haben Vorbilder die ihnen in irgend einer Weise vorgemacht hätten, was sie tun sollten. Diese ganze Vorbildtheorie, die im Endeffekt nur darauf hinausläuft, dass man mit aller Gewalt darauf bestehen will dass Männer und Frauen gleich sind, ist Nonsens. Jeder von uns sieht 1000 verschiedene Berufsmöglichkeiten und damit 1000 verschiedene Vorbilder und entscheidet sich doch meistens für einen Beruf, der seinen Neigungen entspricht. Es steckt einfach in ihrem Bauplan, den Genen, die bestimmen, was wir gerne tun und was wir nicht gerne tun. Frauen hätten zum Beispiel ein tolles Vorbild in Madame Curie. Doch wie viel Frauen studieren Physik oder Chemie?
    Es ist daher völliger Unfug anzunehmen, dass Frauen, wenn sie denn weibliche Vorbilder hätten, diesen Vorbildern nachahmen würden. PS: wo sollen eigentlich die weiblichen Vorbilder herkommen?
  • Ansichtssache

    30.10.2017, Spelunkenwirt
    Wer ist das, dieses "wir"? Ich zumindest mag E-Books inzwischen viel lieber und kaufe mir keine gedruckten Bücher mehr. Auch wenn diese ihre Vorteile haben: Kann ich einfach weiterverkaufen, ausleihen usw. Doch bei mir überwiegen die Vorteile elektronischer Bücher. Die nehmen keinen Platz weg, ich kann sie mir von überall auf der Welt kaufen. Der notwendige Reader passt für unterwegs in die Jackentasche und ist leichter als ein Taschenbuch. Perfekt für den Urlaub oder für jemanden, der viel unterwegs ist. Wer schlecht sieht, kann die Schrift vergrößern. Mir ist auch nur der Inhalt wichtig, nicht irgendwelche "Haptik". Und ich muss auch niemanden im Regal zeigen, was ich lese. Bücher wurden auf Papier gedruckt, weil es kein anderes geeignetes Trägermedium gab. Das hat sich geändert.
  • Gerücht

    29.10.2017, Asuki
    Das halte ich aber für ein Gerücht. Warum schliessen immer mehr Buchhandlungen? Wer will schon diesen Belast der Bücher im Urlaubskoffer mitschleppen wenn er in ein Flugzeug steigt? Was gibt es schöneres als sein Wunschbuch jederzeit weltweit in ein paar Sekunden als eBook auf seinem Kindle herunterzuladen?
  • Warum wir gedruckte Bücher lieber mögen als E-Books

    29.10.2017, Mechthild Beste
    Bitte durchsuchen Sie die vielen wissenschaftlichen Artikel über NCBI PubMed zu diesem Thema und die Ergebnisse der Hirnforschung: Lesen und Lernen -->Brain and screen vs. paper!
    Kurz: screen ist "kurz gucken", paper ist einprägsamer, was im PET-scan deutlich gezeigt wird, da andere Hirnareale genutzt werden, und das Gelesene (oder Gehörte) mit der Hand noch einmal schreiben- nicht tippen! ist am haltbarsten.
    Fazit in aufsteigender Reihe für die Haltbarkeit ( aber auch emotionale Erreichbarkeit)von Information:
    scree, paper, handwriting...

    Und: ein Buch ist ein vielseitig sensuelles, haptisches (begreifen, eben auch im Übertragenen Sinn) Ereignis / Erlebnis!

    Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag
    Mechthild Beste
  • Ohne Strom geht nichts!

    28.10.2017, K. J. Brandstetter
    Ein gedrucktes Buch, das ich in Händen halte, ist von nichts abhängig.
    Jeder, welcher der Sprache, in jener es geschrieben wurde, mächtig ist, kann es lesen.
    Ein E-Book funktioniert nur unter der Voraussetzung, dass elektrische Energie zur Verfügung steht. das gleiche gilt für CD´s u.ä.
    "Im Prinzip geht alles, ohne Strom geht nichts (mehr)"

    Die alten Kulturen haben uns Schriften hinterlassen die wir auch heute noch, unter Umständen, entziffern können.

    Ein E-Book, gespeichert in einer Cloud, ist weder eine Schrift noch ein Dokument es ist virtuell.

    Ist der Strom weg, ist auch das Buch weg. Ich setze daher auf Papier.
    Schöne Grüße
  • Widerspruch, bitte aufklären.

    28.10.2017, Conszious
    Vorletzter Absatz:
    "(...) Filmdatei hatten die Probanden weniger stark das Gefühl, das Produkt wirklich zu besitzen".

    Evolutionär gesehen absolut logisch, berücksichtigt man wie neu diese Technologien sind und wie lange allein schon das menschliche Gehirn in seiner Form besteht. Aber schön, wenn so etwas noch mal bestätigt wird. Doch im letzten Absatz kommt es dann zu folgendem Satz:

    "Und auch wenn wir keine besondere Beziehung zu einem Produkt haben – wenn es also nicht gerade um unser Lieblingsbuch oder um unseren Lieblingsfilm geht –, sind wir offenbar eher bereit, die physisch greifbare und die digitale Version als gleichwertig zu betrachten."

    Mal davon abgesehen, dass es schwierig ist, die "besondere Beziehung" zu einem Artikel zu messen, steht diese Aussage in Widerspruch zum vorherigen Zitat.

    Würde ich mich freuen, wenn sich der Autor des Artikels den letzten Absatz noch mal vornehmen würde. Und was Spektrum.de an sich angeht, wäre ich sehr erfreut, wenn man solche Sätze, welche sich auf ein "Gefühl" beziehen nicht einfach stehen lassen würde. Was nicht messbar und vergleichbar ist, sollte mindestens mit einem Zweifel formuliert werden oder besser gleich gestrichen.
  • Ihr und wir

    28.10.2017, Frau Mock
    Ich weiß ja nicht, wer "ihr" seid, aber wir - mein Mann und ich und unsere Kinder - ziehen Ebooks vor.
  • Verständlich

    28.10.2017, Jürgen Schulze
    Auch ich setze mich in meinem E-Book-Verlag mit diesem Thema des "Besitzen-Wollens" auseinander.

    Und klar, der Bildungsbürger stellt sich gerne was ins Regal.

    Aber dennoch, man kann auf E-Book-Readern einfach besser lesen.

    Und für die Leute, die Angst vor Kontrollverlust haben, sind alle meine E-Books DRM-frei.
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