Viele würden ihre Verzweiflung in einer ähnlichen Situation vermutlich mit ein paar Gläsern Sekt hinunterspülen. Doch in diesem Fall verbietet sich das, denn für die Organisation braucht Anna einen klaren Kopf. Nehmen wir nun an, ihr WG-Mitbewohner Tim, der das ganze morgendliche Drama verfolgt hat, schlägt Abhilfe vor: eine Pille, die er selbst wegen seiner Depressionen einnimmt. Bei ihm wirke das Mittel regelrecht Wunder, außerdem habe er neulich gelesen, dass es auch die Stimmung gesunder Menschen verbessere. Einen Versuch sei es jedenfalls wert – Nebenwirkungen habe die Tablette sehr selten und fast nur harmlose.
Würden Sie in Annas Situation den Versuch wagen? Und wenn er gelänge und das Fest auf diese Weise gerettet würde: Wäre irgendetwas daran verwerflich?
Um es gleich zu sagen: Die hier beschriebene Wunderpille gibt es nicht
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Literaturtipps
Auf dem Hövel, J.: Pillen für den besseren Menschen. Wie Psychopharmaka, Drogen und Biotechnologie den Menschen der Zukunft formen. Heise, Hannover 2008.
Verständliche Einführung in die neuronalen Grundlagen des Gedächtnisses und die Möglichkeiten seiner pharmazeutischen Beeinflussung – inklusive Selbstversuchen des Autors
Greely, H. et al.: Towards Responsible Use of Cognitive-Enhancing Drugs by the Healthy. In: Nature 456(7223), S. 702-705, 2008.
Repantis, D. et al.: Antidepressants for Neuroenhancement in Healthy Individuals: A Systematic Review. In: Poiesis & Praxis: International Journal of Technology Assessment and Ethics of Science 6(3-4), S. 139-174, 2009.
Die Ergebnisse zu den Stimulanzien und zu den Antidementiva erscheinen demnächst in zwei weiteren Fachartikeln.
Schöne-Seifert, B. et al. (Hg.): Neuro-Enhancement. Ethik vor neuen Herausforderungen. Mentis, Paderborn 2007.
Sammelband, der die Optimierung des Geistes und die damit verbundenen ethischen Fragen aus philosophischer, juristischer und neurowissenschaftlicher Sicht beleuchtet





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1. Neuro-Enhancement-Nebenwirkungen von Psychopharmaka
14.10.2009, Ivana Hudoletnjak, StuttgartTatsache jedoch ist, dass diese Präparate nur wenige Wochen getestet werden. Testergebnisse werden oft verschleiert. Wenn man sich den Beipackzettel oder die Rote Liste vornimmt, wundert man sich dann oft, warum hier vor suizidalem oder aggressiven Verhalten die Rede ist.
Viele der in USA vorgekommenen Schulschießereien wurden unter dem Einfluss von Psychopharmaka begangen. Einige Amerikaner, deren Familienangehörige nach der Einnahmen von Psychopharmaka Selbstmord begingen, beschwören, dass diese Selbstmordabsichten NACH der Einnahme dieser Präparate aufgetreten sind. Dies sind belegte Fakten, die bei diesem Memorandum völlig untergegangen sind.
Ob sich die Autoren mit diesen Tatsachen beschäftigt haben, ist fraglich. Und wenn, ist es mir ein Rätsel, aus welch einer Motivation diese Empfehlungen geschrieben wurden.
2. Aggressivität und Selbstmord durch Psychopharmaka-Missbrauch
14.10.2009, Bernhard Holz, RutesheimAllein die Nebenwirkungen durch klinische Studien werden nicht alle freigegeben. Wer noch Fragen hat sollte sich die Sendung "Das Pharmakartell"vom ZDF vom 6.12.08 im Internet ansehen.
3. Freiheit?
15.10.2009, Cristina Pietrantonio, IptingenWenn man die Nebenwirkungen von Psychopharmaka genau lesen würde, wäre die Frage überflüssig, da sie freiwillig zu nehmen fürs Leben gefährlich ist. So wie wir in unserer Gesellschaft alles gegen Selbstmord versuchen, sollten wir lieber keine "Werbung" für "Wundermittel" machen, die nichts anders als Medikamente sind und daher immer vorsichtig anzunehmen sind.
Es gibt genug Informationen, dass Psychopharmaka sehr gefährlich sind, man sollte lieber nicht das Thema so behandeln, als ob es eine ethische Frage wäre, das ist etwas oberflächig.
Es gibt genug Alternative, die absolut harmlos sind um sich zu "puschen", Medikamente sollte man lieber nur in Notfälle nehmen und immer nach Absprache mit einem Arzt.
4. Gehirndoping für die zukünftige Führungsriege?
20.10.2009, Duro Hudoletnjak, Stuttgart5. Schöne "heile" Welt
21.10.2009, Sandra Pohlmann, BauschlottHöhen und Tiefen gibt es in jedem Leben einer Person. Nur daran kann man wachsen und sich weiterentwickeln. Schwebt man nun aber ständig auf einer künstlichen "Glücklich-Welle" durchs Leben, ist man nichts weiter als ein Zombie.
Psychopharmaka sind und bleiben Drogen. Viele davon haben schlimme Nebenwirkungen, die nicht gerade groß auf dem Beipackzettel stehen. "Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit", steht auf den Zigarettenschachteln - was für ein Witz! Das und vieles mehr müsste auch auf den Packungen für Psychopharmaka stehen. Dann könnte man nicht mehr so einfach mit der "heilen Welt" die Leute anlocken.
6. Größte Witz des Jahres
22.10.2009,Mit freundlichen Grüßen
Edeltraut Groz
7. Alle Psychopharmaka zerstören Leben
28.10.2009, Jörg Malcher, KarlsruheDas Gegenteil wird eintreten, denn alle Psychopharmaka zerstören Leben und dies jeden Tag, jede Stunde und jede Minute auf der ganzen Welt! Ich halte nichts von Psychopharmaka, habe selbst schon gesehen, was es bewirkt.