Der Ursprung von »Gut« und »Böse« – so lautet das Titelthema von G&G Januar/Februar 2008: Große Denker wie Buddha, Immanuel Kant oder der Dalai-Lama such(t)en nach einer Anleitung zum ethisch richtigen Handeln. Doch die Weisheit hört oft da auf, wo menschliche Gefühle ins Spiel kommen: Denn diese verleiten uns nicht nur zu mancher »Untat« – sondern bilden auch die eigentliche Grundlage moralischer Urteile. Das jedenfalls glauben Neuroforscher, die die verschlungenen Pfade der Moral im Gehirn zu entwirren versuchen.
Bleibt die Frage: Ist uns das ethische Empfinden in die Wiege gelegt? Um das herauszufinden, stellen Psychologen schon Kindern vertrackte Gewissensfallen. Doch die Kleinen tappen überraschend selten hinein.
Weitere Themen im Heft: Medienopfer – Öffentliche Verhöhnung macht krank Rotwerden – Wie Sie in den kühlen Kopf bewahren Teenager – Ist pubertäre Rebellion kultrurell beding? Namen merken – Bringen Sie Ihr Gedächtnis auf Trab!
Rebellieren viele Pubertierende, weil sich ihr Gehirn neu organisiert? Wohl kaum, denn jugendliche »Chaos-Jahre« gibt es nur in westlichen Industrienationen!
Prionen dürfte es nach den klassischen Regeln der Biochemie gar nicht geben. Dennoch lösen diese rätselhaften Proteine tödliche Leiden wie Rinderwahn oder die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit aus
Frühgeborene überstehen ihre ersten Wochen oft nur dank Hightechmedizin. Spezielle Pflegekonzepte helfen den Kleinen, diese Zeit auch psychisch zu meistern
Hirnforscher suchen nach den Wurzeln der Moral. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass es uns in ethischen Grenzfällen kaum auf rationale Begründung ankommt
Erst mit zunehmendem Alter lernen wir, moralisches Verhalten zu reflektieren und das eigene Handeln ethisch zu begründen.Doch schon Kleinkinder setzen sich für andere ein: aus Mitgefühl!