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Ob Depression, Schizophrenie oder Angststörungen: Die Ursachen seelischer Leiden mit modernen Labormethoden genauer erfassen und behandeln können - das ist die große Vision der personalisierten Psychiatrie. In der neuen Ausgabe von G&G (Ausgabe 12/2011) erläutern wir aktuelle medizinische Forschung, die helfen soll, dies Realität werden zu lassen.
Weitere Themen im Heft: Selbstgespräche - Nützlicher als gedacht! Pränatalentwicklung - Was nehmen Kinder im Mutterleib wahr? Schmerztherapie - Linderung per Elektrostimulation
Jeder tut es, aber kaum jemand gibt es gerne zu: mit sich selbst sprechen. Die verbreitete Neigung, verbale Appelle oder Fragen an sich zu richten, zeigen Kinder von Natur aus - zu Recht, wie Psychologen bewiesen. Denn Selbstgespräche helfen zum Beispiel beim Problemlösen
Die Ganztagsschule erfreut sich in Deutschland wie auch in den USA wachsender Beliebtheit. Doch tut es Kindern wirklich gut, den ganzen Tag Unterricht zu haben? Der Psychologe Gil Noam von der Harvard Medical School in Boston sieht in kreativen Nachmittagsangeboten eine große Chance - besonders für weniger privilegierte Kinder
Hunde in der Psychotherapie? Gar keine so abwegige Idee, meinen Forscher der Universität Wien. Ihre Untersuchungen zeigen, dass die Vierbeiner vor allem Kindern helfen, Vertrauen zu fassen und Stress abzubauen
Vertreter der personalisierten Psychiatrie verfolgen ein hehres Ziel: Sie wollen seelische Erkrankungen genauer diagnostizieren und zielgerichteter behandeln, als dies bislang möglich ist. Helfen sollen dabei unter anderem spezifische Biomarker. Kann die Laborforschung die Therapie von Depressionen oder Schizophrenie revolutionieren?
Florian Holsboer, Direktor des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München, ist Mediziner und Chemiker zugleich. Für ihn führt in der Seelenheilkunde zukünftig kein Weg an biomedizinischen Methoden wie Genanalysen und Hirnscans vorbei
Wenn andere Mittel versagen, lassen sich chronische Schmerzen oft mit elektrischen Impulsen lindern. Winzige Stromstöße stimulieren dabei Neurone im Rückenmark oder auch in der Großhirnrinde, was die qualvolle Empfindung dämpft
Krebstumoren aus dem Hirngewebe zu entfernen, ist für den Operateur meist eine Gratwanderung - zu ungenau sind bislang die Möglichkeiten, Krebszellen vom gesunden Gewebe zu unterscheiden. Mit Hilfe von Nanopartikeln wollen Forscher das ändern
Die Zellfortsätze eines Neurons bilden einzigartige Baumstrukturen. Welchen Prinzipien ihre Architektur gehorcht, erforscht der Biologe Hermann Cuntz mit einer einfachen Formel am Computer
"Vermindert schuldfähig!", plädierten zwei italienische Forscher nach Untersuchung des Gehirns einer Mörderin. Ein Beispiel, das nicht Schule machen darf