Was macht Menschen glücklich und zufrieden? Möglichst viele "gute Momente", gemeisterte Herausforderungen und aufregende Erfahrungen? Wenn dem so wäre, müsste die Stimmungskurve im Alter tendenziell abwärts zeigen, denn die körperliche und geistige Leistungskraft lässt mit den Jahren merklich nach. Dennoch weisen Menschen ab etwa Mitte 50 oft steigende Wohlbefindenswerte auf, wie Forscher berichten. Den Ursachen für diesen Trend geht G&G in seiner neuen Ausgabe nach.
Weitere Themen im Heft: Dentalphobie - Wie man die Angst vorm Zahnarzt überwindet Werbung - Beeinflusst sie uns unbewusst? Philip Zimbardo - Der berühmte Sozialpsychologe im Interview
Unser Gefühlshaushalt wandelt sich im Lauf des Lebens auf überraschende Weise: Laut Studien nehmen negative Zustände wie Ärger und Angst mit den Jahren tendenziell ab. Auf der Suche nach den Ursachen haben Psychologen die Mechanismen der emotionalen Kontrolle im Visier - denn sie erweisen sich im Alter als besonders wirkungsvoll
Die Lebenslaufforscherin Ute Kunzmann von der Universität Leipzig untersuchte die emotionale Entwicklung von Menschen in zahlreichen Tests und Befragungen. G&G sprach mit ihr über beherrschbare Gefühle und die Tücken der Statistik
Jeder zehnte Deutsche meidet den Besuch beim Zahnarzt. Gudrun Sartory von der Universität Wuppertal untersucht, wie Betroffene ihre Furcht am sichersten überwinden: mit Beruhigungsmitteln, Hypnose oder einer Verhaltenstherapie?
Was denkt und fühlt ein Patient im Wachkoma? Die Psychologen Boris Kotchoubey und Simone Lang haben eine Reihe von Tests entwickelt, um anhand von Hirnscans verschiedene Komponenten des menschlichen Bewusstseins zu prüfen
Wer von "Transienter Globaler Amnesie" betroffen ist, verliert aus heiterem Himmel sein Gedächtnis - zum Glück jedoch nur vorübergehend. Ursache der Blackouts sind offenbar winzige Schädigungen in einem Abschnitt des Hippocampus, der Gedächtniszentrale im Gehirn
Was haben Beethoven, Maradona und Barack Obama gemeinsam? Sie gehören zu der oft stigmatisierten Gruppe der Linkshänder. Psychologen zufolge verfügen sie nicht selten über besondere Talente
Dass sich Menschen mittels unterschwelliger Werbung manipulieren ließen, galt lange als Mythos. Neue Versuche zeigen aber, dass durchaus etwas Wahres daran ist.
Selbst im größten Stimmengewirr können wir den Ausführungen eines Gesprächspartners folgen. Laut dem Neurophysiologen Holger Schulze beruht dieser "Cocktailparty-Effekt" auf neuronalen Hemmmechanismen im Hörkortex
Viele Neurowissenschaftler hielten es für ausgemacht, dass unser Denkorgan Grammatik anders verarbeitet als etwa die Bedeutung von Wörtern. Mit dieser Ansicht räumen die Linguisten Ina Bornkessel-Schlesewsky und Matthias Schlesewsky auf
Menschen nehmen die Welt unterschiedlich wahr - wie genau, hängt offenbar auch von der Anatomie ihres Gehirns ab. So machen neuronale Unterschiede uns mehr oder weniger anfällig für optische Täuschungen