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Magazin | 18.05.2007
PSYCHOLOGIE

Dämonen lassen mit sich reden

Bernd Nitzschke
Vor gut 100 Jahren wurde ein neuer, dunkler Kontinent erobert – das Unbewusste. Der Expeditionsleiter Sigmund Freud schloss aus den Symptomen seiner Patienten, wie die menschliche Psyche funktioniert. So schuf er eine Behandlungsmethode und Seelenkunde zugleich: die Psychoanalyse.
Auf Einladung des Präsidenten der Clark University in Worcester, Stanley Hall, reiste Sigmund Freud im September 1909 in die USA. Zehn Jahre zuvor hatte er sein Werk »Die Traumdeutung« veröffentlicht und war damit zum Vordenker der Psychoanalyse avanciert. In Amerika hielt Freud mehrere Auf­sehen erregende Vorlesungen. Darin schilderte er auch, wie er einst als angehender Neurologe eine neuartige, »kathartische« Behandlungsmethode kennen gelernt hatte: »Ich war Student und mit der Ablegung meiner letzten Prüfungen beschäftigt, als ein anderer Wiener Arzt, Doktor Josef Breuer, dieses Verfahren zuerst an einem hysterisch erkrankten Mädchen anwendete.« Die Rede ist von Anna O. – die mit bürgerlichem Namen Bertha Pappenheim (1859–1936) hieß ...
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» Gehirn&Geist, Juni 2007
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Breuer, J., Freud, S.: Studien über Hysterie (1895). S. Fischer: Frankfurt am Main 1991.

Köhler, T.: Das Werk Sigmund Freuds (2 Bände). Asanger: Heidelberg 1990.

Nitzschke, B.: Aufbruch nach Inner-Afrika. Essays über die Wurzeln der Psychoanalyse. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen 1998.
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