Peter K. ist Patient in der Klinik für Epileptologie der Universität Bonn. Außerdem ist er therapieresistent. Das bedeutet, er probierte schon alle gängigen Medikamente aus, auch in Kombination, doch die Anfälle kamen immer wieder. Als letzten Ausweg planen die Ärzte nun eine Operation. Doch dazu muss zunächst zweifelsfrei bestimmt werden, in welchem Hirngebiet die Krämpfe ihren Ursprung haben. Das erfordert eine oft wochenlange Beobachtung. Dennoch liegt die Chance, dass der Anfallsherd herausoperiert werden kann, nur bei etwa 10 bis 20 Prozent. In den restlichen Fällen misslingt entweder die Ortung, oder die fragliche Hirnregion kann nicht herausgeschnitten werden, ohne dass mit gravierenden Folgen für den Patienten zu rechnen ist.
Eigentlich ist Epilepsie heute gut behandelbar: Zwei Drittel der Patienten bekommen ihre Krankheit mit den verfügbaren Medikamenten in den Griff, viele werden schon im ersten oder im zweiten Anlauf anfallsfrei. Beim Rest führen allerdings selbst mehrfache Versuche nicht zum Erfolg


Stefan Remy ist Neurophysiologe an der Klinik für Epileptologie der Universität Bonn und leitet die dortige BONFOR-Nachwuchsgruppe.

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