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Aus dem Takt durch Alkohol
Chronischer Alkoholmissbrauch verstellt die innere Uhr.
Sy-Jye Leu und ihre Kollegen verglichen Blutproben von 22 Alkoholikern vor und nach ihrer ersten Entzugswoche mit dem von zwölf gesunden Probanden. Die Wissenschaftler untersuchten vor allem die Expression von Genen wie Clock1, Bmal1 und Per1, die unter der Regie des suprachiasmatischen Nucleus im Hypothalamus verschiedene Biorhythmen des vegetativen Nervensystems managen. Ergebnis: Im Blut der Alkoholabhängigen fanden sich deutlich weniger RNA-Kopien der "Uhrgene" als bei Gesunden. Auch nach einer Woche Entgiftung hatte die Menge der Boten-RNA kaum zugenommen.
Die Störung der zirkadianen Uhr ist folgenreich: Betroffene zeigen unter anderem vermehrt Schlaf- und Stoffwechselstörungen. Diese können offenbar auch nach einem Entzug noch anhalten und erhöhen so vermutlich die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls. (sz)
Huang, M-C. et al.: Reduced Expression of Circadian Clock Genes in Male Alcoholic Patients. In: Alcoholism: Clinical and Experimental Research 10.1111/j.1530-0277.2010.01278.x, 2010.



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1. Sechs Jahre ohne Alkohol
30.08.2010, Andreas Winter, Lichtenstein"Besinnung" gekommen.
Danach ging es mir relativ gut, außer dass ich nicht mehr
schlafen konnte. Seit der Zeit bin ich Stammkunde beim
Neurologen, weil mir meine Festplatte keine Ruhe mehr lies.
Dann kam der Nierendoktor dazu, weil die Leber auf Sparflamme arbeitete.
Der HNO-Arzt, weil der Tinnitus mich bald umbringt.
Und so weiter ...
Ich rate jedem, seinen Alkoholkonsum zu minimieren!