In den letzten Jahren nahmen Wissenschaftler verstärkt unter die Lupe, wie sich der soziale Status von Kindern auf die Hirnentwicklung auswirkt und ihre mentalen Fähigkeiten beeinflusst. Seit Längerem schon ist bekannt, dass sozial schwächere Schüler schlechtere Noten und Abschlüsse erzielen. Nur woran genau liegt das? Die Psychologen Martha Farah und Daniel Hackman von der University of Pennsylvania in Philadelphia dokumentierten kürzlich den Stand der Erkenntnisse in einer Überblicksstudie. Fazit: Die Umwelt entscheidet maßgeblich darüber, ob das geistige Potenzial von Heranwachsenden ausgeschöpft wird. So hängt das Abschneiden adoptierter Kinder bei Intelligenztests ungefähr zur Hälfte mit dem sozialen Status der – genetisch nicht verwandten – Adoptiveltern zusammen. Zudem wirkt sich Armut umso negativer aus, je früher ihr die Kinder in ihrer Entwicklung ausgesetzt sind. Letzteres widerlegt auch den gelegentlich zu hörenden Einwand, dass hier Ursache und Wirkung verwechselt würden.
Bereits 2005 hatte Farah zusammen mit Kollegen untersucht, welche mentalen Fähigkeiten die soziale Herkunft besonders beeinflusst


Christian Wolf ist promovierter Philosoph und freier Wissenschaftsjournalist in Heidelberg.

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1. Ungerechtigkeit
16.06.2010, Sandra L.Die ganze Ungerechtigkeit liegt mir noch immer, als fast 37-Jährige schwer in der Seele und ist immer ein Thema in meinem Leben.
Vielen Dank für diesen Artikel. Er untermalt die Theorien, die ich auf Grund Erlebtes entwickelt habe.