Der spanische Maler El Greco (um 1541–1614) stellte Figuren und Gegenstände häufig unwirklich in die Länge gezogen dar. Ahnungslose Kunsthistoriker vermuteten, dass der Künstler an einem Sehfehler litt – Astigmatismus lautete die posthume Ferndiagnose. Zu Deutsch: Stabsichtigkeit. Demnach wären Hornhaut oder Linsen seiner Augen horizontal stärker gekrümmt gewesen als vertikal, wodurch das auf die Retina fallende Bild falsch proportioniert gewesen sei. Doch diese Hypothese ist absurd …