Seit einigen Jahren testen Psychiater unter anderem in den USA, ob
sich psychische Störungen mit Halluzinogenen lindern lassen. Warum
sie damit in Deutschland auf Skepsis stoßen, erläutert Falk Kiefer,
Suchtforscher am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim.
Professor Kiefer, Ihre Kollegen in den USA experimentieren bei der Behandlung psychisch Kranker mit psychedelischen Drogen. Für wie riskant halten Sie das?
Die Risiken sind seit den 1970er Jahren bekannt: Rund ein Prozent der Konsumenten bleibt "auf einem Trip hängen", erleidet also eine Drogenpsychose. Davon erholen sich zwar etwa zwei Drittel wieder. Aber geschätzte 0,3 Prozent aller Konsumenten bleiben auf längere Zeit psychotisch ...
Infos
Literaturtipps
Brown, D. J.: Mavericks of Medicine. Exploring the
Future of Medicine. Petaluma: Smart Publications 2007.
Grof, S.: LSD-Therapie. Stuttgart: Klett-Cotta
2000, 2. Auflage.
Hofmann, A.: LSD - mein Sorgenkind. Die Entdeckung
einer "Wunderdroge". München: dtv 2007, 13. Auflage.
Kolp, E. et al.:
Ketamine Enhanced Psychotherapy. In: The Humanistic Psychologist 34(4), 2006, S. 399-422.
Van Treeck, B.: Drogen. Berlin: Schwarzkopf
& Schwarzkopf 2004, 2. Auflage.