Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wie Kleinkinder scheinbar nebenbei und ohne viel Mühe neue Wörter nachplappern und grammatikalische Regeln anwenden. Doch wenn Erwachsene sich ein fremdes Idiom aneignen möchten, offenbart sich, wie festgefügt das eigene Sprachsystem bereits ist.
Erstaunlich erscheint ebenfalls, dass wir – auch wenn es schwerfällt – überhaupt zwei oder mehrere Sprachen lernen können. Wie schafft es unser Gehirn, sie zu verarbeiten, ohne sie ständig durcheinanderzubringen? Warum können Sprachbegabte mühelos zwischen verschiedenen Fremdsprachen hin- und herwechseln? Mit modernen Methoden versuchen Hirnforscher heute dieses Rätsel zu lösen


Isabell Wartenburger ist Psychologin und Stiftungsjuniorprofessorin für Neurokognition der Sprache mit dem Schwerpunkt Neurolinguistik an der Universität Potsdam. Ihre Forschungen werden durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gefördert.

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