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Formalitäten

Allgemeines rund um Bewerbung, Abschlüsse und Auswahlkriterien
 
Nahezu alle deutschen Universitäten haben das Psychologiestudium mittlerweile auf das Bachelor-/Mastersystem umgestellt. Studierende, die Psychologie auf Diplom angefangen haben, dürfen bis zu ihrem Abschluss weiterstudieren, neue Diplomstudenten werden aber nicht mehr aufgenommen. Nur im hohen Norden Deutschlands, an den Unis in Kiel und Greifswald, können sich Erstsemester auch im Wintersemester 2011/12 noch für den Diplomstudiengang einschreiben.

Die meisten Hochschulen bieten einen allgemeinen Bachelorstudiengang Psychologie und auch einen allgemeinen Master an. Einige wenige warten mit einem spezialisierten Bachelorstudium auf, zum Beispiel in Wirtschaftspsychologie. Beim Master ist die Fokussierung auf einen Themenbereich schon üblicher.

Interessierte bewerben sich nicht mehr bei der ZVS, sondern bei jeder Uni einzeln. Vielerorts können sich die angehenden Studenten online um einen Platz bemühen. Das spart Porto- und Kopierkosten.

Voraussetzungen für den Bachelor

Wer ein Psychologiestudium an einer Universität beginnen möchte, braucht das Abitur. Und zwar nicht nur irgendeines, sondern in der Regel eines mit "Einser-Schnitt". Von Uni zu Uni sind die Zugangsvoraussetzungen allerdings verschieden. Die meisten schauen vor allem auf die Abinote und vergeben zusätzlich einen kleinen Teil ihrer Studienplätze nach Wartezeit. Bei besonders beliebten Hochschulen wie in Freiburg, Heidelberg oder Berlin liegt der Numerus clausus im Bereich von 1,2; bei anderen hat man auch mit einem Schnitt von 1,8 noch Chancen. Die Wartezeit liegt oft bei über vier Jahren. Genaue Infos zu den Voraussetzungen der einzelnen Hochschulen enthalten die einzelnen Steckbriefe, die per Suchfunktion erreichbar sind.

Da die Zulassungskriterien von Jahr zu Jahr variieren, garantieren ein bestimmter Notenschnitt oder eine Wartezeit, die im letzten Jahr gereicht hätten aber nicht zwangsläufig einen Studienplatz im nächsten. Manche Unis vergeben ihre Plätze nicht nach Numerus clausus und Wartezeit, sondern nach speziellen Kriterien: Einige gewichten die Englisch- und die Mathematiknote besonders hoch, andere wählen ihre Studierenden nach einem kurzen Vorstellungsgespräch aus.

Voraussetzungen für den Master

Mit dem Bachelor in der Tasche steht jeder erst einmal vor der Entscheidung, seine Kenntnisse noch weiter zu vertiefen und ein Masterstudium anzuschließen oder direkt in den Beruf einzusteigen. Ob Arbeitgeber den als "berufsqualifizierenden Abschluss" vorgesehenen Bachelor in Psychologie akzeptieren oder ob sie auf einen Master pochen, bleibt abzuwarten. Auf Grund dieser Unsicherheit streben viele Studierende einen Master an – einen dem alten Diplom gleichwertigen Abschluss. Um diesem Trend entgegenzuwirken, will die Politik die Plätze in Masterstudiengängen begrenzen. Weniger als die Hälfte der Bachelor-Absolventen soll demnach den Master machen.

In der Psychologie regt sich allerdings Widerstand gegen diese Reglementierung. So wendet sich Carola Brücher-Albers, Präsidentin des Psychologenverbands BDP, entschieden gegen eine Quote für Masterstudierende. Noch ist ungewiss, wie sich diese hochschulpolitische Diskussion weiter entwickelt – im Moment sieht es aber so aus, als ob jeder, der sich nach dem Bachelor ernsthaft um ein Masterstudium bemüht, auch einen Studienplatz finden kann.

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