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Magazin | 09.10.2009
NOSTALGIE

Sehnsucht nach Gestern

Jochen Gebauer und Constantine Sedikides
Bis in die 1980er Jahre galt Nostalgie als Krankheit. Heute sehen Forscher das ganz anders! Laut den Sozialpsychologen Jochen Gebauer und Constantine Sedikides gibt es sogar gute Gründe, in Erinnerungen zu schwelgen: Es erhöht das Wohlbefinden, steigert das Selbstwertgefühl und stärkt Beziehungen.
Kollektive Erinnerungen
Erinnern Sie sich noch an Ihr Lieblingsspielzeug in der Kindheit? Oder an Ihren ersten Schultag? Falls nicht, dann rufen Sie sich einfach ein schönes Erlebnis aus dem letzten Urlaub ins Gedächtnis. Wenn Sie nun eine "sentimentale Sehnsucht nach der Vergangenheit" verspüren, empfinden Sie genau das, was Wörterbücher als Nostalgie bezeichnen.
Ein bekanntes Beispiel dafür ist etwa die so genannte "Ostalgie" – eine Wehmut, die viele ehemalige DDR-Bürger überkommt, wenn sie an die Zeit vor dem Mauerfall zurückdenken. ­Direkt nach der Wiedervereinigung kam dieses Gefühl freilich selten auf. Mit der Zeit ließ die Verlockung des Westens aber nach, und viele Menschen in den neuen Bundesländern ent­wickelten eine Art Heimweh nach "früher". So boomt dort bis heute der Absatz von typischen DDR-Produkten wie Club-Cola, Wikana-Keksen, Spreewälder Gurken oder Leckermäulchen-Quark ...
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» Gehirn&Geist, November 2009
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Quellen
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