Für den Moment
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Wissen Sie noch, was Sie gerade im Vorspann dieses Artikels gelesen haben? Wenn ja, erfreut sich Ihr Arbeitsgedächtnis offensichtlich bester Gesundheit. Mit seiner Hilfe können Sie gerade erst aufgenommene Informationen vorübergehend in Erinnerung behalten. Falls Sie das Gelesene besonders beeindruckt, erhält es vielleicht sogar einen Platz in Ihrem Langzeitgedächtnis, das anders als der Kurzzeitspeicher über nahezu unbegrenzte Kapazitäten verfügt. Umgekehrt können wir aber auch Erinnerungen aus dem langfristigen Speicher abrufen, die uns dann wieder zeitweilig im Arbeitsgedächtnis zur Verfügung stehen – etwa, wenn wir eine bestimmte Aufgabe bewältigen wollen und hierfür auf unser Wissen zurückgreifen.
Das Arbeitsgedächtnis heißt so, weil seine Inhalte sofort verblassen, sobald dieser Speicher sie nicht mehr aktiv bearbeitet oder wiederholt. Er beeinflusst, was gerade in unserem Bewusstsein präsent ist. Außerdem erweist er sich als unerlässlich für viele kognitive Fähigkeiten wie Kopfrechnen, logisches Schlussfolgern, Verstehen von Sprache oder Planen von Handlungen. Patienten mit einem geschädigten Arbeitsgedächtnis haben häufig Probleme, mehrere Dinge gleichzeitig auszuführen …