Um den Verdacht zu überprüfen, führen wir einige Tests durch. Dabei soll sich der Patient zum Beispiel eine Reihe von Wörtern merken oder auf einem Zifferblatt eine bestimmte Uhrzeit einzeichnen. Diese Untersuchungen helfen bei der Diagnostik, allerdings muss ein schlechtes Testergebnis nicht zwangsläufig auf einer Demenz beruhen. Es kann zum Beispiel auch eine Depression oder eine andere Funktionsstörung des Gehirns vorliegen.
Menschen, die bislang mit einem besonders guten Gedächtnis gesegnet waren, können andererseits auf Grund ihrer durchschnittlichen Testergebnisse fälschlicherweise für gesund erklärt werden – obwohl bereits krankhafte Veränderungen im Gehirn begonnen haben


Stefan Klöppel ist Assistenzarzt in der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie sowie am Zentrum für Geriatrie und Gerontologie des Universitätsklinikums Freiburg.

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