Anorexie
Sucht nach Hunger
Ein Stück Torte können Magersüchtige nicht genießen. Stattdessen empfinden sie Stolz und Freude, wenn sie hungern. Die biologischen Wurzeln dieser Erkrankung liegen offenbar in einer Fehlfunktion des Gehirns sowie in Genen, die ihre Wirkung erst in der Pubertät entfalten.
Magersucht (Anorexia nervosa) ist eine psychische Erkrankung, bei der Betroffene nicht einmal das minimale, gerade noch gesunde Körpergewicht halten. Laut der aktuellen Auflage des Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen erkranken 0,5 Prozent aller Frauen im Lauf ihres Lebens mindestens einmal an Anorexie. Bei den Männern beträgt die Rate nur ein Zehntel davon – allerdings mit steigender Tendenz. Nach Schätzungen des amerikanischen National Institute of Mental Health sind in den USA sogar bis zu 3,7 Prozent der Frauen und Mädchen magersüchtig


Trisha Gura ist Molekularbiologin und schreibt als Wissenschaftsjournalistin unter anderem für die Fachzeitschriften "Science" und "Nature". Derzeit absolviert sie ein Fortbildungsjahr als Stipendiatin am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (USA).
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