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Leserbrief | 04.09.2009
zu: Besser Denken: Coaching statt Nachhilfe
in Gehirn&Geist, September 2009, S.66

Antwort des Autors Alexander Christiani

Wenn deutsche Bildungstheoretiker zur Feder greifen, wird es spannend: Sie plaudern über Prozesse, die sie nicht kennen, bezweifeln Ergebnisse, die ihnen nicht vorliegen und bestärken sich gegenseitig in Theorien, nach denen effektives Lernen sowieso nicht funktionieren kann.

Deshalb hier einige Fakten in Richtung Elfenbeinturm:

Die Dozenten des Life-s-cool-Konzeptes coachen mit den dort vorgestellten Methoden und Techniken seit 1993 u. a. die Wissenschaftler der Fraunhofer-Gesellschaft zum Thema "Methodik geistiger Arbeit". In den letzten 16 Jahren haben mehrere Hundert Wissenschaftler und Professoren an diesem Programm teilgenommen und folgende Ergebnisse erreicht:

• Sie verbesserten ihre Leseleistung um mindestens 300 Prozent.

• Sie lernten (sofern sie diese Technik nicht bereits vorher beherrschten), mit Mindmapping wissenschaftliche Ausarbeitungen erheblich schneller und besser zu strukturieren (viele berichten von einer Arbeitszeitersprarnis zwischen 30 und 50 Prozent)

• Sie lernten, ihre Merkfähigkeit so auszubauen, dass sie sich 40 bis 60 Stichpunkte für eine Vorlesung oder ein Referat in maximal 20 Minuten abspeichern konnten.

Soweit deutsche "Wissenschaftler" mit ihren Theorien zu dem Ergebnis kommen, das könnte alles gar nicht sein, habe ich folgende Empfehlung: Schauen Sie sich einfach an, was in der Welt effektiven Lernens funktioniert und dann bringen Sie das deutschen Lehramtsstudenten bei:

• Life-s-cool-Eltern coachen ihre Kinder mit den Kreativitäts- und Visualisierungsprinzipien, die das Schulsystem in Singapur nach aktueller McKinsey-Studie in wenigen Jahrzehnten zu einem der besten der Welt gemacht hat.

• Life-s-cool-Eltern nutzen den Prozess des Herunterbrechens in Einzelteile, mit dessen Hilfe die Absolventen der Meadowmount School of Music in New York (Bundesstaat) in fünf Wochen so große Fortschritte machen wie anderswo in einem ganzen Jahr.

• Life-s-cool-Eltern nutzen die Erziehungsprinzipien der Kipp-Schulen von Mike Feinberg und Dave Levin, die Kinder aus sozial benachteiligten Schichten mit riesigem Erfolg fördern: 2008 erreichten mehr als 80 Prozent der 16 000 KIPP-Schüler in 66 Schulen ihr Ziel, die Universität zu besuchen.

Es ist Zeit, dass solche Erfolge auch in PISA-Deutschland zur Regel werden. Wissenschaftler, die herausfinden wollen, warum Life-s-cool so gut funktioniert, sind herzlich eingeladen, mit unserem Programm ihre Studien durchzuführen.

Alexander Christiani
 
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