Die neuen seelischen Leiden - Gehirn und Geist Dossier 3/2009

Klinische Psychologie

Für Psychiater und Psychotherapeuten hat das 21. Jahrhundert aufregend begonnen. Dank neuer Operationsmethoden können Mediziner heute mittels Hirnelektroden Depressionen und Zwänge lindern. Mathematische Analysen erlauben Wendepunkte im Verlauf einer Psychotherapie zu identifizieren. Doch technischer Fortschritt hat seinen Preis: Der Apparatemedizin auf einer Intensivstation ausgeliefert zu sein, kann Patienten traumatisieren. Computer und Internet haben eine zweite Realität geschaffen, in der vieles nur noch Schein ist und die Werbung fördert Konsumexzesse und Kaufsucht.
Dieses Dossier bündelt die wichtigsten G&G-Artikel zum Thema "psychische Störungen und ihre Therapie" aus den vergangenen zwei Jahren.
(6. Oktober 2009)

Weitere Informationen finden Sie im Editorial des Heftes.

Inhaltsverzeichnis

Inhalte dieser Ausgabe

Geistesblitze

 
6
Wie die Angst kommt und geht • Pille gegen schlimme Erinnerungen • Mit aktiven Proteinen zum Erfolg • Gentherapie für Alkoholiker?

Im Kaufrausch

 
8
Die Psychologin Astrid Müller erklärt, wie aus der Lust am Shoppen ein unwiderstehlicher Drang wird - und welche Behandlung Erfolg verspricht.

Der eingebildete Makel

 
13
Menschen mit Körperdysmorpher Störung fühlen sich hässlich. obwohl sie allenfalls einen kleinen Schönheitsfehler haben. Besitzen sie einen besonders feinen Sinn für Ästhetik?

Interview: "Menschen als Unterhaltungsfutter"

 
18
Wenn Boulevardmedien naive Bürger aufs Korn nehmen, leiden viele von ihnen unter Scham und Ohnmachtsgefühlen. Der Psychiater Mario Gmür über die psychischen Folgen des Schlagzeilen-Terrors

Albtraum Intensivstation

 
22
Notfalltherapie kann Leben retten, doch die traumatischen Erinnerungen an die Zeit im Krankenhaus lassen die Patienten oft nicht mehr los. Ein Hormon kann hier helfen.

Interview: "Sucht nach virtuellem Prestige"

 
28
An der Uniklinik Mainz gibt es eine Spezialambulanz für Computerspiel-Süchtige. Der leitende Psychologe Klaus Wölfling erklärt, warum Onlinegames so gefährlich sind und was seinen Suchtpatienten hilft.

Gesammeltes Leid

 
34
Jeder Gang zum Papierkorb ist für Messies ein Kampf. Sie können zwischen wichtigen und nutzlosen Gegenständen nur schwer unterscheiden und fühlen sich ihren Besitztümern emotional stark verbunden.

Stammbaum der Störungen

 
42
Die klassische Einteilung der psychiatrischen Krankheiten ist mehr als 100 Jahre alt - und reformbedürftig. Dafür sprechen neue Erkenntnisse aus der Psychogenetik.

Interview: "Die Nadel im Molekülhaufen"

 
46
Im britischen Cambridge forscht Sabine Bahn nach Biomarkern für Schizophrenie und Manie. Ein Laborbesuch

In der Endlosschleife

 
48
Der Psychiater Ulrich Voderholzer und die Psychologin Anne Katrin Külz erläutern, wie ein gestörter Regelkreis im Gehirn Zwänge auslösen kann.

Fatales Erbe

 
54
Suizide treten familiär gehäuft auf. Die Neigung zum Freitod liegt manchen Menschen in den Genen.

Heilsame Trips

 
60
Psychiater testen das therapeutische Potenzial von halluzinogenen Drogen - mit ersten Erfolgen.

Dialektik fürs Gemüt

 
66
Eine Mannheimer Borderline-Station setzt auf Psychotherapie mit Akzeptanz und Emotionsmanagement.

Interview: "Größten Respekt vor dem Gehirn"

 
74
Der Kölner Neurochirurg Volker Sturm behandelt depressive Patienten mittels Tiefer Hirnstimulation.

Sanfte Psychiatrie

 
80
Eine Station für psychotische Patienten verzichtet auf Zwangsmaßnahmen und geschlossene Türen.

Musterhafter Wandel

 
88
Mit Hilfe der Synergetik, einer Theorie zur Funktionsweise von Systemen, lässt sich der Erfolg einer Psychotherapie mathematisch erfassen und steuern.
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