Mit dieser Vision einer Expedition ins menschliche Gehirn begeisterte im Jahr 1966 der Film "Die phantastische Reise" das Kinopublikum. Heute planen Wissenschaftler ganz real einen ähnlichen Coup. Sie wollen Arzneimittel ins Denkorgan schleusen. Dazu verpacken sie Wirkstoffe in mikroskopisch kleine Trägersysteme und schmuggeln diese wie biotechnologische U-Boote mit dem Blutstrom ins Gehirn. Die besondere Herausforderung dabei: Die Transportpartikel müssen die Blut-Hirn-Schranke überwinden – eine fast undurchdringliche Barriere zwischen unserem Denkorgan und dem restlichen Organismus
Blut-Hirn-Schranke
Per U-Boot ins Sperrgebiet
Eine ausgeklügelte Barriere schützt das Gehirn vor Giftstoffen und Krankheitserregern. Doch sie verhindert auch, dass Medikamente an ihr Ziel gelangen. Mit speziellen Partikeln wollen Forscher wie der Biochemiker Gert Fricker die Blut-Hirn-Schranke überwinden, um so die Behandlung von Tumoren und anderen Erkrankungen zu verbessern.
Mit dieser Vision einer Expedition ins menschliche Gehirn begeisterte im Jahr 1966 der Film "Die phantastische Reise" das Kinopublikum. Heute planen Wissenschaftler ganz real einen ähnlichen Coup. Sie wollen Arzneimittel ins Denkorgan schleusen. Dazu verpacken sie Wirkstoffe in mikroskopisch kleine Trägersysteme und schmuggeln diese wie biotechnologische U-Boote mit dem Blutstrom ins Gehirn. Die besondere Herausforderung dabei: Die Transportpartikel müssen die Blut-Hirn-Schranke überwinden – eine fast undurchdringliche Barriere zwischen unserem Denkorgan und dem restlichen Organismus


Gert Fricker ist Biochemiker und Mediziner. Er leitet die Abteilung Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie am Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

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