Psychologie des Verbrechens - Gehirn und Geist Dossier 2/2010

Forscher ergründen die Ursachen von Kriminalität

Was verrät ein Mord oder Raub über den Täter? Wie lassen sich Lügner entlarven? Sind Straftäter selbst Opfer ihrer biologischen Ausstattung - und deshalb nicht verantwortlich für ihre Taten? In diesem Dossier von Gehirn&Geist erkunden Kriminalpsychologen den "Tatort Gehirn" und begeben sich auf die Spuren des Verbrechens.

Dieses Dossier bündelt die wichtigsten G&G-Artikel zu Themen der Kriminalpsychologie aus den vergangenen Jahren.
(11. Juni 2010)

Weitere Informationen finden Sie im Editorial des Heftes.

Inhaltsverzeichnis

Inhalte dieser Ausgabe

Was die Tat über den Täter verrät

 
6
Profiler gibt es nicht nur in Krimis. Doch die reale Fahndungsarbeit hat mit der Fiktion wenig gemein

Falsche Geständnisse

 
12
Polizeiliche Vernehmungsmethoden können auch Unschuldige so unter Druck setzen, dass sie Verbrechen gestehen

Interview: "Verhören ist Beziehungsarbeit"

 
18
Der Kommunikationswissenschaftler Jo Reichertz berichtet, worauf es bei polizeilichen Vernehmungen ankommt

Die Wahrheit über Lügen

 
20
Der klassische Lügendetektor misst Schweiß, Puls- und Atemfrequenz. Nun sollen Hirnscans zum Einsatz kommen

Angemerkt! Im juristischen Dilemma

 
26
Hirnscans als Beweismittel vor Gericht? Unter Strafrechtlern umstritten!

Mauer des Schweigens

 
28
Kaum jemand spricht über den weit verbreiteten sexuellen Missbrauch von Jungen. Auch deswegen leiden viele Opfer ein Leben lang unter den Folgen

Gefährliche Liebschaften

 
34
Der Psychiater Andreas Marneros von der Universität Halle-Wittenberg untersucht die Hintergründe von besonders schwer begreiflichen Verbrechen: Partnermorden. Die Täter - zu 80 Prozent Männer – töten offenbar vor allem dann, wenn das Ende ihrer Beziehung droht

Erst der Bauch, dann die Moral

 
40
Hirnforscher suchen nach den Wurzeln der Moral. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass es uns in ethischen Grenzfällen kaum auf eine rationale Begründung ankommt

Aus Mangel an Gefühlen

 
46
Psychopathen empfinden weder Furcht noch Mitgefühl und besitzen oft außerordentliches Manipulationstalent. Forscher sind den biologischen Wurzeln auf der Spur und entdeckten eine Reihe von Hirnanomalien sowie "Risikogene"

Interview: "Gewalttaten lassen sich nicht verlässlich vorhersagen"

 
54
Aus einem Hirnscan auf das Rückfallrisiko eines Täters schließen zu können – das nennt der Psychiater Henning Saß vom Universitätsklinikum Aachen eine "naive Hoffnung". Entscheidend sei nicht die Biologie, sondern deren Auswirkung auf das Erleben und Verhalten

Eine fatale Verbindung

 
58
Bei rund jedem vierten Gewaltakt ist Alkohol im Spiel. Der Sozialpsychologe Laurent Bègue von der Universität in Grenoble fand heraus, dass allein schon der Gedanke ans Trinken aggressiv macht

Angemerkt! Psychisch krank und aggressiv – ein altes Tabu

 
64
Menschen mit seelischen Störungen werden häufiger gewalttätig als der Durchschnittsbürger. Welche Rolle Alkohol und Drogen dabei spielen, erklärt der Psychiater Tilman Steinert

Abgestempelt

 
66
Wenn Frauen auf die schiefe Bahn kommen, stammen sie in der Regel aus problematischen Familienverhältnissen und haben traumatische Erfahrungen gemacht: Misshandlung, Missbrauch und emotionale Vernachlässigung

Justitias neue Kleider

 
72
Vom gläsernen Angeklagten bis zum Freispruch mangels freien Willens: Warum die neuesten Visionen vom "Neuro-Strafrecht" (noch) verfrüht sind

Hinter verschlossenen Türen

 
78
Sexualstraftäter therapieren - geht das überhaupt? Im Vollzug lehren Psychologen Mitgefühl und die Übernahme von Verantwortung

Dem Schrecken ein Ende setzen

 
86
Noch Jahre nach einem schlimmen Erlebnis wie einem Überfall oder körperlicher Misshandlung leiden viele Betroffene an einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Der Therapieforscher Ulrich Frommberger und der Psychologe Nikolas Westerhoff stellen die effektivsten Behandlungsmethoden vor
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