Frühchen haben einen schweren Start ins Leben – und überstehen ihre ersten Wochen oft nur dank Hightechmedizin. Die Winzlinge leiden massiv unter Umweltreizen wie Licht, Geräuschen oder zu starken Berührungen. Spezielle Pflegekonzepte sollen schädliche Einflüsse mildern.
Von dem strahlenden Oktobertag draußen vor dem Fenster ist auf der Neugeborenenintensivstation der Uniklinik in Heidelberg nichts zu spüren. Die Jalousien sind heruntergelassen und sperren die Herbstsonne aus. Statt der typischen grellen Krankenhausbeleuchtung spenden nur vereinzelt kleine Lampen etwas Licht, damit die Schwestern ihre Arbeit nicht völlig im Dunkeln verrichten müssen – leise, mit gedämpften Stimmen und betont ruhigen Bewegungen. Von den kleinen Patienten, meist winzigen Frühgeborenen, ist wenig zu sehen. Die »Inkubatoren« – Hightech-Wärmebetten, in denen die Babys bei 33,5 Grad Celsius und 65 Prozent Luftfeuchtigkeit liegen – sind mit dicken Tüchern bedeckt …
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